Das beste Haus 2018: Preise für Bauen im Bestand

Eine Fachjury prämierte die besten Ein- und Zweifamilienhäuser des Landes. Im Rampenlicht der siebten Award-Ausgabe standen Umnutzungs- und Erweiterungsbauten aus allen Bundesländern. Der Publikumspreis ging an den Expertenliebling aus Niederösterreich.

Wie umgehen mit den Zigtausenden an Bestandsobjekten in Städten, Dörfern und auch auf der grünen Wiese, die bereits in die Jahre gekommen sind? Was tun um den landesweiten Teppich an Häusern, der seit den 50er Jahren in meist minderer Qualität ausgerollt wurde, nachhaltig aufzubürsten? Und: Welche Rezepte finden Architekten, Baufrauen und Bauherren, um dem Donut-Effekt (leere Ortszentren, fette Ränder) einzugrenzen? Fragen, die die diesjährige Ausgabe des Awards beschäftigte und alle Einreicher ganz unterschiedliche Antworten finden ließ.

Starkes Teilnehmerfeld

Die Jury, bestückt mit Vertretern der bundeslandweiten Architekturinstitutionen, hatte die Qual der Wahl. Aus rund 100 Einreichungen schafften es knapp 30 auf die Nominierungsliste, wie Angelika Fitz, Wien-Jurorin und Direktorin des neben dem Bundeskanzleramt und der Bausparkasse mitauslobenden Architekturzentrum Wien bei der Preisverleihung ausführte.

Jury begutachtete vor Ort

Im Unterschied zu anderen Auszeichnungen am Architekturmarkt begnügte sich das Expertengremium nicht nur mit den Einreichunterlagen. Ein Großteil der Objekte wurde vor Ort besichtigt. Dadurch hätte man auch ihre Wirkung auf das Umfeld in die Wertung mithineinrechnen können, wie vom Podium aus bestätigt wurde.

Bunter Bundeslandreigen

Aufs Siegertreppchen schafften es schlussendlich jene Eigenheime, die laut Jury für die mutigsten, spannendsten vor allem aber ressourcenschonendsten Umsetzungen erkennen ließen. Darunter findet sich der sanfte Umbau eines mittelalterlichen Gutshofes, der auch seitens des Publikums die meisten Stimmen auf sich verbuchen konnte (mehr dazu in der Galerie). Aber auch kleine flächenschonende Wohntürme, Aufbauten und Neubauten – am flachen Land wie auch im Hochgebirge – schafften es ins Ranking.

Die Sieger dürfen sich jeweils über 6.000 Euro freuen, die je zur Hälfte an das verantwortliche Architekturbüro und den Bauherrn beziehungsweise an die Baufrau gehen.

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Datum: 13.03.2018