Gerald Prinzhorn, Geschäftsführer der Austrotherm Gruppe freut sich über das starke Geschäftsjahr 2017. © Austrotherm/Baldauf, honorarfrei

Bilanz 2017: Austrotherm mit Umsatzsteigerungen

Wie der Dämmstoffkonzern heute bekannt gegeben hat, konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 16 Prozent – und damit um 47 Millionen Euro – auf 351 Millionen gesteigert werden. Damit hat die Austrotherm Gruppe ihren bisherigen Bilanzrekord geknackt.

Gruppen-Chef Gerald Prinzhorn führt die Steigerung einerseits auf die gute Baukonjunktur in Mittel- und Osteuropa zurück. Andererseits hätte die Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie den Absatz von Dämmstoffen im vergangenen Jahr generell begünstigt, wie er via Aussendung mitteilt. Das Wachstum wurde intern mit dem Kapazitätsausbau im XPS-Werk im deutschen Wittenberg und die Anschaltung des mittlerweile dritten EPS-Werkes in Rumänien begleitet. Insgesamt beschäftigte man per Jahresende 2017 über 1.000 Mitarbeiter.

Als Wachstumsbringer hat sich laut Prinzhorn rückblickend die neue hochdämmende Austrotherm Resolution-Platte erwiesen. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben hätten sich hier bezahlt gemacht.

Prinzhorn auch für 2018 optimistisch

Den guten Schwung will er dank der sich weiter ankurbelnden Bauwirtschaft am Heimatmarkt 2018 mitnehmen. "Wir haben zum Glück das 'Tal der Tränen' verlassen. Der Wohnbau wächst vor allem in den Ballungsräumen Wien und Graz“, so Prinzhorn.

Sanierung in der Steuerfalle? Appell an die Politik

Handlungsbedarf sieht er dennoch, nämlich wirtschaftspolitischen – und nimmt hier die neue Bundesregierung in die Pflicht. „Eine steuerliche Absetzbarkeit für bauliche Maßnahmen in der thermischen Sanierung – Stichwort Südtiroler Modell – würde der gesamten Branche Rückenwind für die nächsten Jahre bescheren", lässt er den Verantwortlichen ausrichten.

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Datum: 14.03.2018