Georg Spiegelfeld (links), Präsident Immobilienring IR; Präsident Immobilienring Wien, NÖ, Bgld. und Andreas G. Gressenbauer (rechts), Vizepräsident Immobilienring IR; Präsident Immobilienring Salzburg, Tirol, OÖ. © Immobilienring IR/APA-Fotoservice/Tanzer

Immobilienring IR feiert zehnten Geburtstag

Österreichs größtes Maklernetzwerk mit seinen mittlerweile 60 Mitgliedsunternehmen begeht dieser Tage seinen zehnten Geburtstag. Der Präsident des Immobilienring IR Österreich, Georg Spiegelfeld, nahm das Jubiläum zum Anlass um zurückzuschauen und – „als neutrales Sprachrohr“ – heiße Eisen, wie etwa die heiklen Themen Maklerprovision und Mietrecht, anzusprechen.

In den letzten zehn Jahren sei bei Wohnimmobilien kein Stein auf dem anderen geblieben, so Spiegelfeld (links im Bild) in seiner Rückschau. Der bundesweite Zusammenschluss im Sinne einer transparenten Zusammenarbeit und Interessensvereinigung, hätte sich im Nachhinein als sehr sinnvoll herausgestellt, die Entwicklungen der letzten Jahre diese Weitsicht bestätigt.

Bezahlt wird für transparente und nachvollziehbare Leistungen

Als seriöser Partner wolle man weiterhin für rechtssichere und verlässliche Immobilienvermittlung stehen. Dazu zählt der IR transparente und nachvollziehbare Leistungen. Dieser Grundkatalog würde auch zur positiven Akzeptanz der Maklerprovision beitragen.

„Ob nur eine oder beide Seiten gleichermaßen zahlen, entscheidet letztendlich der Gesetzgeber, allerdings halten wir es für sinnvoll bei der bestehenden Vereinbarung zu bleiben“, so der Präsident im Hinblick auf die aktuell laufende Debatte. Erste Erfahrungsberichte zum Bestellerprinzip, das etwa seit dem Jahr 2015 in Deutschland Kraft ist, zeigen negative Folgen, vor denen er warnen möchte. Dort hat sich der Wohnungsmarkt laut jüngsten Daten um rund ein Drittel verkleinert.

Klartext fordert Spiegelfeld beim Mietrecht. Dies gehöre laut Präsidenten endlich novelliert. Knackpunkte seien nach wie vor Abschläge bei einer befristeten Vermietung und Kriterien für Mietzuschläge. Die Deckelung des Mietzinses und zahlreiche Altverträge verhinderten vielerorts nötige Sanierungen von Altbauten, wie er weiter meint. Besonders betroffen sei hier Wien.

Marktentwicklung: Trend 2017

Zufrieden ist man beim IR über die aktuelle Marktentwicklung: Laut eigenem Maklermonitor für das erste Quartal 2017 ist die Nachfrage für Wohnimmobilien im Vergleich zum letzten Quartal 2016 weiter angestiegen. In Ostösterreich gehe der Trend weiterhin klar in Richtung Mietwohnungen, im Westen hingegen stünden Eigentumswohnungen hoch im Kurs, wie der IR zusammenfasst. Im Süden Österreichs bliebe die Nachfrage nach Wohnungen und Einfamilienhäusern, sowohl zur Miete als auch zum Eigentum, gleichmäßig verteilt. Stabil zeigten sich die Immobilienpreise. Einzige Ausnahme: Ein leichter Preisanstiegs in der Kategorie Eigentumswohnungen – und das in allen Bundesländern.

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Datum: 03.05.2017