Wärme daheim: Vom Lagerfeuer zur Zentralheizung

Vom offenen Feuer bis zum modernen Brennkessel. Finden Sie hier einen Überblick der gängigsten Mittel zur Wärmeerzeugung - von ihren Anfängen bis heute.

Unter Wärmeerzeugung sind alle Arten der Erzeugung von Heizwärme zu verstehen. Die Wärmeerzeugung durch Verbrennung eines Brennstoffes erfolgt in Heizkesseln. Seine grundsätzlichen Aufgaben sind:

  • die chemisch gebundene Energie des Brennstoffes in Wärmeenergie umzuwandeln
  • die Wärmeenergie an das Heizmedium zu übertragen und
  • die Abgase in das Kamin- oder Abgassystem einzuleiten.

Unterschieden werden drei Arten von Heizkesseln:

  • Festbrennstoffkessel: Holzvergaserkessel für Scheitholz, Hackschnitzelheizungen und die Pelletskessel.
  • Ölkessel: für Heizöl und Bioheizöl; moderne Heizkessel sind mit Brennwerttechnik ausgestattet.
  • Gaskessel: Es sollten nur noch Brennwertgeräte mit modulierender Leistung eingesetzt werden.

Wärmeerzeuger ohne Verbrennung (vor Ort):

  • Wärmepumpen: Als Wärmequelle wird hierbei die Wärme des Erdreichs, des Grundwassers oder der Luft verwendet. Für den Antrieb des Kompressors wird fast ausschließlich elektrische Energie eingesetzt.
  • Solarsysteme: Mittels Sonnenkollektoren wird das Heizwasser oder Warmwasser erwärmt.
  • Fernwärme: Aus der Fernwärmeleitung wird über einen Wärmetauscher die Wärme entnommen. Die Erzeugung dieser Wärme im Fernheizwerk erfolgt meist durch Verbrennung von Öl, Gas, Festbrennstoffen oder durch die Nutzung der Abwärme eines Kraftwerkes.

Ein bisschen Geschichte

Aus den Feuerstätten in vorchristlicher Zeit entwickelte sich das offene Herdfeuer. Die Heizwirkung dieser Verbrennungsart besteht hauptsächlich aus Strahlung (sehr geringer Wirkungsgrad, etwa 20 bis 30 %). Heutzutage wird diese Art der Raumerwärmung fast ausschließlich zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Dem offenen Feuer folgten Einelraumöfen mit Heizgaszügen, die einen wesentlich höheren Wirkungsgrad aufgrund ihrer Wärmespeicherfähigkeit aufwiesen (z. B. Kachelöfen). Befeuert wurde mit festen Brennstoffen (Holz, Kohle, Koks).

Im Laufe der Zeit ging man dazu über, ganze Objekte mit einem einzigen Kessel (Zentralheizung) zu heizen. Dabei übernahm das Wasser die Rolle der Wärmeverteilung an alle Räume (Warmwasserheizung). Allmählich entwickelten sich daraus moderne Stückgutkessel, wie sie heute in Verwendung sind.
Die modernsten Vertreter der Festbrennstoffkessel sind Holzvergaserkessel (mit Gebläse) und Pelletskessel. Auch andere Energieträger hielten Einzug. Und so entwickelten sich Anfang bis Mitte des vorigen Jahrhunderts die Ölkessel, sowie die Gaskessel.

 

AutorIn:

Datum: 18.09.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Heizung

Der Umstieg auf umweltfreundliche, sparsame Energiesysteme rentiert sich jetzt noch rascher! Ein neues Bonussystem für Energiesparer soll das Umrüsten ab nun noch interessanter und - ganz ohne notwendige Förderanträge - auch unkomplizierter machen.

Elektroheizungen sind als Stromfresser verrufen. Welche Vor- und Nachteile Elektroheizungen wirklich haben, und wie Sie auch mit Strom die Rechnungen niedrig halten, erfahren Sie hier.

Eine Zentralheizung erwärmt ein ganzes Gebäude oder mehrere Räume. Dabei bestehen bei Verteilung wie auch bei den Energieträgern eine große Auswahl. Im Trend sind nachwachsende Energieträger wie Holz und Pellets.

Eine Infrarot-Heizung wärmt ähnlich wie Sonnenstrahlen: Nicht die Luft wird erwärmt, sondern Gegenstände und Personen. Durch den "Kachelofeneffekt" verbreiten die neuen Trendgeräte eine wohlige Wärme.

Infrarotheizungen sind nicht nur voll im Trend. Ihre Vorteile reichen von einfacher Installation und Handhabung bis zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Bedenken Sie beim Bodenaufbau, dass es durch die Erwärmung des Bodens zu Bewegungen kommt, die durch Dehnfugen entsprechen abgesichert sein müssen. Auch der verwendete Fliesenkleber als auch die Fugenmasse müssen polymär vergütet sein um nicht zu reissen.

Alle Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern brauchen einen Anschluss an einen Rauchfang, um die Abgase der Heizungsanlage abzuführen. Worauf bei der Planung des Kamins grundsätzlich zu achten ist, lesen Sie hier.