Seepferdchen halten: So wird das was

Auch wenn sie nicht so aussehen, Seepferdchen sind Fische und daher auch in Aquarien haltbar. Aber: Sie sind sehr empfindlich, anspruchsvoll und ihre Haltung entsprechend aufwändig. Wir haben die besten Tipps.

Forscher sprechen von über 70 verschiedenen Arten dieser traumhaften, mythischen Tierchen – von zwei Zentimetern bis zu 35 Zentimetern Größe. In der freien Natur fühlt sich der übrigens meist monogam lebende Hippocampus in Korallenriffen, Mangrovensümpfen oder vor allem in den dichten Seegraswiesen der tropischen und subtropischen Meeren am wohlsten. Das sollten Sie auch bei der Einrichtung des Aquariums bedenken.

Aquarium passend einrichten

Wenn Sie sich Seepferdchen zulegen möchten, sollten Sie kein Laie in Sachen Aquaristik sein. Die Sensibelchen verlangen viel Disziplin und konstante Pflege. Am wohlsten fühlen sich die Tiere in einem großen Meerwasserbecken, das mindestens 100 bis 250 Liter fasst, recht hoch ist und dicht bepflanzt (z. B. Caulerpa-Algen). Korallen, lebende Steinen und auch Deko bieten den Aufrechtschwimmern nicht nur Halt, sondern auch Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten. Achten Sie darauf, genügend helle und dunkle Bereiche im Becken zu schaffen. Nichts verloren im Wasser haben hingegen stark wurzelnde Pflanzen und spitze Steine, weil sich die Tiere daran verletzen könnten.

GOLFX/shutterstock.com © GOLFX/shutterstock.com

Ohne gute Filter geht es nicht

Der Hippocampus ist sensibel, wie wir inzwischen wissen. Je weniger Veränderungen er erlebt, desto besser. Deshalb sollten Sie auch für eine anhaltend gute Wasserqualität sorgen – am besten mit einem hochwertigen Filtergerät. Die Pumpen sollten so eingerichtet werden, dass sie nicht zu starke Strömungen erzeugen. So genannte Eiweißabschäumer helfen, Futterreste und Ausscheidungen zu entfernen und wenn Sie noch dafür sorgen, dass genügen Restevertilger wie Einsiedlerkrebse, Grundeln oder Schlangenseesterne im Aquarium leben, bleibt auch der Beckenboden sauber.

Das fressen Seepferdchen am liebsten

Eine Info vorab: ExpertInnen raten, die außergewöhnlichen Fische mit ihresgleichen zusammenzugeben, da sie sehr langsam sind und daher von schneller schwimmenden Fischen oft die Nahrung abgejagt bekommen. Schauen Sie sich also die Mitbewohner Ihrer Seepferdchen und vor allem ihre Fressgewohnheiten genau an, bevor Sie sie in die WG einladen. Und wie bei der Wohnumgebung, sind Seepferdchen auch beim Futter sehr anspruchsvoll. Das Essen sollte leben, am beliebtesten sind kleine Krebse, Fischlarven und Garnelen. Auch Zooplankton macht sich gut auf dem Speiseplan.


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Datum: 25.01.2018

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