Leben im Loft – Pro & Contra

Ein maximal zwei Räume auf einer oder zwei Etagen, viel Ziegel, Stein und Beton, riesige Fabriksfenster – für so manchen ist eine Loftwohnung lang gehegter Traum.

Die ersten, die ausgeräumte Lagerhallen und Fabrikgebäude in Städten wie London oder NY zu Wohnzwecken nutzten und so quasi salonfähig machten, waren die Künstler und Kreativen der 1940er Jahre. Es ging hier aber nicht um ein Statement sondern lediglich darum, kostengünstig leben zu können. Was also als Notlösung begann, ist heute fast schon Luxus.

Bezugsfertig oder selbst ausbauen – teuer ist es immer

Lofts sind rar am Immobilienmarkt, vor allem die, die bereits ausgebaut und entsprechend bezugsfertig sind. Hier müssen Sie mit Kaufpreisen von 6.000 Euro aufwärts rechnen – pro Quadratmeter wohlgemerkt. Auch Preise um die 9.000 Euro sind nicht unüblich.

Wenn Sie hingegen selbst ausbauen möchten, muss ebenfalls mit entsprechenden Ausgaben gerechnet werden. Der Einbau eines Heizsystems, eine ordentliche Wasseranlage, der optisch angepasste Austausch der alten Fenster, wohnliche Bodenbeläge und vielleicht auch die eine oder andere Zwischenwand – das kostet! Übrigens genauso, wie das Beheizen der großen Wohnungen. Bei mindestens 130 Quadratmetern und über fünf Metern Raumhöhe geht da einiges an Energie verloren.

Zastolskiy Victor/shutterstock.com © Zastolskiy Victor/shutterstock.com

Der typische Loftbewohner

Neben Künstlern und Freiberuflern, Kreativen und Lebenskünstlern sind es immer öfters auch gutsituierte Alleinstehende oder Pärchen bis hin zu jungen Familien für diesen Immobilientyp. Während Künstlern das Leben im Industriegebiet – und hier stehen meist diese verlassenen Fabriken und aufgelassenen Firmengebäude – nichts ausmacht, ja vielleicht sogar entgegenkommt in seiner Abgeschiedenheit, könnte die exponierte Lage ohne Infrastruktur für Familien eher zum Problem werden. Im besten Fall verbindet das Loft Wohnen mit Arbeiten.

 

Größter Vorteil: Die immense Freiheit

Das Schönste an einem Loft sind ohne Zweifel die riesigen, hohen und lichtdurchfluteten Räume und das damit verbundene Gefühl von Freiheit. Hier ist nichts zugestellt, beengt oder düster. Neben einem Schlafzimmer und dem Bad gibt es im Standardloft nicht mehr als einen überdimensionalen offenen Wohn-, Koch-, Ess- und Arbeitsraum. Doch bei allem Industrial chic tut ein bisschen Heimeligkeit auch in einem Loft gut.

So wird’s wohnlich

  • Gut gedämmte Außen- bzw. Innenwände
  • Mehrfachverglaste Fenster
  • Flächenheizungen plus Kaminofen oder offenen Kamin
  • Wohnzonen einrichten (Zwischenwände einziehen, Galerieböden einziehen, Inseln schaffen)
  • Textilien (Gardinen, riesiges Sofa, Teppiche) zur Schallabsorption
  • Übergroße Pflanzen (Palmen, Kletterpflanzen,...)

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Datum: 25.05.2018

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