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Gut überdacht mit Glas

Mit einem Glasdach lässt sich die Terrasse, der Balkon oder auch der Hauseingangsbereich von schlechtem Wetter abschirmen, ohne dabei Licht und Helligkeit einzubüßen. Erfahren Sie hier alles über Glasdächer und ihre Einsatzbereiche.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres erhellen unsere Wohnräume und erwecken die heimischen Gärten zum Leben. Um so viel wie möglich Licht und Sonne einzufangen und nutzen zu können, entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für eine zeitlose und lichtdurchlässige Terrassen- oder Balkonüberdachungen aus Glas.

Glasklare Aussichten von der Terrasse

Das Frühjahr rückt (dank Klimawandel) mmer näher Richtung Jahresbeginn, die Sommermonate dehnen sich aus bis in den Spätherbst - da wird die hauseigeneTerrasse oder auch der Balkon zum viel genutzten Außenwohnbereich, den man auch an weniger sonnigen Tagen nicht mehr missen möchte. Eine Glasüberdachung entspricht diesem Bedürfnis. Pflegeleichte und witterungsbeständige Aluminiumkonstruktionen mit Dachverglasungen aus Verbund-Sicherheitsglas überzeugen als ideale Lösung für Terrasse und Balkon. Auch Holzkonstruktionen sind möglich, wobei Aluminium sicherlich die beständigere Variante ist.

Mit einem Glasdach bleibt die Terrasse lichtdurchflutet und wird sogar an kühlerenTagen durch die Sonne aufgeheizt. Auch optisch macht ein Glasdach etwas her: Elegant und zurückhaltend lässt es sich an das Wohngebäude anschließen. Eine mit dem Hausdach verbundene Terrassenüberdachung ist die verbreitetste Form von Glasdachkonstruktionen - nicht ohne Grund: Im Gegensatz zur freistehenden Konstruktion sind bei dieser Variante nur Stützpfeiler auf einer Längsseite erforderlich, die Materialkosten sinken somit. Die Dachform ist übrigens an jedes Haus anpassbar. Oft werden Terrassendächer als Pultdächer ausgeführt.

Glasdach mit Seitenwänden

Teurer in der Anschaffung, aber eine Top-Lösung: Zusätzliche Seitenwände, z. B. Glasschiebetüren oder Faltwände, verstärken den Wind- und Wetterschutz und bieten Schutz für Gartenmöbel. Sie fallen mit Preisen von rund 1.000 Euro für Maße von etwa 3 x 2 Metern verhältnismäßig teuer aus. Glasschiebetüren mit einer Gesamtlänge von 2,50 Meter kosten ab 800 Euro.

An die Beschattung denken!

Bei aller Liebe zu Licht und Sonne sollten Sie dennoch nicht auf eine ausreichende Beschattung vergessen. Mit einer passenden Terrassenmarkise, z. B. einer Unterglasmarkise,ist man vor allzu viel Sonneneinstrahlung geschützt und erhält ein angenehmes Raumklima unter den Glasflächen. Praktisch: Die Markisen gibt es in motorbetriebenen Ausführungen. Möglich sind Rohrmotor, Funkmotor oder auch der manuelle Kurbelantrieb.

Ist eine Glasüberdachung genehmigungspflichtig?

Terrassenüberdachungen gelten als Anbau und sind ab einer Größe über 30 Kubikmeter Umbauungsraum in den meisten österreichischen Bundesländern genehmigungspflichtig. Besonders wichtig ist es, im Vorfeld die statischen Gegebenheiten abzuklären, damit es zu keinen Problemen mit dem Bauantrag kommt. Das Mauerwerk, an welches die Terrassenüberdachung angebracht werden soll, muss entsprechend tragfähig sein. Als Bauherr sollten Sie unbedingt erfragen, welche Vorschrift an Ihrem Wohnort gilt. Auf der Website Ihrer Gemeinde finden Sie die dafür zuständige Stelle.

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Lichtdurchlässiger Eingangsbereich

Der größte Vorteil eines Glasdachs im Eingangsbereich ist seine Lichtdurchlässigkeit bei gleichzeitigem Schutz vor Niederschlag und Wind. Und auch optisch dient es mit seinen vielfältigen Ausführungsmöglichkeiten als Zierde für den Hauseingang. Ein Vordach aus Glas lässt sich beispielsweise als Pultdach, Runddach oder Zeltdach realisieren. Mit einem gläsernen Seitenteil kann man sich zusätzlich vor Wind und Regen schützen und seine Gäste im Trockenen empfangen.

Echtglas oder Kunststoffglas?

Die Konstruktion eines Glas-Vordachs besteht meistens aus Edelstahl. Beim Glas selbst unterscheidet man zwischen Echtglas und Kunststoffglas, wobei unterschiedliche Glasarten infrage kommen: vom Acrylglas über Polycarbonatglas bis hin zum aus Flachglas bestehenden Verbundsicherheitsglas. Welche Glasart letztendlich ausgewählt wird, bestimmen Sicherheit, Lichtdurchlässigkeit und Pflege:

Sicherheit: Geht es um Glas, spielt die Bruchsicherheit eine wesentliche Rolle. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) und Acrylglas sind sehr sicher, bei Teilvorgespanntem Glas, das nicht zu VSG verarbeitet wurde, besteht im Bruchfall eine höhere Verletzungsgefahr.

Lichtdurchlässigkeit: Polycarbonatglas punktet zwar im Hinblick auf die Kosten gegenüber Echtglas, hat aber zwei große Nachteile: Es ist weniger lichtdurchlässig (85 Prozent) und es wird mit der Zeit matt. Noch lichtdurchlässiger als Echtglas ist Acrylglas, allerdings kann es gelbstichig werden und es lässt sich nicht so gutreinigen.

So wird das Glasdach wieder sauber

Je nach Standort und Verschmutzungsgrad können die Glasflächen mit klarem Wasser oder handelsüblichen Glasreiniger ohne abrasive Inhaltsstoffe gereinigt werden. Die Edelstahlanteile können bei hartnäckiger Verschmutzung mit handelsüblichen Chrom-Reinigungsmitteln gereinigt werden. Bei einer regelmäßigen Reinigung alle 3-6 Monate werden starke Verschutzungen und eine folglich notwendige Grundreinigung mit Spezialmitteln vermieden. Beim Reinigen ist Vorsicht geboten: Glasscheiben dürfen beim Reinigen nicht betreten werden!

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Datum: 24.02.2020
Kompetenz: Fenster und Glas