Innen- oder Außendämmung - Wo dämmen Sie richtig

Dämmen hilft Kosten sparen. Doch welche Dämmung ist die effektivere? Wenn keine Außendämmung möglich ist, wird von innen gedämmt. Zu Buche schlagen dabei Details, wie das Versetzen der Steckdosen, Schalter und Fensterbänke sowie das Ausbessern und Dämmen der Fensterlaibungen.

Die Innendämmung wird oft als preisgünstige und leicht herzustellende Alternative zur Außendämmung gepriesen. Zwar ist die Außendämmung kostenintensiver, was aber nicht zuletzt daran liegt, dass sie meist im Zuge größerer Projekte wie Mauerwerksanierung, neuer Putz oder Bauelemente-Tausch realisiert wird. Bei einer nachträglichen Dämmung von Kellerräumen zum Beispiel ist natürlich eine Innendämmung günstiger.

Außendämmung bevorzugt

Bei der Innendämmung bleibt die Fassade erhalten, es ist ein schnelleres Aufheizen möglich und die Anbringung ist witterungsunabhängig. Die Dämmstoffdicke ist meist begrenzt, die Wohnfläche wird reduziert, Wärmebrücken sind praktisch unvermeidlich und man hat eine reduzierte Wärmespeicherfähigkeit. Generell ist eine Außendämmung der Innendämmung vorzuziehen, es gibt dafür nur wenige Ausnahmen:

  • wenn die Fassade erhalten werden muss (Denkmalschutz)
  • wenn die Außendämmung technisch nicht möglich ist (Grundstücksgrenzen)
  • wenn das Gebäude schnell erwärmt werden soll (Wochenendhaus).

Mittels Thermographie kann man Lecks und Schwachstellen entdecken.

Fakten zur Dämmwirkung

Die Dämmwirkung hängt ganz generell nicht von der Dämmstärke ab, sondern vom Material. Es gibt Dämmstoffe die bei 2 cm Dicke Werte einer 20 cm Glaswolldämmung erreichen. Dämmstoffdicken (ab 10 cm) sind im Innenbereich aus Platzgründen oft nicht realisierbar. Vorsicht ist auch bei Außenwänden mit Wasserleitungen geboten. Hier ist es schon vorgekommen, dass Leitungen nach dem Aufbringen einer Innendämmung zugefroren sind. Die Außendämmung liegt als Dämmschicht über allen Schwachstellen und deckt die Wärmebrücken zu. Das können Sie mit der Innendämmung nur unzureichend bewerkstelligen!


AutorIn:

Datum: 30.03.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Dämmung

ULTIMATE von ISOVER kombiniert die Vorteile von Glas- und Steinwolle auf einzigartige Weise: Dieser Dämmstoff bietet höchsten Brandschutz, Schallschutz und effiziente Wärmedämmung – und ist dabei viel leichter als klassische Steinwolle-Produkte. Damit ist ULTIMATE von ISOVER besonders gut geeignet für alle Arbeiten auf und unter dem Dach.

Ein mineralischer Kalkputz, der zugleich als Dämmung fungiert und einen zwei- bis dreifach besseren Wert als herkömmliche Wärmedämmputze erreicht? Eine Produktneuheit verspricht jetzt genau das.

Die TWD unterscheidet sich von anderen, herkömmlichen Dämmungen unter anderem durch einen wichtigen Faktor: Ihre Lichtdurchlässigkeit. Alles zu Bau, Vor- und Nachteilen erfahren Sie hier.

Jahrzehntelang wurden Dämmstoffe erfunden und weiter entwickelt. Ein neuer Trend setzt sich seit geraumer Zeit auf den heimischen Baustellen immer mehr durch: Die ökologischen Dämmstoffe.

Gut gedämmte und damit energieeffiziente Gebäude schonen die Umwelt und im Idealfall auch unsere Geldbörse – sollte man meinen. Gerade die hoch gepriesenen Wärmedämmverbundsysteme haben aber auch Nachteile.

Ökologische Dämmstoffe boomen. Nicht zuletzt aufgrund der schlechten Energiebilanz von Styropor & Co sowie das ungelöste Recyclingproblem. Eine interessante Möglichkeit: Dämmen mit alten Jutesäcken.

Hanf – zu Unrecht ist diese Pflanze durch Missbrauch in Verruf geraten. Jetzt erlebt Sie eine 2. Jugend. Die Vorteile dieser Pflanze zur Dämmung werden im Öko-Line Dämmsystem genutzt. Hanf dämmt grüner und ist die ökologische Alternative für die Fassade.

Frei zugängliche Rohre für Heizung und Warmwasser müssen gedämmt sein. Das ist nicht nur Gesetz, es trägt auch in großem Maße dazu bei, Energie und somit bares Geld zu sparen. Machen Sie bald einen Kontrollgang durch Ihren Keller.