Vier Milliarden: Rekord am Immo-Investmentmarkt

Der Gewerbeimmobilienmarkt gibt weiter Gas. Die großen Transaktionen des Jahres befeuern die Rekordjagd, wie unter anderem CBRE mitteilt. Mit Ende September konnte bereits das alte Spitzenergebnis aus dem Jahr 2015 eingestellt werden. Bis zum Stichtag waren vier Milliarden Euro investiert.

CBRE © CBRE

Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich.

Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich, sieht die Latte sehr hoch liegen. „2017 ist ein absolutes Rekordjahr. In keinem anderen Jahr wurde bisher – so lange es Aufzeichnungen gibt – so viel investiert. Bis zum Jahresende gehen wir von einem Transaktionsvolumen von rund 4,5 Milliarden aus." Selber ist der Dienstleister bis dato bei Transaktionen im Wert von rund einer Milliarde mit dabei gewesen, so unter anderem beim Mega-Deal der Signa rund um den Austria Campus, der allein mit rund 500 Millionen Euro in die vorläufige Jahresbilanz einzubuchen ist.

"Think Big" lautete auch sonst das Motto, etwa beim Verkauf von The Icon Vienna und dem DC Tower. Fichtinger dazu mit Blick in die Zahlenkiste: „Großvolumige Transaktionen von mehr als 100 Millionen Euro sind 2017 im Trend. In den ersten drei Quartalen des Jahres wurden bereits zehn Deals in dieser Größenordnung getätigt, fünf davon alleine im dritten Quartal.“

Büro bleibt im Dauerhoch, Deutsche als Hauptinvestoren

Als stärkste Assetklasse des laufenden Jahr hat sich mit einem Anteil von 64 Prozent der Bürosektor herauskristallisiert. Im dritten Quartal entfielen fast drei Viertel aller Investments auf den ausgewiesen Wachstumsmarkt. Größtes Interesse hätten laut CBRE die deutsche Investorenklientel gezeigt. Knapp 60 Prozent des Investmentvolumens kam in den ersten neun Monaten aus dem Nachbarland. Der Anteil der restlichen internationalen Investoren ist im zweiten Halbjahr größer geworden: Fast 20 Prozent des Gesamtvoluemens gingen seit dem Monat Juli auf deren Konto.

Bei den Renditen ist über den Sommer hinweg ein leichter Knick gegenüber dem zweiten Quartal zu verzeichnen gewesen. Bei Büroimmobilien lag sie den CBRE-Zahlen zufolge per Ende September bei rund 3,90 Prozent. Für Retail-Immobilien weist das Unternehmen zwischen 3,30 Prozent in den Einkaufsstraßen und rund 5,60 Prozent in Fachmarktzentren aus.


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Datum: 11.10.2017

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