Investieren in Immobilien: Die besten Tipps

Autor und "Investmentpunk" Gerald Hörhan und andere hochrangige Experten gaben beim Immo-Event Vienna 2012 praxisnahe Tipps zum Immobilien-Investment und Zukunftstrends rund um den Immobilienmarkt.

Der Kauf einer Neubauwohnung käme für Gerhard Hörhan, Investmentbanker, Vorstand der Pallas Capital Holding und Autor der Bücher "Der Investmentpunk" und "Gegengift", überhaupt nicht in Frage. "Neubauwohnungen sind ein schlechtes Geschäft. Gebrauchte Wohnungen sind um 40 Prozent billiger als Neue, die bereits nach zehn Jahren als gebraucht gelten. Ein neues Auto würde ich mir auch nicht kaufen." Hörhan investiert auch nur in Immobilien, "wenn es dort langfristig Jobs gibt und wenn die Rendite über fünf Prozent liegt." In seiner Firma herrscht außerdem die Devise: "Leerstände verboten". Auch Handwerkern schaut er auf die Finger: "Wenn man nicht dahinter ist, wird man betrogen". Hörhans Tipp: "Günstig kaufen, gut verwalten".

Trend: Barrierefreies Wohnen

Beim Immo-Event Vienna 2012 des Grazer Familienunternehmen Schantl ITH Immobilientreuhand gaben Immobilienexperten praxisnahe Tipps und Zukunftstrends rund um den Immobilienmarkt. So wird etwa Barrierefreies Wohnen stark an Nachfrage und Wertigkeit gewinnen, sagte Stefan B. Szalachy, Geschäftsführer der Autum Seniorenwohnberatung. Für 2050 wird eine Verdreifachung auf über eine Million Menschen der über 80-Jährigen in Österreich prognostiziert. "Eine Barrierefreie Wohnung wird im Wert in Zukunft steigen, denn auch die Nachfrage ist im Steigen“, so Szalachy.

Bis 2050 wird in Wien ein Zuwachs von rund 400.000 Menschen erwartet. Georg Aichelburg-Rumerskirch, Leiter des Bereichs Immobilien bei der Wiener Privatbank zeigte anhand dieser demografischen Situation, dass am Wohnungsmarkt vor allem in Ballungszentren wie Wien und Graz noch viel Potenzial vorhanden ist. Investieren in Sachwerte hat Bestand in Krisenzeiten: "Immobilien sind inflationsmäßig gut abgesichert", so Aichelburg-Rumerskirch.

Protokolle der Eigentümerversammlung einsehen

Rechtsanwalt Daniel Richter von der Kanzlei Dorda Brugger Jordis gab Tipps zur Vermeidung von Risiken beim Immobilienkauf: "Grundbuch, Wohnungseigentumsvertrag und Protokolle der Eigentümerversammlung einsehen sowie Betriebskosten und Rücklage prüfen. Falls die Wohnung vermietet ist, stellt sich die Frage 'Kann ich mich auf den Mietzins verlassen, gilt das MRG?' Natürlich muss auch der Mietvertrag und etwaige Mietzinsrückstande überprüft sowie die Renditeerwartung berechnet werden.

Unternehmerin Maria Schantl: "Der Immo-Event Vienna war für uns ein voller Erfolg, im Fokus standen Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Netzwerken."


Autor:

Datum: 18.10.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Wie Branchenmedien berichten, sollen die Büroflächen im Millennium Tower den Besitzer gewechselt haben. Als Käufer wird die deutsche Art-Invest Real Estate genannt, die damit erstmals in Österreich investiert. Finanzielle Details werden nicht kommuniziert.

Der oberösterreichische Betonfertigteilproduzent hat die Mehrheit des steirischen Fertigkellerbauers übernommen. Der Deal muss noch von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet werden, über den Kaufpreis der Kammel GmbH wurde beiderseits Stilschweigen vereinbart.

Die Crowdinvesting-Plattform Rendity legt ihr siebentes Immobilienprojekt des Jahres 2017 auf. Investiert werden kann in einen teamneunzehn-Neubau. Das Finanzierungsvolumen beziffert Rendity mit 600.000 Euro; Laufzeit 36 Monate, Rendite 6,5 Prozent.

Fast keine Woche ohne Signa-Deal in den Medien: Der Real Estate-Konzerns meldet die Übernahme von „fünf Trophy Assets“ in Deutschland: mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die beim westlichen Nachbarn bis dato größte Immobilientransaktion 2017.

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.