Qualität braucht mindestens eine Fachkraft pro Partie

Die ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme und die Güteschutzgemeinschaft WDVS weisen auf die Gültigkeit der Leistungsbeschreibung Hochbau für die Verarbeitung von Wärmedämmverbundsystemen hin und klären nun Unsicherheiten auf.

Für die Verarbeitung von Wärmedämmverbundsystemen ist gemäß der "Leistungsbeschreibung Hochbau" der Einsatz von entsprechend qualifiziertem Personal vorzusehen. Dazu wurde bereits vielfach diskutiert, welche und wie viele Personen dies auf der Baustelle, in einer Partie betrifft. Die Autoren der Leistungsbeschreibung stellen nun klar: In der Praxis wird mit einem qualifizierten Arbeiter je Partie (maximal drei bis vier Mann) das Auskommen möglich sein – dies liege im Ermessensspielraum des Auftraggebers.

Bauen bedarf Qualität

Bei der ARGE ist man jedenfalls sicher: "Bauen, das auf Qualität, Ökologie und Langlebigkeit ausgerichtet ist, bedarf der Einhaltung grundlegender Kriterien. Die Investition in die Qualität des Wärmedämmverbundsystems und dessen entsprechende Verarbeitung ist Basis für dessen Sicherheit und Langlebigkeit. Um parallel dazu die Kaufkraft in Österreich zu erhalten, sind Qualitätsziele unabdingbar und rigoros umzusetzen." Beispielgebend für die gesamte Baubranche engagieren sich deshalb ARGE und die Güterschutzgemeinschaft WDVS vor Beginn der Bausaison für die Ausbildung und eine Qualifizierung von Verarbeitern.

Denn der gültige Qualifikationsnachweis kann nur durch eine erfolgreicheTeilnahme an einer einschlägigen Schulung an einer zertifizierten Einrichtung, zum Beispiel den österreichischen Bauakademien, erreicht werden. Lehrinhalte sind unter anderen die Grundlagen der spezifischen bauphysikalischen und bauchemischen Vorgänge oder der Aufbau eines WDVS und die Funktion der einzelnen Systemkomponenten.


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Datum: 02.02.2016

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