architect@work 2018: Zeitgeistige Kontaktbörse

Das international tourende Messekonzept gastierte bereits zum dritten Mal in Wien. Wohnnet Business tauchte in das in Architektenschwarz gehaltene Setting ab und fing zahlreiche Stimmen ein. Fazit: Das Networking-Event überrascht – und überzeugt.

Innovatoren aus der Bau-, Wohn-, Technologie - und Einrichtungsecke mit Planern zu verbinden: die Idee ist so neu nicht. Was die architect@work von anderen B2B-Veranstaltungen unterscheidet, ist ihr hoher Anspruch an Aussteller. Wer in einer der durchgesignten Kojen auf Kundenfang gehen will, darf, so die Order der Initiatoren, ausschließlich mit exklusiven Innovationen auftreten. Dafür werden allen - großen wie kleinen Playern –die gleichen Rahmenbedingungen zuteil. Wenn man so will ein demokratisch-durchkomponiertes Design, das die Welt der Architekten anspricht und sie gleichzeitig ins Boot holt: Ein Gremium, das die Besucherklientel widerspiegelt, durfte zudem erneut mitbestimmen wer in den Kreis der Innovatoren vor Ort aufgenommen wird. Ziel war und ist eine auf interdisziplinäre wie integrale Leistungsschau – am Puls der Zeit

Aussteller- und Besucherplus

Dass sich diese keineswegs graue Messetheorie auch in der österreichischen Praxis bewährt, wurde nach 2016 bei der dritten Auflage in der Wiener Stadthalle mehr als nur augenscheinlich. 176 Aussteller standen den knapp 3.000 Besucher zwei lange Nachmittage Rede und Antwort. Damit konnte sowohl die Zahl der Innovatoren als auch der Besucher aus dem Architektur-, Innenarchitektur-, Fachplanungs- und Ingenieursfach im Vergleich zur Auflage aus 2016 um satte 10 Prozent gesteigert werden.

Sonderschau: Textile Architektur zum Angreifen

Zu den Besuchermagneten zählte auch die Vortragsreihe mit großen österreichischen Architekturnamen wie Marlies Breuss von Holodeck Architects, Martin Haller von Caramel, Alexander Brenner, Gerd Erhartt von Querkraft und Matthias Raiger von gerner°gerner plus. Die Sonderschau „TEXTIL.ARCHITEKTUR“ von raumPROBE und die World Architects-Ausstellung rundeten das Rahmenprogramm ab.

Kunde erwischt Klientel – und umgekehrt

Dass Netzwerk-Treffen zu sehr konkreten Verkaufsdeals führen, wurde in vielen Einzelgesprächen schnell klar (mehr dazu in der Aussteller-Galerie). Besonders die Qualität vieler Erstkontakte und ganz konkrete Fragestellungen würden diese Kontaktbörse von vielen anderen unterscheiden, wie unisono durchklang. Viele wollen sich schon für die nächste Auflage bewerben. Das nächste Mal macht die 2architect@work“ 2020 in Wien Station. Bis dahin sind wieder Ausstellungen in 26 Städten  in 15 verschiedenen Ländern am Messekalender.


Impressionen zur architect@work 2018 in der Wiener Stadthalle


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Datum: 18.10.2018

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