Standby Energieverbrauch - Stille Stromfresser

Viele Geräte im Haushalt verbrauchen unnötig Strom. Lesen Sie hier, wie Sie diesen Energieverbrauch reduzieren können, und wie sich der Verbrauch Ihrer Geräte überprüfen lässt.

In jedem Haushalt gibt es Dutzende Geräte, die - auch wenn sie nicht verwendet werden – Strom verbrauchen. Angefangen beim Fernseher, der im Stand-By-Modus die Stromrechnung mit bis zu 30 Euro im Jahr belasten kann, über den PC inkl. Monitor hin zur Stereoanlage. Auch die Kaffeemaschine, der Sat-Tuner oder Radiowecker können die Energiebilanz belasten.

Bis zu 100 Euro im Jahr kann dieser relativ unnötige Verbrauch betragen, wobei ältere Geräte im Stand-By-Modus mehr Strom verbrauchen als moderne.

Weiters haben Warentester festgestellt, dass einige Geräte auch dann weiterhin Strom konsumieren, wenn selbst der Stand-By-Betrieb ausgeschaltet wurde. Wenig – aber doch.

Der Benutzer hat in diesem Fall die Möglichkeit, entweder die Stecker selbst vom Stromnetz zu trennen, oder die Geräte an eine Steckerleiste anzuschließen, die komplett ausgeschaltet werden kann (Master-Slave-Funktion). Wichtig ist dabei zu überprüfen, ob die Geräte auch störungsfrei funktionieren können (z.B. wegen Datums- oder Uhrzeitspeicher) wenn sie länger vom Stromnetz getrennt werden.

Strommessgeräte für den Haushalt
Eine Möglichkeit den individuellen Stromverbrauch der Geräte im eigenen Haushalt zu überprüfen, geben Strommessgeräte. Diese werden meist zwischen das Gerät und die Steckdose geschaltet, und ermitteln so den Energieverbrauch.

Kürzlich durchgeführte Testserien (sowohl von der österreichischen Verbraucherzeitung „Konsument“ als auch von der deutschen Stiftung Warentest) lassen jedoch aufhorchen: Von zahlreichen getesteten Geräten mit einem Preis zwischen 8 und 50 Euro, konnten nur die wenigsten überzeugen.

Sicherheitsmängel
Geräte wie das Conrad Basetech oder das No-Energy NZR (das teuerste im Test) hielten der vorgeschriebenen Maximalbelastung nicht stand, die Leitungen erhitzen sich bis zur Verformung des Außengehäuses. Trotz genauer Messleistung muss vor diesen Geräten gewarnt werden.

In beiden Tests den Sieg davontragen konnte der Conrad Voltcraft Energy Monitor 3000. Genaue Messwerte auch im – für die Stand-By-Messung besonders wichtigen – Bereich bis 3 Watt, und die Erfüllung aller Sicherheitsbestimmungen.


Autor:

Datum: 21.09.2011

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Strom sparen

Um Energiekosten zu sparen lohnt sich in vielen Fällen ein Wechsel des Anbieters. Gerade jetzt locken zahlreiche Energielieferanten mit attraktiven Angeboten für Neukunden. Wer flexibel bleibt kann viel Geld sparen.

Verschiedene Bauweisen und das verwendete Material führen zu unterschiedlichen Energiekosten. Damit Bauherren beim Neubau auch die Kosten, die in der Zukunft entstehen, berechnen können, hat Wienerberger nun mit der TU-Wien einen Konfigurator entwickelt.

Damit beim Duschen nicht über die Stränge geschlagen, und unnötig viel Wasser verbraucht wird, warnt ein spezieller Wassersparstein vor Verschwendung. Die Wasser-Ampel zeigt an, wann es Zeit ist, die Dusche zu verlassen.

Die Blower-Door-Messung hat den Zweck, eine Raum- oder Gebäudehülle auf ihre "Luftdichtheit" zwischen Innenraum und Außenluft hin zu prüfen. Das Ziel ist, dem Bewohner optimalen Schutz gegen äußere Witterungen zu bieten.

Denn zukünftig wird nicht mehr nur der Heizwärmebedarf bewertet, sondern eine Energiebilanz des gesamten Gebäudes aufgestellt, von der Heizungstechnik, über die Warmwasserbereitung, bis zur Gebäudehülle.

Beim Verbrauch von Standby-Geräten gibt die Summe den Ausschlag. Das einzelne Gerät fällt kaum ins Gewicht. Messungen haben ergeben, dass zur Erzeugung der elektrischen Energie für „Standby“ in Österreich, pro Jahr, ein halbes Donaukraftwerk benötigt wird.

Schutz zu jeder Jahreszeit: Von Sonnenschutz-Systemen wird heute mehr verlangt. Als Rundum-Talent punktet insbesondere der Rollladen mit seinen zahlreichen schützenden Eigenschaften.

Energiesparlampen verbreiten ein wohnliches, blendfreies Licht und sind von hoher Wirtschaftlichkeit. Die neuesten Generationen wie z.B. die SOFTONE 6Y von Philips haben die gleiche Größe wie herkömmliche Glühlampen und sind somit fast universell einsetzbar.

Auch wenn Ihre Waschmaschine nicht voll ist, verbraucht sie annähernd gleich viel Strom wie bei voller Auslastung. Zwei Mal halbvoll gewaschen bedeutet also doppelte Energiekosten. 10% Mehrverbrauch ersparen Sie sich, wenn sie auf eine Vorwäsche verzichten.