Stromfresser © Shutterstock

Stand-by-Geräte: Stille Stromfresser

Viele Geräte im Haushalt verbrauchen unnötig Strom. Lesen Sie hier, wie Sie diesen Energieverbrauch reduzieren können und wie sich der Verbrauch Ihrer Geräte überprüfen lässt.

In jedem Haushalt gibt es Dutzende Geräte, die - auch wenn sie nicht verwendet werden – Strom verbrauchen. Angefangen beim Fernseher, der im Stand-by-Modus die Stromrechnung mit bis zu 30 Euro im Jahr belasten kann, über den PC bis hin zum WLAN-Router. Auch die Kaffeemaschine, der Sat-Tuner oder Radiowecker können die Energiebilanz belasten.

Wie viel Stand-by kostet

Der relativ unnötige Verbrauch kann Ihre Haushaltskasse mit bis zu 100 Euro im Jahr zusätzlich belasten, wobei ältere Geräte im Stand-by-Modus mehr Strom verbrauchen als moderne. Weiters haben Warentester festgestellt, dass einige Geräte selbst dann Strom konsumieren, wenn der Stand-by-Betrieb ausgeschaltet wurde. Zwar nur wenig – aber doch. Der Benutzer hat in diesem Fall die Möglichkeit, entweder die Stecker selbst vom Stromnetz zu trennen oder die Geräte an eine Steckerleiste anzuschließen, die komplett ausgeschaltet werden kann (Master-Slave-Funktion). Wichtig ist dabei zu überprüfen, ob die Geräte auch störungsfrei funktionieren(z.B. wegen Datums- oder Uhrzeitspeicher), wenn sie länger vom Stromnetz getrennt werden.

 

So decken Sie Stromfresser auf!

Ob im Haushalt Geräte stehen, die das Budget unnötig belasten und Strom verschwenden, lässt sich ganz einfach prüfen - und zwar am besten in der Urlaubszeit. Notieren Sie einfach kurz vor und nach der Reise den Zählerstand. Liegt der Dauerstromverbrauch während der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag, lohnt es sich zu handeln. Eine Möglichkeit den individuellen Stromverbrauch der Geräte im eigenen Haushalt zu überprüfen, geben Strommessgeräte. Diese werden meist zwischen das Gerät und die Steckdose geschaltet und ermitteln so den Energieverbrauch.

Top-Tipps zum Strom sparen

- Abends den Fernseher am Hauptschalter abdrehen.
 
 
- Vor dem Urlaub alle Geräte vom Netz nehmen.
 
- Ladegeräte immer vom Netz trennen - diese verbrauchen auch dann Strom, wenn nicht aufgeladen wird.
 
- Die Herdplatte nach der Topfgröße wählen.
 
- Mit dem Wasserkocher erhitzt man Wasser nicht nur schneller sondern auch energiesparender als auf der elektrischen Herdplatte.
 
- Durch das Öffnen des aufgeheizten Backrohrs entweichen rd. 20 % der bereits investierten Wärme. Überlegen Sie daher, wie oft Sie das Backrohr öffnen müssen.
  1. Schließen Sie Geräte, die keinen Ausschaltknopf für den Standby-Modus haben, an eine Steckdosenleiste mit Schalter an.
  2. Nehmen Sie vor dem Urlaub alle Geräte vom Netz. Denken Sie dabei auch an den Warmwasserspeicher bzw. Boiler - er benötigt besonders viel Energie! (Denken Sie aber auch daran, bei Wiederinbetriebnahme zunächst etwa zehn Liter aus jedem Wasserhahn ablaufen lassen - Legionellen können sich in stehendem, unbeheiztem Wasser gut vermehren!)
  3. Vermeiden Sie eine dicke Eisschicht im Tiefkühlfach Ihres Kühlschranks. Eisbildung sorgt für einen bis zu 15 Prozent höheren Stromverbrauch. So klappt das Abtauen!
  4. Drehen Sie abends den Fernseher am Hauptschalter ab.
  5. Trennen Sie Ladegeräte immer vom Netz - sie verbrauchen auch dann Strom, wenn nicht aufgeladen wird. Außerdem besteht Brandgefahr!
  6. Achten Sie beim Kauf neuer Geräte darauf, dass sie sich komplett vom Stromnetz trennen lassen.

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Archivmeldung: 21.09.2011
Kompetenz: Energie

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