© Vivint Solar/unsplash.com

Photovoltaik

Photovoltaikanlagen setzen sich durch

Ist eine Photovoltaikanlage sinnvoll?

Photovoltaikanlagen sind im österreichischen Stadtbild inzwischen unverkennbar. Sie sind ein Gesicht des frühen 21. Jahrhunderts und werden immer mehr wie die ominösen „selbstfahrenden Kutschen“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Photovoltaikanlagen sind ein Resultat der grünen Energiewende und bieten dem Bewohner die Möglichkeit der Eigenversorgung. Der Besitzer avanciert mit ihnen vom bloßen Verbraucher zum „Prosumer“ und damit zu einer Person, die Produzent und Konsument in einem ist. Sinnvoll sind die umweltfreundlichen Anlagen auf den Dächern bereits dadurch, dass sie die stets verfügbare Sonnenenergie anzapfen, sodass die immer knapper werdenden globalen Rohstoffe geschont werden und der Energiegewinn emissionsneutral gelingt.

Was ist eigentlich Photovoltaik (PV)?

Photovoltaikanlagen bestehen aus Solarmodulen und werden in der Regel an Hausdächern angebracht. Anders als Solarthermieanlagen wird die Sonnenenergie nicht in Wärme umgewandelt, sondern über Wechselrichter direkt in elektrischen Strom. Das gestaltet die Nutzung der Anlagen flexibler, denn der Strom kann vielfältiger genutzt werden. Eine Solarthermieanlage bietet sich hingegen nur zum eng begrenzten Eigenverbrauch an, um die Wärme für die Heizung und die hauseigene Warmwasseraufbereitung zu gebrauchen. Vor der Installation haben Kunden die Möglichkeit, sich Kosten und Gewinne über einen Stromrechner digital ausrechnen zu lassen. Eine solche Option bietet unter anderem das Stromzentrum an.

Vor- und Nachteile von Photovoltaikanlagen

Dem umweltfreundlichen Stromerzeuger gehört die Zukunft, da sind sich nahezu alle Experten einig. Denn die Umstellung der Energiegewinnung auf regenerative Quellen und die Vermeidung von Emissionen zur Eindämmung des Treibhauseffekts gehören zu den drängendsten Aufgaben der heutigen Generationen. Da passen Photovoltaikanlagen ähnlich wie Windräder und Wasserkraftautos einfach ins Bild und Nutzer können auf staatliche Subventionen hoffen. Die selbstständige Energiegewinnung macht Besitzer zudem unabhängiger von ihrem Stromversorger und schützt sie vor drastischen Preiserhöhungen. Der Autarkiegrad wird erhöht und Photovoltaikanlagen lassen sich sogar als Wertanlage nutzen. Die Anbringung erhöht den Immobilienwert.

Der Einbau erfordert allerdings eine fachgerechte Beratung, ist nicht ganz billig und für die Installation müssen in der Regel Dienstleister beauftragt werden. Die Module lassen mit der Zeit an Leistung nach und auch die Wechselrichter können verschleißen. Zu bedenken ist außerdem der schwankende Ertrag, da die Sonneneinstrahlung bekanntlich mal mehr und mal weniger intensiv ist.

Ist eine Photovoltaikanlage lohnenswert?

Photovoltaikanlagen rechnen sich mit zunehmender Nutzungsdauer. Experten geben als Faustregel aus, dass sich die Investition nach etwa 20 Jahren amortisiert hat. Zugute kommt den Nutzern dabei die Zukunftsfähigkeit der Investition, die für lange Zeiträume mit offenem Ende gedacht ist und somit kaum einem Finanzierungsrisiko unterliegt.

Voraussetzungen für eine sinnvolle Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen sind am effizientesten, wenn die Sonnenstrahlen direkt, das heißt mit einem Neigungswinkel von 90°, auf die Solarmodule treffen. Je näher sich der Standort am Äquator befindet, desto höher ist der Sonnenstand. Deshalb werden im Norden steilere und im Süden flachere Dachneigungen für einen hohen Effizienzgrad benötigt. In Österreich liegt der optimale Neigungswinkel der Photovoltaikanlagen bei rund 30°. Neigungswinkel unter 25° oder über 60° können hingegen die Ausschöpfungsrate auf über 10 % herabsetzen. Angestrebt wird eine Südausrichtung der Dächer. Kriterien für den Nutzen der Anlage sind zudem die Dachgröße, die Tragfähigkeit des Daches und die Berücksichtigung einer möglichen Verschattung.

Photovoltaikanlage kaufen oder mieten – Was ist besser?

Die Mietoption kommt immer dann infrage, wenn die Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage nicht ohne Weiteres gestemmt werden können. Dennoch sollte grundsätzlich der Kauf der PV-Anlage angestrebt werden, denn bereits bei einer 20-jährigen Laufzeit können sich die Gesamtkosten beim Mietmodell um den Faktor zwei bis drei im Vergleich zur Kaufoption erhöhen. Mieter müssen nämlich nicht nur die Mietkosten tragen, sondern auch die Kosten für Versicherungen, Wartung, Reparatur und Finanzierung. Dafür können sich Mieter für ein Modell entscheiden, bei dem der Anbieter Pflege und Wartung übernimmt.

AutorIn:
Datum: 02.07.2021

Inspiration & Information abonnieren - mit dem wohnnet Newsletter