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Rechtstipps

Tipps zur Privatvermietung von Immobilien

Worauf man achten sollte bei einer privaten Vermietung einer Immobilie

Eine Immobilie privat zu vermieten bedeutet, diese ohne das Hinzuziehen eines Maklers an eine andere Person zu vermieten. Denn schließlich werden auch für eine unvermietete Immobilie Finanzierungsraten oder Nebenkosten fällig, die irgendwie bezahlt werden müssen. Doch worauf sollten Vermieter achten, wenn diese eine Immobilie privat vermieten? Diese Frage möchten wir Ihnen unter anderem in diesem Beitrag verraten.

Was ist die Zielgruppe bei einer Immobilienvermietung

Wenn ein Mieter auf der Suche nach einer Immobilie ist, die privat vermietet wird, dann vor allem deshalb, um sich die Kosten für die Einschaltung eines Maklers zu sparen. Die Gründe hierfür können sich stark unterscheiden, so suchen Paare häufig ebenfalls eine neue Immobilie, wie auch Paare, die sich regional umorientieren möchten.

Welche Zielgruppe mit einer Immobilie genau angesprochen wird, ist unter anderem von der Lage abhängig sowie auch von dem Grundriss. Aus diesem Grund hat es sich im Rahmen von Privatverkäufen vielfach bewährt, der Vermittlungsanzeige eine Skizze beizufügen, auf der die Raumaufteilung ersichtlich ist. Auf diese Weise können sich potenzielle Mieter bereits im Vorfeld der Kontaktaufnahme davon überzeugen, ob die Immobilie den eigenen Erwartungen entspricht.

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Welche Kosten entstehen bei einer Vermietung?

Bei der privaten Vermietung einer Immobilie berechnen sich die Mietkosten anhand der Quadratmeterzahl, wofür man sich an dem regionalen Mietspiegel orientieren sollte. Zudem müssen in dem Mietvertrag auch die Nebenkosten vereinbart werden, die ebenfalls als Einnahme gelten. Aus diesem Grund sollten in einem Mietvertrag neben der Kaltmiete immer auch die anfallenden Betriebskosten aufgeführt werden. Darüber hinaus können Vermieter auch einen großen Teil der Kosten, zum Beispiel für Frischwasser, Müllabfuhr, Grundsteuer oder Straßenreinigung auf den Mieter umlegen. Vermieter, die ihre Immobilien online unter objego.de verwalten, sparen sich auf diese Weise sowohl Zeit, Geld und die Nerven. Denn dort können Vermieter sämtliche Immobilien in dem eigenen Portfolio ganz unkompliziert verwalten und auch Nebenkostenabrechnungen lassen sich auf diese Weise mit wenigen Klicks erstellen.

Kosten für die Steuer

Im Rahmen der Steuererklärung müssen private Vermieter sämtliche Einnahmen angeben, die durch die Vermietung der eigenen Immobilien erzielt werden. Hierfür müssen diese bei der Einkommensteuererklärung die Anlage V ausfüllen, wo auch Werbungskosten angegeben werden können. Zu diesem Zweck müssen in dem Jahr zuvor sämtliche Belege und Unterlagen aufbewahrt werden, die in diesem Zeitraum angefallen sind. Sofern eine Hausverwaltung mit der Verwaltung einer Immobilie beauftragt wurde, können diese Kosten ebenso abgesetzt werden wie die Kosten für einen Steuerberater.

Worauf muss man als Vermieter noch achten?

Vermieter, die eine Immobilie privat vermieten, sollten unbedingt darauf achten, dass der Mietvertrag alle relevanten Klauseln enthält und rechtssicher erstellt wurde. So muss unter anderem die Wohnfläche korrekt angegeben werden, andernfalls kann der Mieter später Regressforderungen stellen. Aus diesem Grund sollten auch Dachschrägen, Keller oder Balkone korrekt vermessen werden. Zudem sollten in einem Mietvertrag immer die Nebenkosten aufgeführt sein, die von dem Mieter zu tragen sind. Die Kosten für Wasser, Strom oder Gas werden dem Mieter dagegen direkt von dem jeweiligen Versorger in Rechnung gestellt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Vor der Vorlage eines Mietvertrags sollten private Immobilienvermieter immer auf die Vorlage einiger wichtiger Dokumente bestehen. Am wichtigsten ist zu Beginn die Vorlage einer Bonitätsauskunft, welche über die Schufa eingeholt werden kann. Außerdem sollten sich Vermieter auch unbedingt die Lohnabrechnungen der vorangegangenen drei Monate vorlegen lassen, um einzuschätzen, ob der Mieter dazu in der Lage ist, die monatlichen Mietkosten zu tragen. Und da Mietrückstände ebenfalls bei einem Mieter mit hohem Einkommen nicht ausgeschlossen werden kann, sollte man sich im Zweifelsfall von dem Vorvermieter bestätigen lassen, dass dieser die Miete immer pünktlich erhalten hat.

Die folgenden Dokumente werden von einem Mieter benötigt:

  • Schufa Auskunft
  • Selbstauskunft
  • Kopie des Personalausweises
  • Kopie der letzten drei Gehaltsabrechnungen
  • Gewerbeanmeldung & Kontoauszüge (bei Selbstständigen)
  • Zahlung einer Kaution (nach Unterzeichnung des Mietvertrags)

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Datum: 29.06.2021

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