Kind springt in Laubhaufen im Garten während eine andere Person mit einem Rechen in der Nähe steht Spielplatz im Hintergrund Bäume und Häuser umgeben die Szene

Herbst Garten © Suzanne Tucker/shutterstock.com

Endspurt: Der Garten im Herbst

Auch der Garten hält seinen Winterschlaf. Davor sollte das Laub entsorgt und die Pflanzen zurückgeschnitten werden. Lesen Sie hier, was alles zu tun ist, um Ihren Garten winterfit zu machen.

Der Herbst ist noch einmal eine geschäftige Zeit für alle Gartenbesitzer: Aufräumarbeiten, Beschnitt von Rasen, Stauden und Sträuchern, Kleinhäckseln von Laub, Ästen und Zweigen. Und das alles noch vor dem ersten Frost!

Hinweise und Tipps

Fauliges, modriges Laub sollte nicht am Rasen liegen bleiben. Auch schwer verrottbares Laub von Kastanien und Walnüssen bitte nicht auf den Kompost sondern in den Müll! "Gutes" Laub sollte kompostiert und mit Häcksel gemischt werden. So entsteht perfekte Komposterde.

Stutzen, mähen, ernten? Ja!

Im Herbst wird zum letzten Mal geerntet. Stauden und Beerenobststräucher wie die Himbeere, Ribisel oder Brombeere sollten nun zugeschnitten werden. Auch Rosen und Laubhecken werden im Spätherbst gestutzt. Für den Sträucherschnitt sind Handscheren dann geeignet, wenn der Zweigdurchmesser nicht mehr als zwei Zentimeter beträgt. Greifen Sie bei dickeren Ästen zur Astschere. Schwer zugängliche Zweige erreicht man gut mit einer langstieligen Schneidgiraffe. Nach den herbstlichen Aufräumarbeiten pflegen ein paar Tropfen Öl die Klingen und Gelenke der Schneidgeräte. Angetrocknete Pflanzenrückstände lassen sich mit feinkörnigem Schleifpapier beseitigen.

Warum Sie jetzt die Beete auf die Winterruhe vorbereiten sollten

Gemüsebeete und brach liegende Flächen sollten jetzt gelockert werden. Achtung: nicht zu tief graben! Ein ordentlicher Spatenaushub reicht, um Kleinstlebewesen von oben nach unten in weniger aktive und sauerstoffarme Tiefen zu befördern. Lockern Sie besser mit der Grabgabel die wertvolle Vegetationsschicht. Darüber geben Sie zum Schutz Mulch. Ein guter Schutz ist Laub. Allerdings darf es nicht zu dick auf den Beeten liegen, weil es sonst matschig wird und der Erde die Luft zum Atmen nimmt.

Warum jetzt Düngen schlau ist

Es hat sich gezeigt, dass Pflanzen generell besser überwintern, wenn sie im Herbst mit einem kalibetonten Dünger versorgt werden. Um Winterausfällen bei heuer gesetzten Gehölzen vorzubeugen, sollte in zwei Etappen (Mitte September und Ende Oktober) gedüngt werden. Ganz wichtig: ab spätestens Mitte August keinen Stickstoffdünger mehr einsetzen! Der Rasen sollte vor dem ersten Frost unbedingt noch einmal gemäht werden. Nach dem letzten Schnitt harkt man die Grünfläche kräftig durch, um sie von Moos und Unkraut zu befreien. Kurz geschnitten ist der Rasen auch weniger anfällig für Schneeschimmel.

Vorsorgliches Wässern ist im Herbst besonders wichtig

Vor allem Nadel- und immergrüne Gehölze müssen vor dem Gefrieren des Bodens Anfang November noch genügend Wasser bekommen. In niederschlagsarmen Wintern muss unbedingt auch bei Minus-Temperaturen ausreichend bewässertwerden. Sie fragen sich, wie man einen gefrorenen Boden gießen soll? Die Pflanzen nehmen auch über ihre Äste und Zweige Flüssigkeit auf. Das heißt, Sie können an einem wärmeren, sonnigen Tag im Spätherbst oder Winter Ihren Pflanzen mit ausreichend "Regen von oben" sehr guttun! Auch dann im späteren Winter beziehungsweise Anfang Frühling (Februar, März), wenn die Temperaturen in unseren Breitengraden schon wieder merklich steigen, können Pflanzen im Garten auf diese Weise sehr gut mit lebensnotwendiger Flüssigkeit versorgt werden. Die meisten der kaputten Pflanzen im Frühjahr sind nämlich nicht auf die niedrigen Temperaturen, sondern auf Vertrocknung zurückzuführen – eine Tatsache, die leider von Hobbygärtnern immer wieder unterschätzt wird.

Winterschutz für empfindliche Pflanzen jetzt organisieren

Empfindliche Sträucher und Bäume sollten mit einer Schutzfolie abgedeckt werden. Besonders geeignet: Schilfmatten oder Vlies. Staudenbeete nach Möglichkeit mit Reisig überdecken. Verwenden Sie auf keinen Fall Kunststofffolien, da die Pflanzen darunter ersticken könnten. In exponierten Lagen mit starkem Luftzug ist während der Wintermonate auch auf einen entsprechenden Windschutz zu achten, da ansonsten die Pflanze stark austrocknet. Um die Pflanzen vor dem Frost zu schützen, kann auch das Häckselmaterial aus dem eigenen Garten verwendet werden. Mischen Sie dafür frisches Häckselmaterial mit Rindenmulch und eventuell ein wenig Rasenschnitt und verstreuen Sie dieses Gemisch um die Rosen.

An alle Teichbesitzer: Keine Angst um die Fische!

Der Winter kann den Teichbewohnern nichts anhaben. Bei einer Tiefe von mind. 80 Zentimeter tief ist, können sie in die Tiefwasserzone abtauchen und brauchen dort keine Winterpflege. Der Teich muss deshalb nicht aufwändig eisfrei gehalten werden. Im Gegenteil: Wer das Eis aufhackt, riskiert, dass die Fische aufgeschreckt werden und sterben.

Veronika Kober
Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten

Meistgeklickt auf wohnnet.at

Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.

Inspiration & Information

Melden Sie sich gleich hier für unseren Newsletter an!

© 2026 wohnnet.at - Heise RegioConcept GmbH & Co. KG