Silberfischchen: Harmlos aber lästig

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Sie sind ungefähr einen Zentimeter groß, scheuen das Licht und mögen es feucht und warm. Unangenehm mögen Silberfische sein - gefährlich sind sie aber nicht. Streng genommen zählen sie sogar zu den Nützlingen.

Viele sind den silbrig-schimmernden Insekten womöglich schon begegnet - meistens nachts. Kaum wird das Licht angeknipst, rennen sie los und verstecken sich in Ritzen, unter dem Badvorleger oder hinter Bodenleisten. Dort, wo sie sich auch tagsüber aufhalten, denn Silberfischchen sind nachtaktiv. Außerdem mögen sie es feucht und warm (bei mindestens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit), weshalb sie am häufigsten in Badezimmern oder Waschküchen anzutreffen sind. Hier finden sie auch genug zu fressen: Hautschuppen, Haare, Schimmelpilze, Überreste anderer Insekten oder Tapeten samt Kleister. Kurz: Stärke und Zucker. Was sie ebenfalls gerne essen: Leim und das Papier von Büchern. Inhaber umfangreicherer Bibliotheken sollten also regelmäßig ihre gebundenen Schätze nach den Silbertierchen absuchen.

Urzeittierchen: Sind sie schädlich oder nützlich?

Das Wichtigste vorweg: Silberfischchen sind grundsätzlich harmlos. Sie übertragen weder Krankheiten noch stechen, beißen oder greifen sie sonst irgendwie den Menschen an. Sie sind einfach stille Überlebenskünstler und das machen sie seit 300 Millionen Jahren äußert effektiv. Diese „lebenden Fossilien“ sind flugunfähige Insekten mit Panzerschuppen, sechs Beinen und fünf Fühlern und können bis zu acht Jahre alt werden. Ganz so lange leben aber zumindest die Tiere nicht, die uns nächtens im Bad begegnen und die wir mit einem Stück Klopapier in der Toilette versenken.

Silberfische fangen und bekämpfen

Auch wenn die Tiere harmlos sind, ist es nachvollziehbar, dass Sie Silberfischchen nicht unbedingt als dauerhaften Untermieter willkommen heißen. Die große Chemiekeule sollten Sie aber erst auspacken, wenn der Befall rapide angestiegen ist. Und selbst dann sollte Ihre erste Maßnahme die Ursachenbekämpfung sein. Silberfischchen sind nämlich gute Indikatoren für Feuchtigkeit und Schimmel (den sie gerne abgrasen), sozusagen ein natürliches Frühwarnsystem. Eine bauliche Sanierung des befallenen Raumes ist in vielen Fällen also wahrscheinlich.

Sind die Silberfischchen nicht ganz so zahlreich vertreten, sollten Sie darauf achten, immer gut durchzulüften, um das Zimmer möglichst trocken zu bekommen. Ein nächster Schritt könnte das Abdichten von Ritzen und Löchern sein, die den Tieren als Unterschlupf dienen. Die natürlichen Feinde der Silberfischchen sind übrigens Ohrwürmer und Spinnen. Ob Sie diese aber lieber in Ihrem Zuhause haben, sei dahingestellt.

Fallen, Köder & Co gegen Silberfische. Was hilft?

Im Handel gibt es unterschiedliche Bekämpfungsmittel. Lockfallen (kleine Dosen mit einer Öffnung) sind am einfachsten zu nutzen und relativ sicher gegenüber Haustieren. Wer zunächst auf Hausmittel setzen möchte, kann ein Stück Zeitung oder Stoff mit Honig bestreichen. Die Insekten werden durch das Süße angelockt und bleiben dann kleben. Gleiches gilt für einen Klebestreifen, der zuvor mit Zucker präpariert wurde. Ebenfalls hilfreich können Kartoffelscheiben sein, die in einem geöffneten Plastiksackerl auf dem Boden platziert werden. Die Stärke ist ein Festessen für die Tiere und das Sackerl kann am nächsten Morgen einfach entsorgt werden.

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Datum: 14.08.2019
Kompetenz: Schädlingsbekämpfung

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