Wühlmäuse: So werden Sie die Schädlinge los

© Rudmer Zwerver/shutterstock.com Wühlmaus Tier

Wühlmäuse arbeiten unterirdisch, lassen sich nur ungern blicken und sind schwer zu fangen. Wir haben so einige Tipps, was Sie tun können, um die ungebetenen Gäste aus dem Garten zu vertreiben.

Im Vergleich zu Läusen oder Schnecken ist die Wühlmaus (auch "Schermaus", "Wollmaus", "Erdratte") ein einigermaßen großer "Gegner". Das heißt aber nicht, dass sie leicht aufzuspüren oder zu beseitigen wäre. Um den ungebetenen Gast im Garten wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Maßnahmen, die wir Ihnen hier samt ihrer Vor- und Nachteile vorstellen.

Fallen gegen Wühlmäuse

Mausefallen sind die zuverlässigste und umweltfreundlichste Methode gegen die Eindringlinge. Die im Handel erhältlichen Fallen werden mit einem Köder (am besten Karotten oder Sellerie) bestückt und vor den Ausgängen der Maus aus dem Erdreich platziert. Für einen 500 Quadratmeter großen Garten benötigen Sie etwa 50 Fallen. Wichtig ist dabei, dass beim Aufstellen Handschuhe benutzt werden und die Falle schon in Kontakt mit Erde und Pflanzen gekommen ist, um "unverdächtig" zu riechen. Reiben Sie die Fallen dazu einfach mit Erde ab. Der Erfolg der Maßnahme sollte spätestens nach einem Tag kontrolliert werden - solange Tiere gefangen werden, sollten weiterhin Fallen an denselben Orten aufgestellt werden. Im Herbst bis ins Frühjahr sind die Erfolgsaussichten, die Schädlinge zu fangen, am größten, da dann das Futter knapper ist. Im Sommer werden Sie wenig erfolgreich sein. Neben der zeitlichen Einschränkung ist der größte Nachteil der Mausefallen, dass - je nach Falle - lebendig oder tot gefangene Tiere beseitigt werden müssen.

Chemische Mittel: Giftköder und Bodenbehandlung

Giftköder auf der Basis von Karotten (ebenfalls im Gartenfachhandel erhältlich) können vor den Erdeingang gelegt werden und sollten die Wühlmaus anlocken. Vor allem wenn Nahrung knapp ist werden die Köder angenommen. Der Boden selbst kann mit dem Wirkstoff Calciumcarbid bearbeitet werden, welcher in der Erde Schwefel- und Ammoniakgase bildet und die Wühlmaus so zumindest vertreiben kann. Der Erfolg der Maßnahme ist dann - sofern überhaupt gegeben - freilich nur auf lange Sicht zu beobachten. Nachteil: Die Verwendung von Gift ist nicht jedermanns Sache.

Gute Hausmittel: Wühlmäuse natürlich bekämpfen

  • Abwehrpflanzen: Pflanzen können helfen, Wühlmäuse zu vertreiben bzw. sie gezielt woanders hinzulocken. Kaiserkrone, Kreuzblättrige Wolfsmilch, Knoblauch und Hundszunge sollen Wühlmäuse fernhalten. Mit der Topinambur-Pflanze kann man den umgekehrten Weg beschreiten und versuchen, das Fressverhalten der Mäuse zu steuern. Da sie die Knolle der Pflanze gern fressen, können sie im besten Fall davon abgebracht werden, an anderen Pflanzenwurzeln und Blumenzwieblen zu knabbern. Übrigens: Narzissen-Blumenzwiebeln stehen nicht am Speiseplan der Wühlmäuse.
  • Gestank: Wühlmäuse mögen nichts, das stinkt. So sollen sie mit sauer gewordener Buttermilch, die einmal pro Woche in ihre Gänge gegossen wird, vertrieben werden. Auch vor dem Geruch der Gartengloxinien-Knolle sollen die Schädlinge Reißaus nehmen. Eine recht gute Maßnahme ist es auch, regelmäßig einen Schuss hochprozentigen Alkohols (z. B. Brennspiritus) in die Gänge zu schütten. Thujazweige oder Nussbaumblättern in die Gänge zu legen, soll ebenfalls helfen.
  • Geräusche: Klingt zugegeben etwas skurril, aber auch ein in einer Blechdose vergrabener laut tickender Wecker soll Wühlmäuse schon erfolgreich vertrieben haben. Wie bei Maulwürfen, soll außerdem eine schräg in den Boden gegrabene Flasche (Öffnung nach oben) helfen. Vor dem vom Wind erzeugten Pfeifgeräusch flüchten die Mäuse.
  • Vierbeiner: Katzen und Hunde helfen effektiv bei der Jagd nach Wühlmäusen. Wohnt man am Land, kann man mithilfe von Haufen aus totem Holz oder Steinen in einer Ecke des Gartens versuchen, den Wühlmausfeind Mauswiesel anzulocken.
  • Wurzelschutzkorb: Ein um die Blumenzwiebeln gelegtes Drahtgeflecht hält die Mauszähne ab. Kunststoffkörbe tun dies allerdings nicht!

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Anton G., Bezirk Gmünd
Die Anwendung von Calciumcarbid oder Buttersäure zur Wühlmausbekämpfung versäuert dies die Erde oder regenerriet diese Schnell wieder
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AutorIn:

Datum: 14.08.2019
Kompetenz: Schädlingsbekämpfung

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