Maulwurf im Garten? So werden Sie ihn los!
Gegen einen Maulwurf haben ja die wenigsten etwas. Kaputt macht er ja nichts, im Gegensatz zur Wühlmaus zum Beispiel. Trotzdem ärgert sich so mancher Rasenfreund über die aufgeworfenen Erdhügel. Wir sagen, wie dem beizukommen ist und was Sie keinesfalls tun sollten.
- Maulwurf oder Wühlmaus? So erkennen Sie den Unterschied
- Warum ein, zwei Hügel noch kein Handeln erfordern
- Ultraschall: Die moderne Vertreibungsmethode
- Duftende Abwehr: Diese Pflanzen mag der Maulwurf nicht
- Klingende Abwehr: Der Maulwurf mag keinen Lärm
- Natürliche Barrieren im Garten errichten
- Wann ein Profi nötig wird
Ähnlich wie die Ameisen sind Maulwürfe keine direkten Schädlinge, eher ungebetene Gartengäste mit positiven wie negativen Eigenschaften. Gerade wer einen gepflegten Rasen sein Eigen nennt, ärgert sich selbstverständlich über die aufgeworfenen braunen Hügel. Andererseits: Maulwürfe fühlen sich nur in guten Böden wohl. Also durchaus ein (kleiner) Grund zur Freude.
Hinweise und Tipps
Gut zu wissen:
Entgegen der landläufigen Meinung nagen Maulwürfe kein Wurzelwerk an! Das machen nur Wühlmäuse.
Maulwurf oder Wühlmaus? So erkennen Sie den Unterschied
Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, stellen Sie unbedingt sicher, dass es sich tatsächlich um einen Maulwurf in Ihrem Garten handelt. Maulwurfshügel sind kegelförmig und kompakt, während Wühlmäuse flache, unregelmäßige Haufen, zum Teil ganze Straßen hinterlassen. Maulwürfe graben tiefere Gänge und ernähren sich hauptsächlich von Regenwürmern und Insekten – nicht von Pflanzenwurzeln wie Wühlmäuse. Ist der Eingang unter dem Erdhaufen mehr breit als hoch, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um den blinden Bodengräber mit den breiten Schaufelpfoten. Außerdem sind Maulwurfshügel eher rundlich, Wühlmaushügel eher flach und länglich. Die Wühlmaus verursacht charakteristische Nagespuren an Gangwand und Wurzeln. Maulwürfe nagen das Wurzelwerk hingegen nicht an (Schädigungen beim Graben können allerdings passieren).
Hinweise und Tipps
Tipp:
Mag der Maulwurfshügel auch ärgerlich sein: Die Erde selbst ist sehr feinkrumig und kann sehr gut im Garten weiter verwendet werden.
Warum ein, zwei Hügel noch kein Handeln erfordern
Da Maulwürfe den Boden lockern und Schädlinge fressen – auch Schnecken, sollten Sie sich nur im Ernstfall gegen ihn wenden. Schon alleine deshalb, da Maulwürfe in Österreich geschützt sind und nur im Ausnahmefall getötet werden dürfen. Auch der Versuch, mit einer Lebendfalle gegen ihn vorzugehen, kann bei Unaufmerksamkeit ein böses Ende nehmen. Maulwürfe verhungern sehr schnell. Also, wenn dann die Falle auch regelmäßig kontrollieren!
Ultraschall: Die moderne Vertreibungsmethode
Ultraschallgeräte senden hochfrequente Töne aus, die Maulwürfe als störend empfinden. Diese solarbetriebenen Stäbe werden einfach in den Boden gesteckt und arbeiten wartungsfrei. Platzieren Sie die Geräte im Abstand von 15 bis 10 Metern, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
Duftende Abwehr: Diese Pflanzen mag der Maulwurf nicht
Maulwürfe sind sehr geruchsempfindliche Wesen. Störende Duftstoffe sind also ein adäquates Mittel, um sie wieder loszuwerden. Pflanzen Sie stark duftende Gewächse wie Kaiserkronen, Knoblauch, Narzissen oder die Wolfsmilch. Aber auch Duftmittel direkt auf die Hügel geträufelt können Abhilfe leisten. Greifen Sie zum Beispiel zuRasierwasser, Brennnesseljauche, Mottenkugeln, Knoblauch (gepresst und mit Wasser verrührt), saurer Milch oder Buttermilch oder speziellen Vertreibungsmittel aus dem Fachhandel. Auch Holunderblätter in den Gängen mag der Maulwurf nicht und Kaffeesatz gehört auch nicht zu seinen Lieblingsdüften.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Kombinieren Sie verschiedene Methoden für den besten Erfolg. Beginnen Sie mit Ultraschall und duftenden Pflanzen, ergänzen Sie diese bei Bedarf durch weitere Maßnahmen.
Klingende Abwehr: Der Maulwurf mag keinen Lärm
Nicht nur geruchsempfindlich ist er, der kleine Wühler, auch Lärm mag er so gar nicht. Besonders, wenn sich die Schallwellen ins Erdreich übertragen. Mögliche Störer, mit denen Sie den unerwünschten Gast vertreiben könnten sind Klangspiele oder ein quietschendes Windrad auf einer, in den Boden getriebenen Metallstange. Eine leicht schräg ins Erdreich oder in den Hügel eingegrabene, bodenlose Flasche, die bei Wind einen Ton erzeugt. Flaschenhals in die Erde! Auch spielende Kinder und Rasenmäher mag er nicht. Der Fachhandel bietet Geräte aus dem Fachhandel, die Vibrationen oder Schallwellen in den Boden leiten.
Natürliche Barrieren im Garten errichten
Vergraben Sie ein engmaschiges Drahtgitter etwa 50 cm tief im Boden. Dies verhindert, dass Maulwürfe in geschützte Bereiche eindringen. Besonders effektiv ist diese Methode bei Hochbeeten oder kleinen Rasenflächen. Und was ist mit Fallen und Ködern? Fakt ist: Der Maulwurf steht unter Naturschutz! Tötungsfallen sind verboten und werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Erlaubt sind nur Lebendfallen, die vom Fachmann gestellt werden müssen.
Wann ein Profi nötig wird
Wenn alle sanften Methoden versagen, kontaktieren Sie einen Schädlingsbekämpfer. Diese Experten kennen legale und effektive Methoden zur Maulwurfvertreibung und können auch präventive Maßnahmen empfehlen.
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