Betonarten - gebräuchliche Begriffe

Die Begriffe bei Beton umfassen Betonarten, Anforderungen an den Werkstoff Beton, Bezeichnungen sowie Zusätze und Güteüberprüfung.

Die gebräuchlichsten Begriffe bei Beton und Stahlbeton sind:

Begriff Erklärung
Zementbeton Hergestellt mit Zement als Bindemittel. Wichtigste Betonart im Baubereich
Sonderbetonarten Asphaltbeton (Bindemittel: Bitumen), Polymerbeton (Bindemittel: Kunststoffen)
unbewehrter Beton Beton ohne Stahleinlagen
bewehrter Beton Beton mit Stahleinlagen
Stahlbeton Beton mit höherwertigen Stahleinlagen
Leichtbeton auch Porenbeton, ist Beton mit leichten Zuschlagstoffen
Lieferbeton wird fertiggemischt auf die Baustelle geliefert
Mantelbeton wird in ”Schalung” aus Mantel- oder Schalsteinen gefüllt
Ortbeton wird auf der Baustelle welcher auf der Baustelle (vor Ort) angefertigt
Pumpbeton wird mittels Pumpe oder Pumpwagen zur Einbringstelle gebracht
selbstverdichtender Beton Betonarten, welche z.B. durch Zusätze (Feinstoffe, Fliessmittel etc.) selbst verlaufen und entlüften können
Schwerbeton Beton mit schwergewichtigen Zuschlägen (z.B. Baryt) z.B. für Strahlenschutzwände
Spannbeton Beton mit Stahleinlagen, welche eine zusätzliche (Zug-)Spannung erzeugen
Stampfbeton wird durch lageweises Stampfen eingebracht
rüttelverdichteter Beton Übliche Art für das Verdichten des Betones mittels Rüttler. Ziel ist Homogenität, weiters gelangt der Beton in alle Zwischenräume der Bewehrung,
Transportbeton Beton, welcher fertig zum Einbringen auf die Baustelle geliefert wird. Bei längeren Anfahrtsstrecken wird das Mischgut im Beton-Mischwagen vorerst trocken transportiert. Entsprechend der erforderlichen Mischdauer und der Entfernung zur Baustelle wird Wasser aus Tanks zugesetzt, sodass der fertiggemischte Beton in der optimalen Konsistenz auf der Baustelle eintrifft.


Betonanforderungen

Die Anforderungen an den Beton werden u.a. mit folgenden Werten klassifiziert:

Zementgehalt
Durch den Mindestzementgehalt und durch den höchstzulässigen Wasser/Zement-Wert wird die Festigkeitsklasse bestimmt. Die Unterteilung erfolgt mit der Kennzeichnung B (für Beton) und einer Zahl welche die Druckfestigkeit nach 28 Tagen Erhärtung angibt

Festigkeitsklasse Festigkeit
B 0 Beton ohne Festigkeitsnachweis
B 80 - 120 Beton für unbewehrte Bauteile
B160 - 600 Beton für bewehrte Bauteile

Zuschlagkorngemisch
Gemäss Siebkurve abgestimmte Korngemische. Laut ÖNORM B 4200 darf bei mehrlagiger Bewehrung das Größtkorn nicht größer als das 0,8 fache des kleinsten lichten Abstandes der Stahleinlagen sein

Konsistenz
Durch den Konsistenzbereich K 1 (steifer Beton) bis K 5 (sehr weicher Beton) wird festgelegt wie und wo der Beton eingebracht werden darf

WU-Beton
Die Kennzeichnung ”WU” zeichnet wasserundurchlässigen Beton aus

FB-Beton
Die Kennzeichnung ”FB” zeichnet frost- und witterungsbeständigen Beton aus

FTB-Beton
Die Kennzeichnung ”FTB” zeichnet frost- und tausalzbeständigen Beton aus

chemisch widerstandsfähiger Beton
Betone, welche gegen chemische Stoffe widerstandsfähig sind werden mit den Buchstaben TS ( schwacher Sulfat Angriff), TST (starker Sulfatangriff), LS (schwach lösender Angriff, LST (stark lösender Angriff) gekennzeichnet

MA-Beton
Die Kennzeichnung ”MA” bedeutet, dass der Beton gegen mechanische Angriffe widerstandsfähig sein soll. Er muss u. a. eine Festigkeitsklasse von mindestens B 300 besitzen

u-Beton
Der Buchstabe ”u” hinter der Festigkeitsklasse (z.B. 160) gibt an, dass es sich um einen Beton für unbewehrte Bauteile handelt

b-Beton
Der Buchstabe ”b” hinter der Festigkeitsklasse (z.B. 160) gibt an, dass es sich um einen Beton für bewehrte Bauteile handelt

SA-Beton
Die Kennzeichnung ”SA” weist Beton für Sichtbetonbauteile aus
 


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Datum: 29.03.2010

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