Parkett ist nicht gleich Parkett

Nicht jedes Parkett ist gleich. Die verschiedenen Varianten des sehr beliebten Bodenbelags unterscheiden sich je nach Herstellungs- und Verarbeitungsart. Ein Überblick.

Naturholz ist immer eine sichere Sache und so aktuell wie eh und je. Der gute alte Bretterboden, früher grob geschnitten und kaum begradigt, billig und wenig ansehnlich, aber über Generationen hinweg nahezu unzerstörbar, feiert wieder fröhliche Urständ‘. Maschinell geschnitten, gehobelt, gefast und mit Nut und Feder versehen, wird er – von geschliffen über gebürstet bis hin zu poliert – fast jedem Raumzweck gerecht. Da er bei sorgfältiger Pflege nur alle paar Jahre einmal nachgeschliffen und oberflächenbehandelt werden muss, ist er neben seiner positiven Energiequalität auch ein Segen für den landesweiten Holzbestand. 

Echtholzparkett

Ein Dauerbrenner auf unseren Böden ist das Parkett: Mittels geleimter Nut- und Federverbindung werden die Naturholzriemen zu den unterschiedlichsten Mustern wie z. B. Einfach-/ Doppel-Fischgrät, Dreifach-Zopf, Ein-/ Mehrblatt, oder in Form von Würfelfeldern oder Flechtmusterausführung gestaltet. Parkett kann sowohl schwimmend (die einzelnen Parkettteile werden nur in der Nut miteinander verklickt oder verklebt) oder als Klebeparkett, der  vollflächig auf den Unterboden geklebt wird, verlegt werden.

Beim Klebeparkett können sowohl Hart-Laubhölzer wie Eiche, Esche oder Buche, als auch heimische Nadelhölzer wie Kiefer oder Lärche verwendet werden. Dabei können auch die diversen Härtegrade der Hölzer insofern berücksichtigt werden, als das Gewicht der Möbelstücke meist im Voraus feststeht. Diese Härtegrade bewegen sich von Fichte mit 1,2 (sehr weich) bis Kanadischer Ahorn oder Akazie mit 4,8. Dazwischen liegen heimische Laubhölzer wie Lärche, Kirsche, Buche, Esche und Eiche mit 2,2 bis 3,7 Härtegraden.

Fertigparkett

Die kostengünstigere Variante ist das Fertigparkett, das vorwiegend in zwei Produktionstypen angeboten wird. Einmal als Massivparkett, bei dem die Trägerschicht aus billigerem Massivholz, aber mit einer hochwertigen und hochbelastbaren Nutzschicht aus Naturholz versehen ist. Zum anderen als Nicht-Massivparkett, das mit einer MDF (mitteldichte Faserplatte) oder einer HDF (hochdichte Faserplatte) als Trägerschicht, sowie einem Holzfurnier als Nutzschicht und Gegenzug ausgestattet ist.

Massivparkett wird oft naturbelassen oder bereits geschliffen, geölt, gewachst oder versiegelt angeboten. Click-Systeme müssen nicht mehr verklebt, sondern können schwimmend verlegt werden. Eine Trittschallschutzmatte als Unterlage ist dabei allerdings dringend zu empfehlen.

Furnierparkett

Als hölzernes Highlight präsentiert sich Furnierparkett, das das Feeling des Holzbodens mit der Robustheit eines Laminatbodens kombiniert. In der Herstellung wird Edelholzfurnier mit speziellen Harzen getränkt und auf einem wasserresistenten HDF-Träger permanent verklebt. Die extrem abriebfeste, mehrfach beschichtete Oberfläche wird zusätzlich durch Keramikpartikel gehärtet und erreicht auf diese Weise die höchste Belastungsklasse (33). Während die Nutzschicht bei herkömmlichem Fertigparkett etwa 4 mm beträgt und nachschleifbar ist, beträgt die Edelholzschicht beim Furnierparkett nur 0,6 mm und kann nicht mehr nachgeschliffen werden. Aufgrund der Durchdringung mit Harz ist das auch nicht nötig. Furnierparkett wird auch in Hochkantoptik angeboten, ist dank Click-System schwimmend zu verlegen und wegen der geringen Aufbauhöhe nicht nur für Fußbodenheizungen, sondern auch für Renovierungsarbeiten bestens geeignet.

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Datum: 21.08.2017

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