Tiefbau - Alles, was man später nicht sieht

In Sonderfällen können die Behörden auch weitere Darstellungen bzw. ergänzende Angaben zur klaren Darstellung des Bauvorhabens verlangen. Meist bestehen normierte “Plan-Zeichen-Verordnungen” welchen die Einreichpläne genau zu entsprechen haben.

Alte Kanalstränge sollten vor Abbruchbeginn auf Verstopfung überprüft werden. Der Kanal muss nicht nur im Gebäudebereich abgebrochen, sondern bis zur Einmündung in den öffentlichen Kanal stillgelegt werden.

Die verschiedenen Aushubarbeiten umfassen vor allem die Herstellung der Baugrube sowie den Aushub für Fundamente und Künetten. Die Fläche des Aushubbereiches setzt sich aus der Gebäudefläche, Arbeitsraumbreite und Böschungsbereich zusammen.


Die Maßnahmen zur Wasserhaltung dienen dazu, das Oberflächenwasser zu entfernen und während des Aushubs und der Bauphase den Wasserspiegel unter die Baugrubensohle abzusenken.

Jedes Bauwerk braucht einen Unterbau. Dieser ist nötig, um die Gebäudelasten auf den Untergrund zu verteilen und das Bauwerk im Boden zu verankern. Fundamente müssen unter die ortsübliche Frosttiefe gehen, im Alpenvorland 70 bis 80cm.


Die Kanalstränge werden in Künetten im Gefälle verlegt; auf der einen Seite erfolgt der Anschluss an öffentlichen Kanal, Senk- oder Kläranlage, auf der anderen Seite wird die Leitung im Haus bis zu den geplanten senkrechten Leitungenn geführt.

Die Gründung oder das Fundament ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs vom Bauwerk zum Boden mit dem Ziel, dass die durch das Bauwerk und dessen Nutzung verursachten Verformungen des Bodens kleiner sind als aus Sicht des Bauwerks zulässig.

Wenn die gängigen Arten der Fundierung, wie z.B. Streifenfundamente, nicht ausreichen um Ihr Haus stabil und standsicher auf Ihrem Baugrund aufzustellen, können besondere Fundierungskonstruktionen, sogenannte Spezialgründungen, erforderlich werden.

Einerseits erfolgt der Anschluss des Kanalstranges (der Kanalrohre) an den öffentlichen Kanal bzw. an die Senk- oder Kläranlage. Auf der anderen Seite wird der Kanal in das Haus bis zu jenen Punkten geführt, wo die senkrechten Leitungen geplant sind.

Kanalstränge werden im Freien unterhalb der Frosttiefe verlegt. Weiters ist ist auf eine einheitliche Gefälleausbildung von 2% bis 5% zu achten, auf keinen Fall dürfen Gegengefälle auftreten, da dies zu Verstopfung des Kanals führen würde.