Klimaschutzpreis 2017: Fünf Sieger am Stockerl

Aus insgesamt 173 Einreichungen wurden fünf Projekte aus fünf Kategorien und ihre jeweiligen Proponenten mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis, der heuer bereits zum zehnten Mal verliehen wurde, ausgezeichnet.

Die Preise, Urkunden und Klimaschutzpreis-Statuetten „Bella Terra“, gefertigt vom österreichischen Künstler Thomas Stimm, wurden diesen Dienstag, den 13. November, in der Siemens City von Umweltminister Andrä Rupprechter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz überreicht.

Im Vorfeld hatte eine Fachjury mit Unterstützung von Experten der Klimaschutzinitiative klimaaktiv Projekte aus dem eingereichten Pool nominiert, die sich schlussendlich einer Publikumswertung zu stellen hatten. Mitgestimmt werden konnte per Telefon, auf der Klimaschutzpreis-Website und via Facebook. In Summe zählten die Initiatoren 25.700 gültige Stimmen. In der Kategorie „Unternehmen Energiewende“ wurde der Gewinner ausschließlich von der Jury bestimmt.

Auf die Siegerbühne geschafft haben es:

  • Kategorie Tägliches Leben: Beatrix Altendorfer und Andrea Breithuber aus der steirischen Landeshauptstadt Graz mit der „Info-Website Nachhaltig in Graz“
  • Kategorie Gemeinden & Regionen: die Niederösterreichische Marktgemeinde Krummnußbaum mit dem Projekt „Klimafreundliche Siedlungsentwicklung“   
  • Kategorie Landwirtschaft: die Vetterhof KG aus dem vorarlbergischen Lustenau mit dem Projekt „Vetterhof-Gemüsekiste“
  • Kategorie Betriebe: die Waldviertler Werkstätten GmbH aus Schrems im niederösterreichischen Waldviertel mit dem Projekt „Die Zukunft beginnt jetzt! – 15 Jahre Sonnen-Gut-Scheine“
  • Kategorie Unternehmen Energiewende: die oberösterreichische Kreisel Electric GmbH aus der Mühlviertler Gemeinde Rainbach im Mühlkreis mit dem Projekt „Bessere Akkus für saubere Mobilität“
     

Preis, der zur Bewusstseinsbildung beiträgt

„Der Österreichische Klimaschutzpreis zeigt eindrucksvoll, dass viele Menschen bereits wichtige Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft leisten – sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der Landwirtschaft genauso wie bei einem Gewerbebetrieb oder in einem Großunternehmen“, so Umweltminister Rupprechter bei der Award-Gala. Mit ihren innovativen Ideen und ihrem unermüdlichen Engagement seien sie wichtige Vorbilder und motivierten viele Menschen, ihrem Beispiel zu folgen. Der Preis trage zur Bewusstseinsbildung bei, wie er hofft. Projekte der ersten Klimaschutzpreisjahre seien schon Standard. „Das gibt Hoffnung, dass die Energiewende gelingen wird“, so Rupprechter.

Eine Hoffnung, die auch von den über 370 geladenen Gästen vor Ort aus Wirtschaft, Forschung, Politik, Kultur und Medien geteilt wird. Beim Award mit dabei waren unter anderem Neo-Nationalratspräsidentin Elisabeth Köstinger und die Botschafter für den Klimaschutz: Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, ORF-Moderatorin Claudia Reiterer, Siemens-Generaldirektor Wolfgang Hesoun, Sänger DJ Ötzi und Madelaine Alizadeh.

10 Jahre Klimaschutzpreis

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird seit 2008 gemeinsam vom Umweltministerium und dem ORF in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzinitiative klimaaktiv und Partnern vergeben. In den vergangenen zehn Jahren wurden aus insgesamt fast 3.000 Einreichungen 186 ausgewählt und präsentiert. Unterstützt wurde der Österreichische Klimaschutzpreis in diesem Jahr von Siemens Österreich, von der Österreichischen Hagelversicherung, von Capatect Baustoffindustrie GmbH, von der VBV Vorsorgekasse sowie vom News-Verlag.


AutorIn:

Datum: 15.11.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Ökologie

Der Hauptpreis des vom Europäische Gesteinsverbandes UEPG ausgeschriebenen „Sustainable Development Award“ geht in der Kategorie "Environmental Best Practice“ im heurigen Jahr an Wopfinger Transportbeton. Für ihr Vogelschutzprojekt „Standort Untersiebenbrunn – Naturschutz Gesamtkonzept für den Triel“ wurden die Niederösterreicher jetzt im Palais des Beaux-Arts in Brüssel ausgezeichnet – und das nicht zum ersten Mal.

Woraus besteht eigentlich … Mineralwolle? Selbst Fachleuten ist teilweise nicht bewusst, dass hochwertige Mineralwolle aus natürlichen Rohstoffen wie Steinen und Sand sowie aus Recyclingmaterialien wie z.B. Altglas hergestellt wird. Die Fachvereinigung Mineralwolleindustrie möchte mit einer neuen Kampagne Wissen zu diesem Dämmstoff vermitteln und die vielen Vorteile präsentieren.

Ein neues Label, das regionale Betonprodukte auf Anhieb erkenntlich macht, soll Bauherren und Planern die Qual der Wahl erleichtern: Das Gütesiegel "Beton aus der Region - Ein Teil von uns" steht für eine nachhaltige, regionale Produktion des Baustoffs.

Bionik macht's möglich: Durch den Einsatz von Technologien nach dem Vorbild der Natur wandelt sich die Fassade von einer passiven Schutzhülle zu einem aktiven Regulator der Energiebilanz eines Gebäudes. Auch Tageslicht kann dank Tier- und Pflanzenwelt in dunkle Räume geleitet werden.

Selbstfahrende Autos werden unseren Individualverkehr revolutionieren, Klimaschutz und Ressourcenschonung weiterhin bestimmende Themen für Politik und Industrie bleiben. Stadtplaner stehen vor neuen Herausforderungen - Experten diskutierten über den Individualverkehr 2050.

Die Unternehmen Habau und Gasokol wurden für ihr Projekt Sonnenwärmeanlage Habau mit dem Ökostar 2015 ausgezeichnet. Das herausragende Projekt besticht durch ein ökologisch höchstwertiges Konzept.

Der Klima- und Energiefonds fördert wieder Projekte, die den Weg zu einer klimafreundlichen und sozialökonomischen „Zero-Emission-City“ ebnen. Beste Chancen auf die Förderung haben Einstiegsprojekte, die "Pionierarbeit" leisten. Die Schwerpunkte liegen im ökosozialen Wohnbau, smarten Industriestandorten und Gewerbebetrieben sowie themenoffenen Projekten besonders innovativer Konsortien.

Die Initiative Bau!Massiv! fordert eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Baustoffen, denn "der effiziente Einsatz von Ressourcen heißt vor allem: Regionales Gewinnen und regionales Einsetzen von Ressourcen“, sagt Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie.

Der europaweit größte Forschungspark für Baustoffe in Wopfing startet mit seinen ersten vergleichenden Messungen. In den kommenden Jahren wird hier mittels Musterhäuser der Zusammenhang zwischen Baustoffen und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus analysiert.