So finden Sie die richtige Küchenarmatur
Die Küchenarmatur ist weit mehr als nur ein simpler Wasserhahn - sie ist das meistgenutzte Werkzeug und der Mittelpunkt jeder Küche. Die richtige Wahl entscheidet über Komfort und Funktionalität beim täglichen Kochen und Spülen. Welche Materialien, Funktionen und Designs heute möglich sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.
Ob Einhebelmischer, Schlauchbrause oder smarte Touch-Funktion, ob Chrom, Edelstahl oder Kunststoff: ohne eine Armatur geht in der Küche gar nichts. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl Ihrer Küchenarmatur achten sollten.
Abgesehen vom hohen Stellenwert, den das Design von Armaturen in Bad oder Küche bei der Kaufentscheidung einnimmt, sollten moderne Küchenarmaturen vor allem wichtige technische Anforderungen erfüllen. Welche das sind, und welche Materialien, Designs und Zusatzfeatures Armaturen in der Küche heute bieten. Hier ein Überblick.
Hochdruck oder Niederdruck
Bevor Sie sich überhaupt mit den unterschiedlichen Materialien, Designs und Funktionen von Küchenarmaturen auseinandersetzen, sollten Sie wissen, welche Art von Armatur Sie überhaupt brauchen. Sonst kommt nämlich schlichtweg kein Wasser aus dem Hahn. Ist Ihr Wasseranschluss zentral oder mittels Durchlauferhitzer mit 2 Anschlüssen? Dann brauchen Sie eine Hochdruckarmatur. Holen Sie sich das Wasser in der Küche aus einem Boiler oder Warmwasserspeicher mit drei Anschlüssen? Dann brauchen Sie eine Niederdruckarmatur.
Welches Material soll die Armatur haben?
Achten Sie unbedingt auf hochwertige Materialien wie Edelstahl oder vollständig vernickeltes Messing. Diese geben keine Schadstoffe wie Blei oder Nickel ans Trinkwasser ab. Vorsicht bei günstigen No-Name-Produkten - Markenarmaturen haben ihren Preis, bieten aber Sicherheit.
- Edelstahl ist und bleibt der Klassiker unter den Armaturenmaterialien. Das Material ist langlebig und korrosionsbeständig, sehr hygienisch und leicht zu reinigen.
- Chromarmaturen haben eine wunderschön glänzende Oberfläche und ein attraktives, zeitloses Design. Sie sind ebenfalls leicht zu reinigen, aber auch anfällig für Kalkflecken und zerkratzen relativ leicht.
- Armaturen aus Messing, Kupfer oder Bronze sind besonders beliebt in Retro- und Landhausküchen. Sie sind sehr schwer und langlebig und verleihen der Küche einen sehr rustikalen, klassischen Look. Diese Metalllegierungen haben gute antibakterielle Eigenschaften, brauchen aber ungleich mehr Pflege, als etwa Edelstahl-Armaturen. Dazu sind die Legierungen säureempfindlich, weicher als Chrom und Edelstahl und bekommen mit der Zeit eine Patina. Das muss man mögen.
- Relativ teuer sind Küchenarmaturen aus Mineralwerkstoffen wie gemahlenem Granit. Diese Armaturen sind besonders hygienisch und leicht zu reinigen, weil Wasser- und Kalkflecken fast nicht zu sehen sind darauf. Es gibt sie in einer großen Auswahl an Farben und Designs.
Grundsätzlich alle Armaturen, egal aus welchem Material, können zusätzlich beschichtet werden. Beliebt ist hier zum Beispiel PVD, Physical Vapor Deposition. Diese Beschichtungen bieten nicht nur zusätzlichen Schutz vor Kratzern, Flecken und Verfärbungen, sie ermöglichen auch eine große Vielfalt an Farben und Designs. Beschichtete Armaturen sind natürlich etwas teurer und brauchen auch eine spezielle Pflege.
Wie soll die Küchenarmatur bedient werden?
- Einhebelarmaturen lassen sich mit einer Hand regulieren, sowohl bei der Wassertemperatur als auch bei der Wassermenge.
- Zweigriffarmaturen haben separate Griffe für Warm- und Kaltwasser. Sie ermöglichen eine präzisere Temperaturregelung, als Einhandmischer.
- Sensorarmaturen werden immer beliebter. Sie lassen sich berührungslos bedienen, sind daher besonders hygienisch, brauchen aber eine Batterie bzw. Strom für den Betrieb.
Grundsätzlich sollten Küchenarmaturen immer einen Schwenkbereich bis 360° aufweisen, gerade bei Kücheninseln, die von zwei Seiten zugänglich sind, ist das praktisch. Die Armatur sollte einen extra hohen Auslauf haben, damit auch größere Töpfe ohne Probleme befüllt werden können und, wenn Ihr Waschbecken in der Küche vor einem Fenster oder Kasten platziert ist, achten Sie auch auf die Absenk- oder Umklappmöglichkeit der Armatur.
Praktische Zusatzfunktionen bei Küchenarmaturen
Sehr angenehm und für alle, die so etwas schon einmal hatten, beinahe unverzichtbar, sind Ausziehbrausen. Sie bieten während des Geschirrspülens oder auch beim Gemüse waschen die nötige Handlungsfreiheit - ganz im Gegensatz zu den klassisch fixen Wasserhähnen. Oft kann hier auch die Form des Wasserstrahls verändert werden, zwischen kräftigem Strahl und sanfter Brause. Eine Alternative sind sogenannte schwenkbare Ausläufe, die direkt an den Wasserhahn montiert werden. Auch hier kann der Wasserstrahl mittels Umschaltfunktion an die jeweilige Tätigkeit angepasst werden. Weitere Features moderner Küchenarmaturen: Sie bekommen bei einigen Modellen Heißwasser und/oder Sprudelwasser auf Knopfdruck. Armaturen können eine digitale Temperaturanzeige haben und eine LED-Beleuchtung, die anzeigt, wie heiß oder kalt das Wasser ist. Auch die Wassermengen, die aus dem Hahn kommen, können bei vielen modernen Armaturen direkt voreingestellt werden.
Neue Armatur: Kauftipps kompakt
- Wassertechnik prüfen (Hoch-/Niederdruck)
- auf ausreichende Schwenkbarkeit achten
- Bedienkomfort der Armatur testen
- auf hohe Materialqualität und Prüfsiegel achten
- Design zum Beckenmaterial und Stil der Küche passend auswählen
- Nachhaltigkeit und Wasserverbrauch beachten
- Reinigungsfreundlichkeit der Armatur hochhalten
- Ausreichenden Wandabstand bei der Größenwahl einrechnen
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