Neuigkeiten für Käufer von TV-Geräten: Ab sofort sind Fernsehgeräte im Handel nun mit einem Energielabel zu versehen, das der Konsument ja schon von anderen Elektrogeräten wie Kühlschränken kennt. Das "Pickerl" wurde bereits vor einem Jahr eingeführt, nun ist es verpflichtend.
Stromfresser Fernseher
Eigentlich war das Label ja längst überfällig: In praktisch jedem Haushalt steht mindestens ein Gerät, die Stromverbrauchswerte können auch bei neuen Modellen (je nach Art) gehörig schwanken. Das Energielabel weist nun die Leistungsaufnahme im Betriebszustand in Watt aus, sowie den jährlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden. Leider nicht mit einberechnet wird hierfür der Verbrauch im Standby-Modus (dieser kann zwischen 0,5 und 3 Watt/Stunde betragen).
Offiziell ist derzeit ist bei den Energieeffizienzklassen die Einteilung von A bis G vorgesehen, bis 2020 soll es dann Richtung A+++ gehen. Manche Hersteller erfüllen aber bereits jetzt die Voraussetzungen für eine bessere Einstufung als A, dies wird auch ausgewiesen.
In einen Fernseher integrierte Zusatzfunktionen (wie mehrere Digitaltuner, Festplatten etc.) werden mitberechnet, das Gerät "darf" dann auch mehr verbrauchen. Die Einstufung wird nach Leistungsaufnahme, Bilddiagonale und eben der zusätzlichen Ausstattung berechnet.
Konsumentenschützer kritisierten bereits im Laufe des Jahres, dass die Einteilung zu "herstellerfreundlich" sei, da praktisch auch die "hungrigsten" Geräte keine schlechtere Qualifizierung als "C" erreichen würden. Darum ist vor allem der Blick auf die konkreten Werte beim Fernsehkauf wichtig - diese sollten für Vergleiche herangezogen werden.