Auch wenn Datenschützer gegen den Google-Streetview-Dienst Sturm laufen, die bereits bestehenden Funktionen Google Maps bzw. Google Earth werden immer detaillierter und liefern immer bessere und genauere Luftaufnahmen.
Je präziser die Gegenden erfasst sind, desto mehr bietet es sich nun auch an, Google Maps zur Immobiliensuche bzw. zur Recherche im Hinblick auf bestimmte Objekte zu nutzen. Häuser können regelrecht analysiert werden: Wie sieht es mit den Verkehrswegen aus, welche Grünflächen gibt es in der Umgebung, wo kann geparkt werden. Auch zu den Objekten selber kann der Dienst Aufschluss geben: Gibt es einen Hinterhof, welche Freiflächen sind vorhanden?
Eine interessante Möglichkeit ist auch die eigenständige Recherche bzw. Suche nach potentiell ausbaubaren Dachböden. In Nahaufnahmen lässt sich beispielsweise erkennen, ob Dächer noch nicht renoviert sind bzw. wo es in der Umgebung ausgebaute Dachböden bzw. Dachterrassen gibt. Dachgeschosswohnungen sind gefragt, umso mehr, als die Vergabe von Ausbaugenehmigungen in letzter Zeit restriktiver gehandhabt wurde. Dementsprechend steigen die Preise vor allem jener Objekte, bei denen ein Ausbau möglich ist.
Auch bei der Recherche nach den Eigentümern eines Objekts muss man sich nicht mehr auf ein Amt begeben: Dank der Möglichkeit eines Online-Grundbuchauszuges (gegen Bezahlung) kann man auch hier im Internet vorrecherchieren ehe man sich vor Ort ein Bild von einer Immobilie macht.
Bei der Google-Recherche gilt freilich: Je größer die Stadt, desto besser (also detaillierter) ist diese vom Kartendienst erfasst. In Wien und Umgebung ist dies der Fall, in anderen Städten bleibt einem die Recherche vor Ort (noch) nicht erspart.