Megadeal: Signa kauft Luxuslagen in Deutschland

Fast keine Woche ohne Signa-Deal in den Medien: Der Real Estate-Konzerns meldet die Übernahme von „fünf Trophy Assets“ in Deutschland: mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die beim westlichen Nachbarn bis dato größte Immobilientransaktion 2017.

Gekauft wird im Rahmen der nächsten XXL-Transaktion an der Signa beteiligt ist von der RFR Holding: Ins Portfolio der Signa Prime wandert unter anderem das Berliner Hochhaus Upper West. Der 119 Meter hohe Turm bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Ku´damm, geplant vom Architekten Christof Langhof (im Bild), beherbergt Büro-, Einzelhandels- und Hotelflächen in Promilage. In Hamburg hat Signa bei den Luxus-Landmarks „Kaufmannshaus“ und „Alsterarkaden“, ebenfalls an Beststandorten, zugeschlagen. Last but not least umfasst der Deal auch das entstehende Geschäftshaus „Upper Zeil“ in der Frankfurter City sowie die 50 Prozent RFR-Beteiligung am Immobilienprojekt „Karstadt am Münchner Hauptbahnhof“.

Signa Prime übernimmt 160.000 Quadratmeter Mietfläche

Insgesamt zählt das Fünfer-Portfolio über 160.000 Quadratmeter Mietfläche: davon entfallen 70.000 auf den Einzelhandel, 55.000 aufs Büros und 17.000 Quadratmeter auf die Assetklasse Hotel. Im Rest sind unter anderem Gastronomiebetriebe untergebracht.

Die Objekte verfügten allesamt über langfristig gesicherte und bonitätsstarke Mieter sowie einen diversifizierten Nutzungsmix mit zusätzlichem Wertsteigerungspotenzial, so Signa Prime via Aussendung. Die neuen Eigentümer wollen „das nahezu vollvermietete Portfolio langfristig“ halten. „Der Ankauf dieses einzigartigen Portfolios ermöglicht, die Marktposition von Signa Prime unter den führenden europäischen Immobilienunternehmen auszubauen und sich als eine der größten europäischen Immobilienaktiengesellschaften zu positionieren“, sagte Timo Herzberg, Vorstand der Signa Prime Selection AG, im Zuge der Übernahme.

Deal: „Gute, konstruktive Gespräche“

Michael Fuchs, Gründer der RFR Gruppe, betonte, dass „eine Transaktion wie diese“ viel Vertrauen unter den Beteiligten erfordere. „Mit der Signa Prime hatten wir von Beginn an gute, konstruktive und vertrauensvolle Gespräche. Daher freut es uns ganz besonders, diese außergewöhnlichen Immobilien an eine der sich am erfolgreichsten entwickelnde Immobiliengesellschaft in Europa zu veräußern“, so Fuchs weiter.


AutorIn:

Datum: 10.11.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.

Im März verkündeten die österreichischen Fensterunternehmen Hrachowina und Weinzetl den künftigen Produktions-Paarlauf. Zur Erinnerung: Hrachowina wird mit Firmensitz und Logistikzentrale an neuer Adresse in Wien Donaustadt verbleiben. Die Holzfensterfertigung wird nach Wiener Neustadt verlegt, wo man mit dem lokalen Fenster- und Türenplayer Weinzetl ab 2018 gemeinsame Sache macht. Anfang Oktober erfolgte nun der Spatenstich für die dafür notwendige neue Produktionshalle. Investiert werden 2,4 Millionen Euro.

Megadeal folgt auf Megadeal: Nach dem Verkauf des Icon Vienna beim Wiener Hauptbahnhof erst im letzten Juni meldete Signa heute den Verkauf der ersten drei Bauteile des Austria Campus an die PGIM Real Estate. Der Forward Deal dürfte mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro für einen neuen Österreich-Rekord sorgen. Laut den Verkäufern handelt es sich um die größte rot-weiß-rote Immobilientransaktion aller Zeiten.

Immobilienmanager Franz Kollitsch, Erwin Krause und Hannes Kowar übernehmen das Einkaufszentrum im Wiener Westen. Invester United Benefits, ein unabhängiger Entwickler und Betreiber von Immobilienprojekten, wickelte den Deal ab. Vermittelt wurde das Objekt von EHL Immobilien.

Das Crowdinvestingunternehmen Rendity meldet den vorzeitigen Abschluss der Teilfinanzierung für das Sanierungs- und Ausbauprojekt einer Gründerzeitliegenschaft in Wien Ottakring (Habichergasse 47). Die ursprünglich bis Ende September angesetzte Zeichnungsfrist hätte vorzeitig beendet werden können, wie es per Aussendung heißt. Die insgesamt aufgelegten 500.00 Euro seien in nur zehn Tagen worden. Jetzt wurde um weitere 100.000 Euro aufgestockt.