Von der Ameise bis zur Spinne: Gartennützlinge

Der Garten ist voll von Tieren, die krabbeln und fliegen. Viele davon sind im Kampf gegen Schädlinge unsere Verbündeten. Ob Ameisen, Ohrwürmer und Spinnen: Hier sind die „Guten“.

Fliegen oder Käfer nehmen viele von uns unbewusst sofort als Schädling war, was aber natürlich keineswegs stimmt. Im Gegenteil: die meisten Krabbeltiere unterstützen uns, wenn es gegen Blattläuse und Schnecken geht oder haben andere wichtige Fähigkeiten, die im Garten wichtig sind. Über welche Wespen und Käferarten Sie sich freuen können, und welche Schädlinge ihre bevorzugte Beute sind, erfahren Sie hier.

Ameisen

Mögen Ameisen in der Wohnung stören, im Garten sind sie unverzichtbar. Sie gehören sogar zu den wichtigsten Lebewesen eines Ökosystems. Also nur bekämpfen, wenn es wirklich unumgänglich ist!

Erdläufer

Der Erdläufer ist ein fadenförmiges, gelblich-weißliches Tierchen mit überaus vielen Beinpaaren und gehört folglich zu den Tausendfüßlern. Sie wühlen sich durchs Erdreich und fressen die Larven von Schädlingen. Darunter: Trauermückenlarven, Dickmaulrüssler , Erdraupen , Engerlinge und Drahtwürmer.

Florfliegen

Eine sehr filigrane, grünschimmernde Fliegenart, die ein sehr unauffälliges Dasein zu haben scheint und unsereins nur auffällt, wenn sie auf einer weißen Gardine Platz genommen hat. Da Florfliegen keine guten Flieger sind, nerven sie auch nicht durch aufdringliche Summgeräusche. Dafür fressen sie Blattläuse, Milben und andere Schadinsekten.

Laufenten

Sie sind die Superwaffe, wenn es im biologischen Feldzug gegen Schnecken geht. Im Gegensatz zur typischen Weiher-Ente ist ihr Körperbau schmäler und der Gang nahezu aufrecht. Aber bitte beachten: Laufenten sind als Haustiere zu betrachten und damit auch pflegebedürftig.

Laufkäfer

Genau wie die Rüsselkäfer bei den Schädlingen sind die Laufkäfer eine eigene Familie. Im Gegensatz zu ihren rüsseligen Verwandten fressen sie aber jede Menge Schädlinge, ohne selbst Schaden anzurichten. In ihr Beuteschema fallen unter anderem: Blattläuse, Schnecken, Maulwurfsgrille, Erdraupen, Engerlinge, Drahtwürmer und Trauermückenlarven.

Marienkäfer

Der süße kleine rote Käfer mit den schwarzen Punkten. Es gibt aber auch gelb gefärbte. Wichtig zu wissen: Jede Unterart hat sich auf eine bestimmte Beute spezialisiert – und zu diesen gehören Blattläuse, Schildläuse, Spinnmilben oder Wollläuse.

Maulwurf

Noch so ein Kandidat, der vielen ein Dorn im Auge ist, obwohl er mehr nützt als schadet. Wurzelwerk wird vom Maulwurf eher selten in Mitleidenschaft gezogen und seine Erdhaufen können perfekt als Blumenerde genommen werden. Anders die Wühlmaus. Die nagt tatsächlich die Pflanzen von unten an.

Nematode

Noch nie gehört? Kein Wunder. Nematoden sind Fadenwürmer und können für viele Larven unangenehme bzw. todbringende Folgen haben. Das ist gut für uns, wenn wir sie mit Wasser über die betroffenen Pflanzen gießen. Jede Larvenart benötigt aber einen speziellen Fadenwurm. Darunter fallen: Dickmaulrüssler, Engerlinge, Schnecken, Erdraupen und Trauermücken.

Ohrwürmer

Ohrwürmer mögen zwar hervorragende Tiere sein, um kleine Kinder zu erschrecken, in Wirklichkeit sind sie natürlich harmlos und finden menschliche Ohren ziemlich uninteressant. Viel lieber haben sie Spinnmilben, Blattläuse und andere kleine Insekten. Gibt es jedoch nicht genug Fleisch, vergehen sie sich auch an reifen Früchten.

Schlupfwespe

Auch hier gilt wie beim Marienkäfer: es gibt verschiedene Schlupfwespenarten, die sich auf einen ganz bestimmten Beutetypus spezialisiert haben. Je nachdem steht die Weiße Fliege, Schmierlaus, Apfelwickler oder Schadraupe auf dem Speiseplan. Ach ja: Schlupfwespen stechen nicht!

Schwebfliegen

Auch Schwebfliegen gehören zu den Arten, die den Menschen meist wenig stören. Ihr Hunger auf Blattläuse macht sie für uns aber durchaus wichtig.

Spinnen

Ja, sie sind haarig, haben lange Beine und keiner mag sie. Aber nochmal: sie sind wirklich unglaublich nützlich! (Noch ein Ausrufezeichen extra!) Die Menge an Insekten (und somit auch Schadinsekten), die in ihren Netzen landen, können wir gar nicht mit der Fliegenklatsche erlegen. Nicht einmal mit einer großangelegten Giftkeule. Sollen wir auch nicht!

Weberknechte

Sie gehören nicht direkt zu den Spinnen, sind aber ein naher Verwandter. Netze bauen sie keine, fressen aber gerne Blattläuse.

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Datum: 09.08.2016

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