Ausschreibungen für die Gewerke

Auf Basis der mit Ihnen abgestimmten und von Ihnen freigegebenen Pläne erstellen PlanerInnen oder BauherrenvertreterInnen die Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke. Was genau ist eine Ausschreibung?

Eine Ausschreibung besteht in der Regel aus einer genauen Beschreibung des Bauvorhabens, einem groben Terminplan, einem Leistungsverzeichnis sowie den technischen und rechtlichen Vertragsbestimmungen.

Positionslisten

In einer Ausschreibung wird die zu erbringende Leistung in einzelne ”Positionen” gegliedert und in einer Liste zusammengefasst, welche diese einzelnen Positionen (wie etwa das Mauern von einem Quadratmeter Ziegelaußenwand) exakt beschreiben, die erforderliche Menge angeben (in diesem Fall die benötigten Quadratmeter der Außenwand) und in die schließlich der Anbieter den Preis einträgt. Für Unvorhergesehenes werden entsprechende Reserve- bzw. Sicherheitspositionen vorgesehen.

Standardrepertoire

Da bei konventioneller Bauweise immer wieder die gleichen Positionen in Ausschreibungen benötigt werden, gibt es standardisierte Leistungsbeschreibungen, welche die meisten Positionen vorformuliert enthalten, so dass Missverständnisse zwischen Ausschreibendem und Anbieter minimiert werden.

Detailbeschreibung

Werden Leistungen gewünscht, die nicht in den Standardtexten vorkommen, hat der Ausschreibende diese in einem eigenen Text klar zu formulieren und gegebenenfalls einen Plan oder sonstige Darstellungen zu ergänzen, um Missverständnisse auszuschließen.

Abgabefrist

Die Ausschreibung wird an einige in Frage kommende Unternehmen mit der Bitte um Angebotslegung innerhalb einer Frist von drei bis vier Wochen gesendet. Bei der Auswahl der Unternehmen lassen Sie sich einerseits vom Architekten beraten, und hören Sie sich andererseits bei Bekannten um, die eventuell Empfehlungen aussprechen können. Wenn dann die Angebote der Unternehmen samt den Preisen eintreffen, werden diese ausgewertet, um festzustellen, wer der Bestbieter ist.


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Datum: 22.01.2018

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