Karbonisiertes Holz – verbrannt und stylisch

Ein Haus, das aussieht wie nach einer Feuersbrunst soll stylisch sein? Ja! Und nicht nur das. Karbonisiertes Holz ist witterungsbeständig und benötigt keinen Schutzanstrich.

Der Anblick eines verkohlten Hauses löst wahrscheinlich erst einmal Bestürzung aus. Doch manchmal ist der Feuerlook ganz gewollt. Karbonisiertes Holz nennt das die Fachwelt dieses oberflächlich verkohlte Holz. Ursprünglich kommt die Behandlungsweise aus Japan und wird dort „Yakisuki“ genannt. „Yaki“ bedeutet „gegrillt“ oder „verkohlt“ (wie in Teppanyaki) und Sugi ist der Name einer japanischen Zeder, die in der Regel für diese Bearbeitungsmethode verwendet wird - „Verkohlte Zeder“, also.

MOCOPINUS © MOCOPINUS

Hierzulande heimische Hölzer

Dass schwarzes Holz sehr edel und elegant aussieht, hat die Industrie hierzulande inzwischen auch bemerkt und bietet diese spezielle Verarbeitung an. Bei uns werden aber in erster Linie heimische Hölzer verwendet wie Fichte, Lärche oder Eiche. Beim Karbonisieren von Holz wird die oberste Schicht des Materials kontrolliert verbrannt, wodurch die Maserung sich noch einmal stärker hervorhebt. Je nach Verbrennungsgrad (und Holzart) entsteht eine ganz eigene, einzigartige Oberfläche und die schwarz-silbrig schimmernde Ascheschicht erinnert etwas an Leder – genauso exklusiv wirkt es deshalb dann auch.

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Außen wie innen

Durch die gezielte Verbrennung schließen sich die Poren des Holzes und es ist so geschützt vor Schimmelpilzen, Insekten oder Witterungseinflüssen. Mit anderen Worten: es wird weder ein Holzschutz noch sonst eine zusätzliche Behandlung nötig. Etwas anders sieht es jedoch im Innenbereich aus. Damit sich das karbonisierte Holz bei Berührung nicht abfärbt, ist eine Fixierung der Oberfläche ratsam. Die Industrie löst dies mit zwei Schichten einer wässrigen Polyurethan-Beschichtung.

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Datum: 18.07.2017

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