© Jonathan Meyer/unsplash.com

Die schönsten Rosen für Ihren Garten

Prachtvoll sind sie alle - Edelrose, Wildrose oder Strauchrose. Aber wie unterscheidet man sie und welche Pflege brauchen sie? Erfahren Sie hier alles über die Klassifikation von Rosen.

Experten sprechen von „Rosenklassen“( bzw. noch spezifischer: "Rosengruppen"), wenn sie eine Einordnung der verschiedenen Rosenarten vornehmen. Und eine solche kann ganz schön umfangreich werden, wenn man bedenkt, dass es um die 30.000 Rosensorten gibt.

Auf die Wuchsform kommt's an

Wenn Sie sich einen Überblick über das Rosensorten-Meer verschaffen wollen, orientieren Sie sich am besten an der Wuchsform. Eine klare Abgrenzung zwischen den verschiedenen Rosenarten gibt es allerdings dennoch nicht. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Rosenklassen für Sie überblicksmäßig zusammen.

 

© Isabella Pils

Edelrosen: Die Klassiker

Edelrosen bilden lange Stiele, welche gefüllte, duftende Blüten tragen. Sie können sowohl als Hochstamm als auch als Busch gezogen werden. Verwendung finden Sie häufig als Beet- oder Schnittrosen. Mit ihren langen Trieben sind sie ideal für den Vasenschnitt geeignet. Im Garten können sie aufgrund ihrer lichten Gestalt mitunter staksig und steif wirken. Optisch ansprechender wird’s, wenn man Edelrosen in kleinen Gruppen aus drei bis fünf Pflanzen einer Sorte pflanzt. Der jährliche Grundschnitt erfolgt im Frühjahr (März/April) vor dem Neuaustrieb bzw. sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Dabei schneidet man alle Triebe auf zwei bis sechs Augen zurück. Stehende oder sehr dünne Triebe sowie störende Verästelungen werden ganz entfernt.

Sortenbeispiele: Admiral, Ambiente, Duftwolke, Elina, Charisma, Augusta Luise, Blue River, Candlelight, Cherry Lady, Pascali

ldrosen (Beispiel: Hundsrose, Zimtrose, Apfelrose) sind, wie der Name schon sagt, ursprüngliche Rosen, die nicht gezüchtet wurden. Sie blühen nur einmal zur Hauptblütezeit im Juni/Juli und entwickeln nachfolgend Früchte, die Hagebutten.  Wildrosen sind relativ anspruchslos, anpassungsfähig und pflegeleicht. Ab und an wird durch Entfernen der ältesten Triebe zwischen Herbst und Nachwinter ausgelichtet und verjüngt. Sollte es nötig sein, kann auch komplett stärker zurückgeschnitten werden.

© Juliana Malta/unsplash.com

Wildrosen: Die Ursprünglichen

Wie der Name schon sagt, sind das die ursprünglichen Rosen, die nicht gezüchtet bzw. gekreuzt wurden. Grundsätzlich zählen Wildrosen zu den Sträuchern, deren Triebe mit Stacheln besetzt sein können. Es gibt auch Wildrosen-Arten, die sich als Kletterrosen ziehen lassen. Meist sind die Blüten von Wildrosen ungefüllt und man kann die fünf Kronblätter und die vielen Staubblätter gut erkennen. Sie blühen nur einmal zur Hauptblütezeit im Juni/Juli und entwickeln nachfolgend Früchte - die Hagebutten. Wildrosen sind relativ anspruchslos, anpassungsfähig und pflegeleicht. Ab und an wird durch Entfernen der ältesten Triebe im Frühjahr oder Sommer ausgelichtet und verjüngt. Sollte es nötig sein, kann auch stärker zurückgeschnitten werden. Insbesondere bei Wildrosenhecken sollte man jedes Frühjahr kräftig zurückschneiden, damit sie blickdicht werden.

Sortenbeispiele: Heckenrose (auch: Hundsrose), Apfelrose, Weinrose, Bibernellrose (auch: Dünenrose), Kartoffelrose, Hechtrose

© Isabella Pils

Strauchrosen: Die Buschigen

(Zier-)Strauchrosen sind besonders wüchsige Rosen. Man erkennt sie an ihrer Höhe von 1 bis 1,5 Metern, mitunter auch bis zwei Metern. Es gibt wüchsige Floribundarosen, die als Strauchrosen durchgehen, ebenso niedrige Kletterrosen, die ebenfalls als Strauchrosen verwendet werden können. Die Bezeichnung Zierstrauchrosen weist darauf hin, dass diese Rosen als besonders vorteilhafte Ziersträucher im Garten dienen können - in möglichst freiem Stand, damit sie von allen Seiten voll zur Geltung kommen. Zierstrauchrosen werden aus diesem Grund nie in so großen Mengen gepflanzt wie etwa Beetrosen. Man setzt in erster Linie einzelne Exemplare oder gruppenweise jeweils drei Pflanzen einer Sorte. Zum Beispiel machen sie sich gut im Vorgarten, seitlich der Terrasse oder, in Reihen gepflanzt, als wunderschöne Blühhecken. Hierbei sollte je nach Sorte ein Pflanzabstand zwischen 60 und 120 Zentimetern eingehalten werden, damit die Hecke schön dicht wird, die einzelnen Pflanzen aber noch genug Entfaltungsraum haben. Strauchrosen benötigen im Gegensatz zu Beetrosen keinen jährlichen Schnitt. Es genügt, wenn Sie öfterblühende Sorten im Frühjahr (März/April) auslichten und die alten Zweige entfernen.

Sortenbeispiele: Englische Rose,Belvedere, Bonzana, Westerland, Blossomtime, Cinderella, Frühlingsgold, Nevada, New Look

AutorIn:
Datum: 06.04.2020
Kompetenz: Garten und Zaun