|
|
 |
Bau & Möbeltischlerei Huber
Engelbert Lemmerer
Glockengasse 10-12
1020 Wien
Tel: 01/276 10 06
Fax: 01/968 06 85
Mobil: 0664/35 57 290
Heute werden alte Fenster meistens durch neue ersetzt
Wie durch Wissenschaft und Praxis bewiesen ist, kann bei den lippendicht raumabklebenden Fenstern keine "Stoßlüftung" die erforderliche Raumluftentfeuchtung sicherstellen. Diese Fenster mögen die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung erfüllen, im Bauwerk führen derart überzogene Konstruktionen jedoch zu den genannten Problemen. Selbst in der DIN 4108 heißt es, dass der k-Wert nur im Labor Gültigkeit hat; was soll er also im Fensterbau? An der problematischen Entwicklung haben alle Beteiligten ihren Anteil: der Bauherr, der Planer, der Handwerker und auch der Denkmalpfleger.
Vorteile des alten "Kastenfensters"
Dabei erweist sich die Erhaltung alter Fenster nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich als sinnvoll - vom denkmalpflegerischen Aspekt ganz abgesehen. Auch sind die Schall- und Wärmedämmwerte eines Kastenfensters, zu dem die meisten Einfachfenster problemlos nachgerüstet werden können, ausgezeichnet. Und der Fugendurchlasswiderstand entspricht den baupraktischen Anforderungen.
Für eine Instandsetzung von Fenstern müssen in der Praxis folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - die Bestandsaufnahme der Baukonstruktion und ihres Erhaltungszustandes; - eine darauf beruhende substanzschonende, technisch und wirtschaftlich überzeugende Planung und Baudurchführung; - das Vermitteln dieser Qualitäten an den Bauherrn; - die vertragliche Absicherung des Leistungsaufwandes bei Planer und Handwerker.
Denkmalpflegerische Aspekte bei Erhalt und Ersatz von historischen Fenstern
Grundlegendes zu Denkmalwert und Reparatur: Seit gut 10 Jahren rückt das Fenster als wertvolles Bauteil verstärkt ins Blickfeld denkmalpflegerischen Interesses. Dies zeigt sich auch in den Bemühungen der einschlägigen Behörden, entsprechende Informationen bereitzustellen, die der Bewusstseins- und Geschmacksbildung zugute kommen sollen. Fenster gehören durch ihre Einbausituation, die Farbfassung und die Anschlüsse zu den wichtigen Quellen für die Baugeschichte eines Hauses. Deshalb sollten sie möglichst in ihrer Einbausituation repariert werden. Fenster sind Ausdruck handwerklichen Könnens, einstiger Lebensbedingungen und des wirtschaftlichen Vermögens des Bauherrn. Da sie zu den vergleichsweise schnell vergänglichen Bauteilen gehören, sind Fenster aus vergangenen Jahrhunderten eine Rarität. Im Falle eines Ersatzes sollten deshalb zumindest ein oder zwei originale Fenster an einer geschützten Stelle des Gebäudes erhalten werden. Fenster am Baudenkmal, die ausgetauscht werden, sind zu dokumentieren, ihre Gläser und Beschläge sollten zur Wiederverwendung geborgen werden. Einen besonderen Reiz besitzen historische Fenster durch die Wirkung der Materialien Holz, Glas und Metall. Die beeindruckende Vielfalt an Ausprägungen resultiert aus der historischen Entwicklung sowie einer traditionellen und landschaftstypischen Herstellungsweise. Leider fehlt es heute für Reparaturmaßnahmen oft an kompetenten Handwerkern.
Neubau: Beim Neubau von Fenstern gelingt es selten, den verschiedenen Anforderungen völlig zu entsprechen. Auch ist der individuelle denkmalgerechte Neubau wohl immer teuerer als die Verwendung von Fertigprodukten. Nur wenn es gelingt, den Hauseigentümer davon zu überzeugen, daß das erhaltenswerte Fenster Bestandteil der Lebens- und Wohnqualität ist, wird er bereit sein, auch bei zurückgehenden Fördermöglichkeiten den finanziellen Mehraufwand zu tragen. Da viel zu selten bauklimatische Fragen eine Rolle spielen, verhelfen oft nur die häufig bereits nach wenigen Jahren auftretenden Bauschäden zu der Erkenntnis, daß die billige Lösung teuer zu stehen kommt. Die bauklimatischen Aspekte spielen freilich auch eine Rolle im Hinblick auf Voraussetzungen für ein gesundes Wohnen. Hier ist vor dem Hintergrund einer zunehmenden Zahl von Atemwegs- und Allergieerkrankungen eine erhöhte Sensibilisierung der Bevölkerung festzustellen. Bei den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Heizung, Lüftung, Wasserhaushalt, Schadstoffen u.a.m. ist der Bauherr allerdings auf die Beratung durch den Produzenten angewiesen. Ob das neue Fenster eine Rekonstruktion des alten, eine Verbesserung, Neugestaltung oder Neukonstruktion wird, hängt von vielen Gesichtspunkten ab und sollte immer unter Beteiligung von Denkmalpflegern und Städteplanern entschieden werden. Eine detailgetreue Rekonstruktion wird die Ausnahme bleiben. Das Fenster soll sich dem Baudenkmal einordnen, ohne über den Verlust des historischen Vorgängers hinwegzutäuschen. In Bezug auf die Fensterart kommen Kastenfenster, Verbundfenster oder Einfachfenster mit Doppelverglasung in Frage. Weiterhin zu klären sind die Aspekte Materialgerechtigkeit, Feingliedrigkeit, Profilierung, Farbigkeit und Funktionalität. Standardisierte Fenster mit plumper Dimensionierung oder vereinfachter Ausbildung (wenn etwa auf Sprossen verzichtet wird) beeinträchtigen die Gesamtwirkung eines Bauwerks erheblich. Wichtig sind auch die Läden. Sie stellen wie Fensterfaschen, Putzgliederung und Sohlbank einen Bestandteil der Fassadengliederung dar. Hier den richtigen Farbton und das geeignete Farbsystem zu finden, setzt langjährige Erfahrung voraus. Die moderne Verglasung wirkt in der historischen Fassade auch bei gelungenen Fensterkonstruktionen kalt und leblos. Das Spiegeln des makellosen Floatglases ist ein Problem. Traditionell hergestellte Gläser sind jedoch meist unzumutbar teuer. Auch Beschläge und Verschlusssysteme lassen häufig zu wünschen übrig. Neben den Nachbildungen historischer Beschläge muss die Entwicklung zeitlos schöner Beschläge weitergehen.
|
 |
So verhindern Sie in der Heizperiode die lästige Bildung von Kondenswasser.
Die innovative Technologie vereint erstmals optimalen Wärme-, Schall- und Einbruchschutz.
KATZBECK: Wärme, Geborgenheit und Harmonie in jedem Wohnbereich!
Holz vermittelt als lebendiger Werkstoff eine besonders wohnliche Atmosphäre.
Schutz vor Sonneneinstrahlung aber auch vor Energieverlust und Einbrechern.
|