Lärm im Büro - was tun?

Ein ständiger Lärmpegel im Büro ist sehr belastend, stört die Konzentrationsfähigkeit und kann zu gesundheitlicher Beeinträchtigung führen. Laut einer neuen Befragung verfügen nur 33 % der Büroangestellten über einen lärmfreien Arbeitsplatz.

Lärm wirkt nicht nur störend, sondern hat auch einen negativen Einfluss auf die Konzentration und dadurch auch auf die Arbeitsleistung. Im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich wurde eine Befragung zum Thema „Lärm am Arbeitsplatz“ im Rahmen der Erhebungen zum Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitor durchgeführt. Insgesamt 1862 Arbeitnehmer in ganz Österreich nahmen an der Umfrage teil.

Die Ergebnisse der Lärm-Befragung

Nur 33 Prozent der Befragten verfügen über einen lärmfreien Arbeitsplatz. Nahezu zwei Drittel der Arbeitnehmer werden an ihrem Arbeitsplatz durch Lärm oder Geräuschquellen gestört. Die häufigste Lärmquelle sind Arbeitsmaschinen, aber auch sprechende oder telefonierende Kollegen stören 22 Prozent der Befragten, gefolgt von Radio mit 16 Prozent, sowie Lüftungen und Klimaanlagen. Straßenverkehr empfinden zehn Prozent als störend.

Gegenmaßnahmen

Lärmreduzierende Möglichkeiten werden leider nur von den wenigsten Betrieben gesetzt. Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, dass es in ihrem Unternehmen Maßnahmen zur Lärmreduzierung gibt. 71 Prozent arbeiten in Unternehmen, in denen, trotz Lärmbelastung, keine helfenden Maßnahmen gesetzt werden.

Effektive Lösungen gäbe es jedoch viele wie zum Beispiel Dämpfung bzw. Schallisolierung oder einfach lärmfreie Zeiten. Mehr Lärmprävention in den Betrieben, insbesondere durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, ist daher unbedingt notwendig, wie die AK OÖ fordert.


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Datum: 16.12.2009

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