Mobbing am Arbeitsplatz

Unter Mobbing (engl. „to mob“: angreifen, attackieren) versteht man einen schleichenden Prozess am Arbeitsplatz, der mit einem Konflikt beginnt und schließlich ausartet bzw. sich verselbständigt. Jeder kann im Laufe seines Arbeitslebens davon betroffen werden.

Unter Mobbing (engl. "to mob": angreifen, attackieren) versteht man einen schleichenden Prozess am Arbeitsplatz, der mit einem Konflikt beginnt und schließlich ausartet bzw. sich verselbständigt. Jeder kann im Laufe seines Arbeitslebens eine solche Erfahrung machen. Menschen, die von Mobbing betroffen sind, fühlen sich durch diese Dynamik sehr stark unter Druck gesetzt, teilweise sogar in ihrer Existenz bedroht. Nicht selten endet diese Geschichte im endgültigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben.

Die Ursachen

Damit sich der Psychoterror am Arbeitsplatz ausbreiten kann, braucht es in gewisser Weise auch einen Nährboden dafür, sowohl in der Betriebsstruktur, als auch beim Betroffenen selbst. Betriebe, in denen sich Mobbing-Dynamiken entwickeln können, weisen oft ein hohes Maß an Über- oder Unterforderung des Personals, hohen Zeit- und Leistungsdruck, unzureichende Personalentwicklung, Fehler im Führungsverhalten, wirtschaftliche Probleme im Unternehmen oder auch verstärkte Angst um Arbeitsplätze auf. Arbeitnehmer, die neu in eine Firma oder in eine neue Abteilung eintreten, oder die schon zum "älteren Personal" gehören, sowie jene, die generell sehr unsicher sind oder Kontaktschwierigkeiten im Team haben, sind besonders häufig von Mobbing betroffen.

Die Dynamik

Zu Beginn kommt es zwischen zwei Personen zu einem Konflikt, in den nach und nach andere Personen aus der Abteilung mit hineingezogen werden. Es entsteht eine Form von Gruppenzwang, sich gemeinsam gegen einen Arbeitnehmer zu stellen. In einer Art Schneeballeffekt kann sich dieser Prozess auf andere Abteilungen bis hin zur Führungsebene ausweiten.
Es kommt zu typischen Verhaltensmustern und Handlungen gegenüber dem "Opfer". Ziele von Mobbing können sehr vielfältig sein wie zum Beispiel Demonstration von eigener Kompetenz, Befriedigung am Ausüben von Macht, Herauspressen eines Maximum an Leistungsfähigkeit des Betroffenen. Die Folgen dieser Attacken können sich für den "Gemobbten" in gravierenden psychischen und psychosomatischen Symptomen abzeichnen.


Autor:

Datum: 08.01.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Gesund Arbeiten

Mit ein paar einfachen Mitteln lässt sich das körperliche Wohlbefinden am Arbeitsplatz mit Leichtigkeit in Schwung und Form halten. Deftiges, schwer verdauliches Kantinenessen wird heute durch kleine knackige Snacks für zwischendurch ersetzt.

Körperliche und psychische Unausgeglichenheit und Bewegungsarmut auf dem Büroarbeitsplatz verringern auch die Tagesleistung. Worauf bei Stühlen, Tischen und Bildschirmen ganz besonderes Augenmerk gelegt werden soll.

Das Mittagsschläfchen in allen Ehren: Unternehmen, die sich heute trauen, Powernapping zu forcieren, gelten in Österreich als mutig. Aber in Wirklichkeit haben sie mit dieser Strategie die Nase vorn.