Neuer Hub „Am Hof“ für die ArchiDesigner von Wideshot

Für sie sind die Übergänge von Architektur und Entertainment fließend. Schablonenhafte Schemata für die reale Arbeitsumgebung? Fehlanzeige! Im neuen Wideshot-Standort lebt das Kreativteam vor, wie man aus der 0815-Bürowelt aussteigen kann.

Geschäftspartner, Kollegen und Freunde waren Mitte November zum Opening der wahrlich anderen Bürowelt, die im Aufbau, Ausdruck und Arbeits(platz)empfinden exemplarisch für das Schaffen der 25-köpfigen Kreativschmiede steht, gekommen. Gleichzeitig konnte auf das bereits siebjährige Firmenjubiläum von Wideshot angestoßen werden.

Mit dem neuen Office ist das kreative Team rund um das Trio bestehend aus Sebastian Kaus, Oliver Bertram und Johannes Muecke im altehrwürdigen Palais Collalto gelandet. Die zur Verfügung stehenden, sehr großzügigen 500 Quadratmeter seien über Monate und reger Beteiligung aller Mitarbeiter – darunter Architekten, Designer, Grafiker, Concept Artists und Kommunikationsdesigner ­– für die verschiedene Aufgabenbereiche definiert und mit „sehr viel Spaß an der Sache“ eingerichtet worden, wie Bertram gegenüber wohnnet Business ausführt.

Entwickelt wurde eine ideale Arbeits- und Kommunikationsinsel, die in Sachen szenografischer Gestaltung realer und virtueller Räume, das Hauptbetätigungsfeld der in den Bereichen Architektur, Interior Design, Produktdesign, Themenpark-Architektur, Games und Filmausstattung (klassisch-modellhaft oder rein fiktional) angesiedelten Agentur, alle Stückeln spielt.

Raum-Reminiszenzen an dem Film: Vom „Fight Club“ bis „Shutter Island“

„Unser Ziel ist es, mehr als nur Räume zu kreieren“, postuliert Bertram. Dies sei ihnen, wie er betont, auch in ihren eigenen Räumlichkeiten gelungen. Funktionseinheiten wechseln sich darin ab. Wandert man durchs Büro finden sich Arbeits-, Rückzugs- sowie Begegnungszonen: Entstanden sind zwei Work Bases, ein Projekt- und Konferenzbereich sowie drei Meetingräume, die, angelehnt an das eigene Schaffen in der Welt Hollywoods, etwa beim Design des „AI Ships" im Blockbuster Independence Day 2, Filmtitel tragen.

So kann sich beispielsweise der gestresste Mitarbeiter im „Fight Club“ nach langen Arbeitsstunden am Bildschirm "filmlike" austoben. Im „Capricorn One“-Zimmer, das als hausinternes Filmstudio dient, werden Visionen nicht nur visuell umgesetzt; es darf auch in der Schlafkoje geschlummert werden. „Shutter Island“ imitiert widerum den Salon der cineastisch zu Ruhm gekommenen Irrenanstalt, fungiert bei Wideshot aber als Herrensalon, der dem gepflegten wie entspannten Meinungsaustausch dient.

Nächste Leuchtturmprojekte

Raumbildend ist die 2010 aus der Taufe gehobene Agentur momentan nicht nur in den eigenen vier Wänden. Nachdem man bereits für Kapsch CarrierCom das intern entwickelte „Work-U-tainment“-Prinzip am Standort Wien realisiert hat, und damit beim „German Design Award“ augenscheinlich auch in Expertenkreisen bestanden hat, sind die nächsten Projekte in der Planung beziehungsweise Realisierungsphase.

Für das neue Headquarter der Bank Austria am Austria Campus in der Wiener Leopoldstadt hat das Wideshot-Team das Interior Design sowie den Aufbau des der Orientierung dienenden Leitsystems übernommen. Beziehen will der Konzern die damit ausgestatteten 60.000 Quadratmeter Bürofläche bereits in den nächsten Monaten. Ebenso steht 2018 der Umbau des BMW-Ersatzteillagers in Salzburg am Programm. Geplant sind dort ein Bürogebäude und Trainingscenter für KFZ- und Vertriebsmitarbeiter. Auch nach Fernost hat man bereits die Fühler ausgestreckt. In Shanghai konnte sich die Agentur den Auftrag für einen Industriekomplex, inklusive Experience Center, Büros sowie Besucherzentrum angeln. „China lebt uns in vielen Bereichen vor, was in naher Zukunft bei uns stattfinden wird: Enrichment durch Entertainment“, wie Bertram prophezeit.

USA als nächster Wunschstandort

Auch der Westen lockt. Nachdem man in der Wiener City neu Fuß gefasst hat, denkt die Geschäftsführung bereits über ein eigenes Büro in den Vereinigten Staaten nach. Dort hat man vor, noch näher an das Filmgeschäft heranzurücken, wie es aus dem Kreis der Chefs heißt. Auch neue Aufgabenbereiche würden bereits warten.

In die Gestaltung der Zukunft eingreifen

Das Einfließen künstlicher Intelligenz in den Lebensalltag der Menschen wird sich auf Umwelt und Gesellschaft auswirken, sagt Geschäftsführer Klaus, „und damit die städtische Umgebung in den nächsten Jahren grundlegend verändern.“ Keine Frage: Wideshot wolle und werde an der Gestaltung dieser neuen Welten mitwirken.


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Datum: 24.11.2017

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