Hohe Heizkosten fördern Umstieg auf erneuerbare Energie

Die Österreichische Energieagentur hat die aktuelle Studie Heizung der Zukunft: Motive, Erwartungen und Anforderungen präsentiert. Der Trend ist klar: Es geht in Richtung Heizen mit erneuerbaren Energieträgern.

In der Studie kommt klar heraus, dass das Interesse für den eigenen Energieverbrauch sehr hoch ist. Rund die Hälfte der Sanierer und Hausbauer führt demnach regelmäßig Aufzeichnungen darüber.

Die Top-5 Anforderungen an ein Heizsystem

Zu den Top-5 Anforderungen an Heizsysteme unter Privatpersonen rangiert das reibungslose Funktionieren ohne Störfälle an erster Stelle, unmittelbar gefolgt von der Versorgungssicherheit des Brennstoffs und danach die Umweltfreundlichkeit. "Generell ist die Information über Förderungen den Sanierern und Hausbauern sehr gut bekannt, aber nur 64 Prozent bewerten diese als sehr wichtig oder wichtig für die Kaufentscheidung." Auch die Höhe der Anschaffungskosten sei kein entscheidendes Kaufkriterium.

In der Studie heisst es: Die Motive für einen Heizungstausch sind

1. Die Tatsache, dass das alte System nicht mehr funktioniert,
2. Das System zu alt ist und erst
3. Die Verteuerung des Brennstoffs

Rund sechs von zehn Umsteigern auf erneuerbare Energien, haben vorher mit Öl geheizt.

Mehr Aufklärung notwendig

"Ein interessantes Detail ist die Tatsache, dass es zwar ein Bewusstsein für das Energiesparen gibt, es aber am Bewusstsein dafür fehlt, dass das Heizsystem in seiner Gesamtheit effizient sein soll", so Susanne Geissler, Leiterin des Geschäftsfelds Gebäude und Raumwärme der Energieagentur.

Es sei dringend mehr Aufklärung der Heizungsbetreiber nötig, dass mehr Energie eingespart werden könne, wenn man eine technisch effiziente Anlage auch effizient betreibe.

"Die Studie hat auch deutlich gezeigt, dass 13 Prozent der Sanierer die Heizung tauschen, ohne jedoch vorher zu dämmen". Die mangelnde Dämmung werde mit Kosten argumentiert.


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Datum: 07.11.2008

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