Nachfrage nach Eigentum - Der Hype ist vorbei

Eine aktuelle Analyse von wohnnet.at hat ergeben, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen den Peak 2012 überschritten hat. Folge: Die Preissteigerung wird sich in den nächsten Jahren zwischen zwei und fünf Prozent einpendeln.

Nachfrage nach Wohnungen als Anlageobjekt sinkt spürbar

Eigentumswohnungen waren in den letzten vier Jahren eine der beliebtesten Anlage-Formen in Österreich. Die Finanzkrise und die daraus resultierende Suche nach Immobilien haben zu hohen Preissteigerungen geführt. Eine aktuelle Analyse aller Suchabfragen via Google Trends als auch das Suchverhalten auf wohnnet.at haben ergeben, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen den Peak 2012 überschritten hat und bis August 2013 signifikant gesunken ist. „In den letzten Monaten ist die Nachfrage nach Anlage-Immobilien geringer geworden. Der Hype ist vorbei. Anleger, die Teile ihres Vermögens in Immobilien investieren wollten, haben dies bereits getan“, erklärt Peter Erlebach, Geschäftsführer von wohnnet.at.

Beliebtheit von Immobilien ungebrochen

Unterstrichen wird diese Entwicklung auch von den Vermarktungszeiträumen auf wohnnet.at: Hochpreisige sind nun länger im Angebot als noch vor einem Jahr. Die Vermarktungszeiten von Eigentumswohnungen sind im Vergleichszeitraum von durchschnittlich 70 Tagen im August 2012 auf 98 Tage im August 2013 gestiegen. Hingegen sind preiswerte Wohnungen sogar zu wenige am Markt, hier hat sich der Zeitraum von 80 Tagen auf 71 Tage reduziert. „Das sind deutlich sichtbare Zeichen, dass sich die Marktsituation geändert hat“, hebt Erlebach hervor. Die Beliebtheit von Immobilien ist demnach weiter ungebrochen, so Erlebach. Nur die rasanten Preisentwicklungen werden nachlassen. „Während in den Hochzeiten Immobilien in Wien jährliche Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent erlebt haben, erwarten wir in Zukunft einen moderateren Preisanstieg von zwei bis fünf Prozent im Jahr“. Diederzeitige Nachfrage wird wieder primär von Eigennutzern und preis- und renditebewussten Anlegern bestimmt.

 

Mieten teurer

Nicht nur die Preise für Eigentum sind in den vergangenen Jahren gestiegen, auch die Preise bei Neuvermietungen haben besonders in Ballungsgebieten stark angezogen. „Die unsichere wirtschaftliche Situation und die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt lässt viele Menschen einen Umzug in eine größere und teurere Wohnung hinauszögern. Auch die politische Diskussion über den Mietmarkt verursacht Verunsicherung und dämpft die Aktivitäten auf beiden Seiten: Potenzielle Mieter warten mit dem Mieten noch zu, Vermieter zögern mit Investitionen in die Mietobjekte“, analysiert Michael Pisecky, Geschäftsführer der sREAL Immobilien die Lage.

„Leistbares Wohnen, egal ob zur Miete oder im Eigentum, erfordert ein nachhaltig ausreichendes Angebot. Nur damit können die Preise am Immobilienmarkt stabil und wirklich leistbar bleiben“, fordern Erlebach und Pisecky abschließend.

Details zu wohnnet.at

Die Mediengruppe wohnnet.at ist der führende österreichische Fachverlag in den Themenbereichen Bauen und Wohnen. Das Medienhaus betreibt die sehr erfolgreiche Immobilien- und Wohnplattform wohnnet.at, die auf knapp 320.000 Unique Clients und neun Millionen Page Impressions (ÖWA Jahresschnitt 2012) verweisen kann. wohnnet.at hat rund 50.000 Objekte und somit 90 Prozent der am Markt angebotenen Immobilien online. Das Medienhaus verlegt zusätzlich acht Print-Titel, darunter Erfolgsmedien wie „Bauperfekt „ Gut Saniert“ „Architektur im Mittelpunkt“, „4Wände“ und „Österreichs Bauhandbuch für Architekten“.

 




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Datum: 20.09.2013

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