Rauchmelder anbringen

Rauchmelder können Leben retten, daher sollten sie in Ihrem Zuhause zum Fixinventar gehören. Wie und wo Sie den kleinen Kasten am besten anbringen, erfahren Sie hier.

Ein Hausbrand ist eines der verheerendsten Unglücke, die uns ereilen können. So plötzlich und unvorhergesehen wie ein Feuer ausbrechen kann, zieht selten ein Gewitter auf oder tritt ein Fluss über die Ufer. Der zu erwartende Sachschaden ist das eine, das weitaus größere Übel bleibt die Lebensgefahr für den Menschen. Rauchmelder schlagen rechtzeitig Alarm, damit sich die Betroffenen vor den Flammen in Sicherheit bringen können. Und selbst, wenn das Feuer keine direkte Gefahr darstellen sollte: die meisten Opfer bei einem Hausbrand erleiden eine Rauchvergiftung.

 

Wie ein Rauchmelder angebracht wird

Grundsätzlich sollte ein Rauchmelder mit zwei Schraublöchern versehen sein und standardmäßig mit zwei Schrauben und zwei Dübeln ausgeliefert werden. Sie müssen also nur an der passenden Stelle zwei Löcher in die Decke bohren und mit einem Schraubendreher das Gerät fixieren. Allerdings gibt es auch Geräte mit Klebepads, welche sich extra schnell und einfach anbringen lassen. Zur Not können Sie nachträglich ebenfalls Klebestreifen kaufen, um einen Rauchmelder zum Anschrauben genauso einfach montieren zu können. Aber Achtung: Klebepads bleiben nur bei ebenem Untergrund sicher haften! Alternativ dazu gibt es auch Magnetflächen, die sowohl an die Decke wie auch an das Gerät selbst geklebt werden. Vorteil hierbei: zum Wechseln der Batterie kann der Rauchmelder ganz einfach von der Decke genommen werden.

Wo ein Rauchmelder angebracht werden soll

Ganz wichtig ist die Installation im Schlaf- und Kinderzimmer, nur so kann er effektiv Leben retten! Ebenso wichtig ist aber auch die Vorsorge im Flur, da dieser immer den Notausgang für die Bewohner darstellt. Soweit die Mindestausstattung. Schlafen Sie regelmäßig auf dem Sofa beim Fernsehen ein, sollten Sie auch im Wohnzimmer eine Vorsorge treffen. Die übrigen Räume sind eher optional auszustatten. Besonders in der Küche macht ein Hitzemelder meist mehr Sinn, als ein Rauchmelder – da dieser durch Wasserdampf und Rauchentwicklung beim Braten schnell einen Fehlalarm auslösen kann.

Grundsätzlich sind vernetzte Rauchmelder empfehlenswert. Schlägt einer Alarm, steigen die anderen mit ein. Entschließen Sie sich für ein herkömmliches Modell, brauchen Sie selbstverständlich auch nur in den Räumen einen Melder anbringen, von wo aus Sie den Alarm auch hören. Im hintersten Kellereck macht meist wenig Sinn.

Weitere wichtige Tipps

  • Bringen Sie Ihren Rauchmelder immer waagrecht an der Decke an (nur in Ausnahmefällen, wenn keine Befestigung möglich ist, darf er an der Wand angebracht werden).
  • Montieren Sie den Rauchmelder möglichst zentral im Raum an (auf jeden Fall immer mindestens 50 cm von einer Wand entfernt).
  • In einem Raum ab einer Fläche von 60 m² müssen zwei Rauchmelder angebracht werden.
  • Achten Sie darauf, dass er nicht durch ein Regal oder einen Schrank zugestellt oder versperrt wird.
  • Trennt ein Raumteiler das Zimmer, müssen zwei Geräte installiert werden.
  • Der Mindestabstand zu einer Deckenlampe muss ebenfalls 50 cm betragen, dasselbe gilt für einen Unterzug oder bei Einrichtungsgegenständen.
  • Installieren Sie keinen Rauchmelder in der Nähe von Luftschächten und in starker Zugluft.
  • In Räumen mit Dachschrägen können sich in der Deckenspitze Wärmepolster bilden, die den Zutritt zum Rauchwarnmelder behindern. Montieren Sie daher Ihren Rauchmelder in einem Abstand zwischen 50 cm und einen Meter unterhalb der Deckenspitze.
  • Ist der Raum L-förmig (und unter 60 m²) bringen Sie den Rauchmelder auf der Gehrungslinie an. Bei einem L-förmigen Raum über 60 m² sollte jeder Schenkel als eigenständiger Raum betrachtet werden.


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Datum: 02.02.2017

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