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Strahlenschutz: Wie Sie sich vor ionisierender Strahlung schützen

In allen Gesteinen, Baumaterialien und Gegenständen des täglichen Lebens, selbst Nahrungsmitteln, sind natürliche radioaktive Stoffe enthalten. Dabei ist der Mensch ständig der ionisierenden Strahlung ausgesetzt.

Strahlen sind ein Energie- oder Teilchenstrom, der von einer Strahlungsquelle ausgesandt wird. Unter Strahlenschutz versteht man den Schutz vor ionisierender Strahlung.

Radioaktivität

In allen Gesteinen, Baumaterialien und Gegenständen des täglichen Lebens und auch Nahrungsmitteln sind natürliche radioaktive Stoffe enthalten. Dabei ist der Mensch ständig der ionisierenden Strahlung ausgesetzt.

Die Radioaktivität ist das Maß für die Anzahl der Atomkerne eines Radionuklids, die pro Sekunde zerfallen und dabei Alpha-, Beta- oder Gammastrahlung oder Neutronen aussenden. Die Aktivität wird in Becquerel (Bq) angegeben.

Strahlung von Außen (externe Strahlenexposition) sowie Strahlung von Innen (interne Strahlenexposition) durch Einatmen radioaktiver Stoffe mit der Atemluft (Inhalation) und durch Aufnahme radioaktiver Stoffe mit der Nahrung und Trinkwasser (Ingestion).

Quellen natürlichen Ursprungs

Am größten sind die Konzentrationen natürlich radioaktiver Stoffe im Gestein und Boden. Sie setzt sich zusammen aus der Strahlung der überall im Boden vorkommenden natürlichen radioaktiven Stoffe (Radionuklide) wie z.B. Uran, Thorium oder Kalium (K-40) (terrestrische Strahlung) sowie aus einer Strahlung, die ihren Ursprung im Weltraum hat und von der ein gewisser Teil auch die Erdoberfläche erreicht (Höhenstrahlung, kosmische Strahlung).

Diese äußere Bestrahlung, der der Mensch je nach Zeit und Ort in unterschiedlicher Höhe ausgesetzt ist, wird Gamma-Ortsdosisleistung genannt und in der Einheit µSv/h (Mikrosievert pro Stunde) angegeben. In Abhängigkeit vom Wohnort und der Wohnung kann die radioaktive Bestrahlung zwischen 1 und 10 mSv pro Jahr schwanken.

Maßgeblich beeinflußt wird die Höhe der Strahlenexposition von der Konzentration des radioaktiven Edelgases Radon, die sehr unterschiedlich in den verschiedenen Regionen sein kann.

Quellen natürliche Ursprungs, durch technische oder andere angereichert: Diese umfassen einen sehr weiten Bereich der möglichen zusätzlichen Dosisbelastung, von Raumdämmungs- und Energiesparmaßnahmen, die zu einer Erhöhung des Radonpegels in den Wohnräumen führen, über Radiumakkumulation bei der Erdölgewinnung oder die Radonfreisetzung bei der Erdgasgewinnung und der Trinkwasserversorgung bis zu Abraumhalden von Bergwerken.

Quellen künstlichen Ursprungs: künstlich erzeugten Radionukliden oder durch Beschleunigung von Teilchen und Quanten (z.B. Röntgenstrahlung) erzeugt (radioaktiver Stoffe in der Regel- und Sicherheitstechnik, medizinischen Bereich wie Röntgen­strahlenanwendung, Energieerzeugung etc. )

Strahlenbelastung

Durchschnittliche Strahlenexposition der österreichischen Bevölkerung 4,6 mSv Gesamt

  • Tschernobylunfall, Kernwaffenversuche, für 2001
  • Berufliche Strahlenexposition ca. 0,005 mSv
  • Anreicherung natürlicher radioaktiver Stoffe (ohne Radon)
  • Anwendung ionisierender Strahlen u. radioaktiver Stoffe in Technik, Forschung u. Haushalt
  • Ingestion natürlicher Radionuklide ca. 0,29 mSv
  • Externe Bestrahlung durch natürliche Quellen (kosmische und terrestrische) ca. 1 mSv
  • Anwendung ionisierender Strahlen und radioaktiver Stoffe in der Medizin ca. 1,3 mSv Inhalation von Radon und Folgeprodukten ca. 2 mSv

AutorIn:
Datum: 11.09.2010
Kompetenz: Sonstiges

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