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Der Feng Shui Garten

Möchten Sie Ihren Garten in eine Oase der Ruhe und positiven Energie verwandeln? Mit den jahrtausendealten Prinzipien des Feng Shui können Sie genau das schaffen. Wir sagen Ihnen, wie ein guter Feng Shui Garten angelegt und eingerichtet wird.

Wenn Sie einen Garten betreten und erst Mülleimer und Fahrräder aus dem Weg räumen müssen, kann die Anlage dahinter noch so schön sein – Ihr Wohlbefinden ist bereits gestört. Und genau so, wie ein minimalistischer, topmoderner Garten nicht zu einem Blockhaus passt, fügt sich ein Bauerngarten wohl kaum zu einem Gebäude aus Glas und Stahl. Schon die alten Römer und später die Gartengestalter der Renaissance schufen harmonische Gärten und wussten oft im Unterbewusstsein, was diese Harmonie ausmacht. Die Japaner und Chinesen gehen aber noch einen großen Schritt weiter. Sie leiten durch bewusste Maßnahmen das Chi, die positive Lebensenergie, in den Garten und das Haus und verhindern, dass Cha, die negative Energie, eindringen kann. Nach Feng Shui sind geschwungene Wege besser als gerade und runde Formen harmonischer als Spitzen und Kanten. So praktisch das vielleicht auch sein mag, der Mülleimer hat neben der Eingangstüre gar nichts verloren und der Blick aus dem Fenster sollte auch nicht gegen eine hässliche Feuermauer gerichtet sein.

Garten planen nach dem BaGua Raster

Der Begriff BaGua leitet sich aus dem chinesischen Wort "ba", also die Zahl 8 und dem Wort "gua", welches Trigramm bedeutet. In der Feng Shui Philosophie ist das BaGua ein wesentlicher Bestandteil bei der Gestaltung von Räumen und Lebensbereichen. Im Zentrum des BaGua-Rasters befindet sich stets die Lebensenergie Tai-Chi. Um das Zentrum gruppieren sich acht Zonen, die den acht Trigrammen entsprechen. Die Trigramme symbolisieren Energiefelder, die wiederum acht verschiedene Lebensbereiche darstellen: Karriere, Wissen, Familie, Kinder, Partnerschaft, hilfreiche Freunde, Ruhm und Reichtum. Am Eingang des BaGua-Rasters trifft man immer zuerst auf die Felder für Wissen, Karriere und Freunde.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Beseitigen Sie in Ihrem Garten alles, was den Energiefluss stören könnte: Kaputte Gegenstände, verwelkte Pflanzen oder Unrat haben im Feng Shui Garten nichts verloren. Auch spitze Ecken oder aggressive Formen sollten abgemildert werden.

Für ein gutes BaGua im Garten teilen Sie diesen gedanklich in acht Bereiche ein, die sich um das Zentrum anordnen und jeweils für einen bestimmten Lebensbereich stehen. Das Tai-Chi selbst sollte möglichst frei und offen sein. Ein Rasenbereich oder ein kleiner Platz mit einer Skulptur eignen sich ideal. Von hier aus sollte die Energie frei in alle Richtungen fließen können. Den Eingangsbereich legen Sie in den Norden. Ordnen Sie dann die verschiedenen Gartenelemente entsprechend ihrer energetischen Wirkung den passenden BaGua-Feldern zu, also die Spielgeräte in das BaGua-Feld Kinder, die Sitzecke ins Feld Freunde oder die Beete in den Bereich Familie oder Reichtum.

Die 5 Elemente einbringen

Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Versuchen Sie also, ein Gleichgewicht herzustellen und integrieren Sie zum Beispiel Feuerstellen oder rote Blüten im Süden, Steine und Keramik im Südwesten, metallische Elemente im Westen, Wasserelemente im Norden und Holzelemente wie Bäume aber auch Holzmöbel im Osten.

Den Energiefluss optimieren

Vermeiden Sie scharfe Ecken und ganz gerade Linien in Ihrem Garten. Geschwungene Wege und sanfte Übergänge fördern einen harmonischen Chi-Fluss. Gestalten Sie die Wege und Pfade in Ihrem Garten so, dass die Energie sanft durch den Garten fließen kann. Auch Windspiele oder Windräder können den Energiefluss positiv beeinflussen.

Wasserelemente richtig platzieren

Wasser steht im Feng Shui für Reichtum und Wohlstand. Ein Teich, Brunnen oder Wasserspiel gehört idealerweise in den nördlichen Bereich. Achten Sie darauf, dass das Wasser immer in Bewegung ist und in Richtung Hausmitte fließt. Stehendes Wasser blockiert die Energie.

Hinweise und Tipps

Wählen Sie Pflanzen entsprechend ihrer Wuchsform und Farbe. Hochgewachsene Pflanzen gehören in den Osten (Holz-Element), runde Formen in den Westen (Metall-Element). Rote Blüten passen zum Süden (Feuer-Element).

Die passenden Pflanzen wählen

Vermeiden Sie zu viele spitze oder stachelige Gewächse, wie Rosen oder Berberitze oder setzen Sie sie zumindest niemals entlang eines Weges. Versuchen Sie mit Hecken, Sträuchern und Bäumen ein Wechselspiel aus lichten und schattigen Bereichen zu schaffen und setzen Sie ganz generell immergrüne und laubabwerfende Pflanzen und Gehölze abwechselnd ein. Dieses Wechselspiel schafft einen Ausgleich, ganz dem Grundwert von Feng Shui - Yin und Yang - entsprechend.

Sitzplätze harmonisch anlegen

Gestalten Sie die Sitzplätze und Sitzbereiche in Ihrem Garten so, dass Sie den Rücken geschützt haben und den Garten überblicken können. Ideal wäre eine Anordnung im Südwesten (Beziehungsbereich) oder im Nordosten (Wissensbereich). Eine Pergola oder eine grüne Hecke im Rücken vermittelt zusätzliche Geborgenheit.

Licht und Beleuchtung im Feng Shui Garten

Sanfte Beleuchtung aktiviert das Yang-Element in den Abendstunden. Setzen Sie Solarleuchten entlang der Gartenwege und akzentuieren Sie besondere Elemente wie einen schönen Baum, Strauch, den Teich oder Skulpturen. Vermeiden Sie auf jeden Fall zu grelles oder blinkendes Licht.

Dekoration bewusst einsetzen

Platzieren Sie Dekoelemente entsprechend ihrer Symbolik und Materialität. Metallische Windspiele gehören in den Westen, Steinlaternen in den Nordosten. Achten Sie darauf, nicht zu viele Dekoelemente zu verwenden - weniger ist oft mehr.

Yin und Yang ausbalancieren

Schaffen Sie eine Balance zwischen aktiven (Yang) und ruhigen (Yin) Bereichen. Kombinieren Sie sonnige und schattige Plätze, offene und geschützte Bereiche, bewegte und ruhige Elemente. Diese Gegensätze erzeugen eine harmonische Spannung.

Veronika Kober
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