Büro: Vor- und Nachteile der Beläge

Damit ein Büroboden möglichst lange seinen Dienst tut und im besten Falle auch lang gut aussieht, muss er bestimmte Eigenschaften aufweisen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Beläge, sowie Pro und Contra für einen Einsatz im Büro.

Echtholzparkett, ein origineller Dielenboden, die textile Version in den Farben des Unternehmens oder doch der kostengünstige PVC-Boden, der durch seine besonders hohe Strapazierfähigkeit und verhältnismäßig niedrige Anschaffungskosten überzeugt. Im folgenden erfahren Sie alles zu den typischen Merkmalen, den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Belagsmaterialien.

Aufgrund der glatten Oberflächenbeschaffenheit, der überaus großen Auswahl an Dimensionen, Farben und Musterungen sowie der relativ kostengünstigen Umsetzung sind Fliesen im Büro recht beliebt. Sie lassen sich unkompliziert und rasch reinigen und zeigen auch nach Jahren noch kaum optische Veränderungen. Darüber kommt es nur durch relativ starke Einwirkungen zu gröberen wie Brüchen oder Rissen.

Eindeutiger Nachteil der Fliesen ist die hohe Geräuschentwicklung im Büro, da dieses Material wenig Lärm schluckt und man so jeden Schritt und jedes Telefonat vom Kollegen lauter hört, als gewünscht. Auch wirken verflieste Großräume rasch ungemütlich, kalt, fast schon steril.

Dezente Fliesen in Kombi mit knalligen Interieurelementen sorgen für kreative Atmosphäre.

Naturstein wie Granit, Sandstein, Marmor oder Quarzstein verleihen dem Büro eine einzigartige, hochwertige Optik. Sie bedürfen im Normalfall auch keines höheren Pflegeaufwandes als Kunstfliesen, auch in Sachen Widerstandsfähigkeit und Sauberkeit erfüllt dieses Material höchste Ansprüche. Jedoch muss man für einen Natursteinboden um einiges tiefer in die Tasche greifen und die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellt sich dann für viele recht schnell.

 

Arbeiten mit Holz

Laminat ist qualitativ hochwertig und zu moderaten Preisen, darüber hinaus in den verschiedensten Optiken und Holznachbildungen, Farben und Musterungen erhältlich, ist immer aus mehreren Schichten aufgebaut. Mitunter kann die oberste Schicht auch aus Massivholz bestehen. Laminat ist sehr strapazierfähig und äußerst pflegeleicht, es verändert seine Optik auch nach Jahren kaum und ist einfach und schnell zu verlegen. Auf die Wahl von günstigen Modellen sollte man verzichten, da diese besonders anfällig für Kratzer, Dellen und verschiedenste Abnutzungsspuren, etwa durch Bürostühle, Schuhabsätze etc. sind.

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Helles Laminat sorgt für ein freundliches, harmonisches Arbeitsumfeld.

Die Entscheidung für Echtholzböden ist in erster Linie eine Kostenfrage. Denn im Gegensatz zu (selbst hochwertigem) Laminat ist hier nochmal ein ordentlicher Preissprung gegeben. Vorteile sind die ausgesprochene Langlebigkeit des Holzfußbodens. Die Möglichkeit, kleinere Blessuren wie Kratzer schnell und einfach durch Abschleifen der obersten Schicht zu entfernen, ohne den ganzen Belag austauschen zu müssen. Größter Vorteil: Man holt sich ein Stück Natur in den Arbeitsalltag. Der Geruch, die Optik und Haptik beeinflussen uns positiv und steigern die Leistungsfähigkeit. Soll der Holzböden im Büro möglichst lange seinen Originalzustand behalten, ist eine Versiegelung oder zumindest die Behandlung mit Öl zu empfehlen. Für die Bürostühle sollten außerdem spezielle Parkett-Rollen besorgt werden, da diese den Boden weniger beanspruchen. Doch auch naturbelassener Holzboden, der nach wenigen Jahren schon die Spuren der Vergangenheit aufweist, kann für eine ganz spezielle Atmosphäre, einen individuellen Charakter der Arbeitsräume sorgen.

Um Farbe und Gemütlichkeit ins Büro zu bekommen, eignen sich Teppichböden am Besten. Grundregeln für die Modellwahl: Keine zu hellen Farben (das bereut man schon nach wenigen Wochen), unbedingt antistatisch, nicht zu grobmaschig und auf keinen Fall hochflorig. Abgesehen von der mühsamen täglichen Reinigung bewegen sich die Bürostühle nur sehr schwerfällig über diesen Boden und verheddern sich unter Umständen sogar darin. Um Druckstellen zu vermeiden, greifen Sie auch hier zu speziellen Bürostuhlrollen.

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Teppichböden sind in den Großraumbüros besonders beliebt.

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Größter Vorteil von textilen Belägen ist deren schalldämpfende und lärmschluckende Eigenschaft. Auch wird der Staub, der durch PCs, Drucker, Kopierer und so weiter entsteht, nicht durch die Atemluft gewirbelt und schließlich vermittelt das Material auch eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit. Typische Nachteile sind die eher schwierige Reinigung, mal eben Durchwischen funktioniert ja nicht und die professionelle Teppichreinigung, die ein Kaffeefleck am Boden nötig macht, ist nicht nur aufwändig, sondern auch teuer.

Elastische Beläge

Zu dieser Gruppe zählt man Natur- und Synthesekautschuk, Linoleum, PVC, Vinyl oder auch Kork. Die Böden sind besonders strapazierfähig und pflegeleicht und können in Bahnen oder in Form von Fliesen verlegt werden. Obwohl es die Materialien in den verschiedensten Farben und Musterungen gibt, sollte gerade in Büroräumlichkeiten auf eine gute Balance zwischen Lebendigkeit und optischer Zurückhaltung geachtet werden. Wie beim Teppichboden auch sollten großflächige Muster vermieden werden, da diese den Raum schnell unruhig wirken lassen und so zu einer negativen Beeinflussung des Arbeitsalltags führen können.


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Datum: 16.07.2013

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