Erfolg und Wirklichkeit: Design als Wirtschaftsfaktor

Fördern und gefördert werden - Design und Wirtschaft sind eng miteinander verknüpft und gehen Hand in Hand. Wichtige Sponsoren und Institutionen haben das erkannt und unterstützen Designinitiativen verstärkt.

Design ist in Österreich allgemein endlich aus seiner Mauerblümchen-Rolle herausgeschlüpft. Dank zahlreicher Initiativen wie die Vienna Design Week oder auch die Designmesse Blickfang, die ebenfalls im Oktober stattfindet, kann man so etwas wie Euphorie für Gestaltung und Formgebung vernehmen. Abgesehen davon, dass diese Projekte, die man durchaus als mutig bezeichnen kann, weil es zuvor so etwas gar nicht gab, mit ihrem professionell aufgezogenen Rahmen sehr schön verpackt sind, ist den Besuchern bewusst, wie ernst der Kern der Sache ist.

Design hat sich in Österreich endlich eine anerkannte Lebensberechtigung erkämpft und ist mittlerweile zum wichtigen Wirtschaftsmotor und Aushängeschild Österreichs über seine Grenzen hinaus geworden. Gewichtige Institutionen wie die Wiener Wirtschaftskammer haben das Potenzial schon beim ersten Mal letztes Jahr erkannt und unterstützen die in Österreich bisher beispiellose Initiative mit großem Engagement. Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, kommentiert das folgendermaßen: "Die Vienna Design Week macht kreative Leistungen zum Thema - sowohl national als auch international. Akteure werden vor den Vorhang geholt, ein Dialog zwischen verschiedenen Interessensgruppen entsteht. Damit eröffnet die Veranstaltung die Möglichkeit, langfristig etwas zu bewegen. Diese breite Öffentlichkeit für das Thema Kreativität in der Wirtschaft wollen wir weiter fördern."

Da junge Designer immer mehr zur gefragten Instanz werden und im Zuge der Vienna Design Week lebendiges Treiben und frischen Wind in die Unternehmen bringen, ist zu beobachten, dass diese zu Höchstleistungen bei der Materialverarbeitung und -entwicklung angetrieben werden. Hier klinkt sich die departure wirtschaft, kunst und kultur gmbh ein, die seit 2004 die Unterstützung ähnlicher Initiativen auf verschiedenen Ebenen betreibt.

Geschäftsführer Christoph Thun-Hohenstein meint dazu: "Dank der Vienna Design Week findet ein reger Austausch sowie direkte Vernetzung statt. Es ist wichtig aus den Erfahrungen anderer zu lernen und den eigenen Blick zu erweitern. Aus diesem Grund bieten wir Veranstaltungen wie den departure design talk oder das departure Experten-Speed-Dating an und versuchen vor allem jungen DesignerInnen und angehenden UnternehmerInnen den Weg zu ebnen".

WKW © WKW

Martin Stoebisch © Martin Stoebisch


AutorIn:

Datum: 13.10.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Einrichtung

Der laufende Betrieb von Bürobeleuchtung verursacht mehr Kosten, als die Anschaffung. 50 Prozent der Stromkosten entfallen in Büros auf die Beleuchtung.

Die Lichtfarbgestaltung ist eine Komponente der Lichtplanung, die an Bedeutung gewonnen hat. Je nach Farbtemperatur fördert Beleuchtung Konzentration oder Munterkeit oder sorgt für eine neutrale Farbwiedergabe.

Das Ergebnis des Halogenlampen-Testes vom Verein für Konsumenteninformation zeigt, dass nicht nur die Lichtausbeute sehr enttäuschend ist, sondern auch der Stromverbrauch sehr hoch ist

Lange Lebenszeit, hohe Energieeffizienz und die Robustheit machen LED-Leuchten auch für den Büroeinsatz zunehmend interessant. Wobei diese noch sehr teuer und noch nicht so energieeffizient sind.

Flexible Wandsysteme oder Glasgangwände erhöhen die planerische Flexibilität oder erhellen das Büro dank mehr Transparent. Dem stehen etwas höhere Kosten im Vergleich mit anderen Wandlösungen gegenüber.

Rondo ist eines der erfolgreichsten Sitzmöbel aus dem Hause Bene. Zum alljährlichen Designwettbewerb des Unternehmens wurden österreichische Designer und Architekten eingeladen, dieses zweckzuentfremden

Auch wenn Energie-Effizienz im Büro eher ein Marketing-Gag ist und dieses Thema gerade in Mode ist: Immobilienentwickler, Architekten, Baufirmen und Experten sind davon überzeugt, dass am grünen Büro kein Weg vorbeiführt und diesem die Zukunft gehört.