Moderne Gaskessel: Technik & Funktion

Gas-Heizkessel werden unterschieden in atmosphärische oder Gebläsebrenner. Weiters kann die Wärmeerzeugung, jedoch mit begrenzter Heizleistung, auch über den Einsatz von Gasthermen erfolgen.

Wer noch mit den fossilen Brennstoffen Heizöl oder Erdgas heizt, der sollte zumindest darauf achten, die effizienteste Technik dafür zu besitzen. Beim Heizen mit Gas kommen daher heute fast nur noch moderne Geräte mit Brennwerttechnik zum Einsatz. Ausnahmen gibt es leider immer noch im städtischen Bereich, wo die Abgasleitung den Einsatz dieser Technik oft nicht ermöglicht.

Arten von Gaskesseln

  • Die ältesten Gaskessel sind die so genannte Konstanttemperaturkessel, die mit über 70 ° C konstant heizen und entsprechend viel Energie verbrauchen. Diese Kessel mit extrem niedrigem Wirkungsgrad und hohen Wärmeverlusten kommen heute fast gar nicht mehr zum Einsatz.
  • Der Niedertemperaturkessel ist die nächste Generation nach dem Konstanttemperaturkessel und arbeitet schon bei Temperaturen zwischen 35 und 70° C. Während die konstanten Kessel noch eine Jahresnutzungszahl von nur 70 bis 80 % aufweisen, schafft der Niedertemperaturkessel immerhin schon 85 bis 89 %.
  • Der Gas-Brennwertkessel ist die zeitgemäße Variante und weist einen Wirkungsgrad von 100 % auf. Bei ihm wird das Abgas auf Temperaturen bis zu 40° C heruntergekühlt und ein Teil des darin enthaltenen Wasserdampfes kondensiert. Dadurch wird die Effizienz der Wärmeerzeugung im Vergleich zu herkömmlichen Heizkesseln um bis zu 15% erhöht.
 

Im Ein- und Zweifamilienhaus dominieren die Wand-Gasbrennwertgeräte, die relativ kostengünstig sind und nur wenig Platz benötigen. Die Stand-Brennwertgeräte hingegen sind zwar etwas teurer, zeichnen sich aber meist durch etwas bessere Effizienz aus. Moderne Gaskessel arbeiten modulierend. Das heißt, sie passen ihre Heizleistung in einem weiten Bereich von etwa 30 bis 100 % dem jeweiligen Bedarf an. Effizienz und Umweltfreundlichkeit werden damit optimiert.

 

Funktion von Gaskesseln

Die Ableitung der Abgase erfolgt heute überwiegend mittels einer zugelassenen Abgasleitung aus Kunststoff durch einen Schacht (bestehenden Kamin) über Dach. Auch die Möglichkeit der direkten Abgasableitung durch die Außenwand ist unter bestimmten Bedingungen möglich. Die Verbrennungsluft wird entweder dem Aufstellungsraum entnommen oder direkt über die konzentrisch ausgeführte Abgasleitung von außen angesaugt.

Flüssiggas statt Erdgas

An Orten ohne Erdgasversorgung, besteht die Möglichkeit Flüssiggas anstelle von Erdgas einzusetzen. Voraussetzung ist ein für diesen Brennstoff zugelassenes Gerät sowie die Aufstellung eines Flüssiggastanks im Garten. Empfehlenswert ist, vor Erwerb und Installation ein Angebot für den Tank und das Flüssiggas einzuholen.


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Datum: 03.10.2016

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