Wege und Straßen erneuern. So geht's

Zuerst werden die Gehflächen einer Zustandserhebung unterzogen und dann wird je nach Schaden mit den Sanierungs- bzw. Wiederherstellungsarbeiten begonnen. Hier erfahren Sie, wie Privatwege saniert werden.

Nach der kalten Jahreszeit, wenn der Frost vorbei und der Schnee geschmolzen ist, werden die Winterschäden rund um's Haus im wahrsten Sinne des Wortes aufgedeckt. Gerade die Flächenbefestigungen in Garten, Terrasse und Vorhof leiden mitunter massiv. Wie Sie die unterschiedlichen Schäden einstufen und vor allem wieder in Ordnung bringen, erklären wir Ihnen hier.

Ganz allgemein gilt: Bis auf wenige Ausnahmen, wie Pflasterungen oder im Sandbett verlegte Platten, werden bei Gehwegen und Straßen am besten die beschädigten Teilen abgebrochen und der betreffende Bereich neu hergestellt.

Woher kommen die Schäden?

Bevor Sie sich an die Instandsetzungsarbeiten machen, ist eine eingehende Untersuchung über den aktuellen Zustand des jeweiligen Wegbereiches durchzuführen und der Umfang der vorzunehmenden Arbeiten festzulegen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, die Ursachen der Schäden zu eruieren, um diese unter Umständen zuerst zu sanieren, denn Flächen wie Terrassen, Wege, Fahrbahnen etc. können aus verschiedenen Gründen uneben sein bzw. Risse haben.

Diese Punkte checken:

  • Setzungen infolge von Überbelastung: Sie können z. B. durch das Befahren von Gehwegen mit PKW oder LKW entstehen.
  • Risse in Plattierungen im Mörtelbett: Sie können z. B. durch mangelhafte Verlegung, Nichteinhaltung von Dehnfugen oder durch Risse im Unterbeton entstehen.
  • Risse in Beton- und Unterbetonflächen: Sie entstehen ebenfalls durch Nichteinhaltung von Dehnfugen
  • Setzungen des Untergrundes, die durch Überbelastung entstehen.

Wie viel muss getan werden?

Generell sind Oberflächen bei häufiger und intensiver Benutzung einer Abnützung ausgesetzt. Je nach Schadensursache sind folgende Instandsetzungen erforderlich:

  • Oberflächeninstandsetzung: Pflasterungen oder Platten im Sandbett werden entfernt und wieder im richtigen Gefälle verlegt.
  • Unterbauinstandsetzung: Der Unterbau wird je nach Erfordernis bis zum Untergrund entfernt und neu bzw. in einer besseren Ausführung wieder aufgebaut.
  • Komplettinstandsetzung: Sie erfordert das Entfernen des kompletten Aufbaues (Oberfläche plus Unterbau), der Untergrund (z. B. durch Verdichten, Abgrabungen für Bodenauswäschlungen oder dickeren Unterbau etc.) muss komplett saniert werden.

Sanierungsmaßnahmen im Detail

  • Beschädigte und lockere Raseneinfassungssteine werden samt Ortbetonfundament entfernt und durch neue Steine ersetzt.
  • Unebene oder lockere Randsteine, Vorlegstufen, Torschwellen und dergleichen aus Beton oder Naturstein werden ausgelöst und neu versetzt.
  • Bei Traufenpflaster aus Betonplatten werden die Platten abgehoben, der Untergrund wird auf das projektgemäße Niveau gebracht und die Platten werden schließlich wieder mit der erforderlichen Neigung verlegt, wobei gebrochene Platten ersetzt werden.
  • Einbauten wie etwa Deckel, Einläufe, Schachtabdeckungen usw. werden dem neuen Niveau angepasst.
  • Asphaltbeläge werden abgetragen oder abgefräst, ein neues festes Planum wird hergestellt. Oder der Unterbeton wird saniert und neue Beläge werden aufgebracht.
  • Gussasphaltbeläge werden ausgebessert (geflickt), indem die auszubessernden Stellen in regelmäßigen Figuren mit scharfkantigen Rändern ausgehackt oder geschnitten werden und nach Reinigung der Fläche neu asphaltiert.
  • Rissen, Fugen, Sprünge und Anschlüsse in Gussasphaltflächen werden mit elastischer bituminöser Vergussmasse ausgefüllt.

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Datum: 22.02.2017

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