Heizung, Strom & Sanitär planen
Wärme, Wasser und Strom sind zentrale Bereiche in unserem Alltag, in einem Eigenheim und damit auch in der Planungsphase. Erfahren Sie hier alles zu den nötigen technischen Einrichtungen und wer was plant.
Ohne Wasser, Heizung und Strom wird das nichts mit dem angenehmen Wohnen. Diese drei Themenkreise sind essenziell, wenn es um die Planung der Hausinstallationen geht. Zum Bereich Heizung und Wärme gehören die Heizungsanlage, Klimaanlagen und eventuell Lüftungssysteme. Zum Themenkreis Wasser gehört die Trinkwasseranlage, das Nutzwasser und die Abwasseranlagen. Und beim Strom plant man die gesamte Elektro- und Lichtinstallation.
Die Planung und Installation von Strom, Heizung und Sanitäranlagen erfordert das Fachwissen von Experten. Elektriker, Heizungsbauer und Installateure bzw. Sanitärtechniker sind für die Ausführung spezifischer Aufgabenbereiche zuständig. Architekten und Ingenieure spielen ebenso eine entscheidende Rolle, indem sie die Gesamtplanung überblicken und die Integration der verschiedenen Systeme sicherstellen.
Planung der Elektro-Bereiche
Ein wichtiger Teil der Elektroplanung ist die Anordnung und ausreichende Anzahl an Steckdosen und Lichtquellen in Ihrem Eigenheim. Der Sicherungskasten muss zentral, mit einfacher Zugänglichkeit und genügend Raum für zukünftige Erweiterungen geplant werden. Auch spezielle Stromkreise für Großgeräte sowie die Integration von Smart-Home-Systemen sind von Bedeutung.
Der Elektriker ist die hauptverantwortliche Person für alles, was mit Strom zu tun hat. Ihm obliegt die
- Verantwortlichkeit für die gesamte elektrische Installation
- Planung der Positionen von Steckdosen, Schaltern und Lichtquellen
- Installation des Sicherungskastens und der elektrischen Zuleitungen
Vom Haustechnik-Planer werden aufgrund von Einreichplänen gemeinsam mit Ihnen Vorschläge bzw. die erste Entwurfsplanung für die Installationen erarbeitet. Je früher alle Festlegungen fixiert werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, durch nachträgliche Stemm- und Verputzarbeiten zusätzliche Kosten zu verursachen. Aufgrund der Festlegung werden Elektro-Installationspläne erstellt, die sämtliche Anschlüsse. Dies erleichtert auch noch nach Jahren Erweiterungen an den bestehenden Elektroinstallationen.
Planung der Heizungs- und Wärmeanlagen
Die Auswahl des Heizsystems beeinflusst nicht nur den Komfort, sondern auch die langfristigen Betriebskosten des Hauses. Die Planung muss die Größe des Hauses, die Dämmwerte und die individuellen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigen. Die Lage und Ausrichtung von Heizkörpern sowie die Infrastruktur für alternative Energiequellen sollten von Anfang an mitgedacht werden.
Hauptverantwortlicher für die Planung des Wärmebereiches ist der Heizungsinstallateur. Ihm obliegt die Verantwortung über
- Auslegung und Installation des Heizsystems
- Beratung hinsichtlich der effizientesten Heizmethoden (z. B. Gas, Öl, Solar, Wärmepumpe)
- Montage von Heizkörpern, Fußbodenheizungen und anderen Wärmequellen
Planung der Sanitärinstallationen
Die Sanitärplanung umfasst die Wasserzufuhr, die Warmwasseraufbereitung und die Entwässerung bzw. Abwassersysteme. Wichtige Aspekte sind die Dimensionierung der Leitungen, die Standorte von Sanitärobjekten und die Zugänglichkeit von Hauptwasserhähnen und -absperrungen. Die Berücksichtigung von genügend Raum für spätere Wartungsarbeiten ist ebenfalls kritisch.
Hauptverantwortlicher für diesen Themenbereich ist der Sanitärtechniker bzw. Installateur. Seine Aufgaben umfassen
- Installation von Wasser- und Abwasserleitungen
- Einbau von Sanitärobjekten wie Waschbecken, Duschen, WCs
- Planung und Installation der Wasseraufbereitung und -entsorgung
Was ist im Bereich Heizung, Strom und Sanitär von Planungsbeginn an zu bedenken?
Von den ersten Planungsabschnitten weg gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten. Unter anderem gehören dazu:
- Energieeffizienz: Die Auswahl energieeffizienter Systeme und die Berücksichtigung von staatlichen Fördersystemen sollten frühzeitig erfolgen.
- Zukunftssicherheit: Die Installation von Leerrohren für künftige Erweiterungen kann spätere Arbeiten erleichtern.
- Barrierefreiheit: Speziell im Sanitärbereich ist die frühzeitige Planung von barrierefreien Elementen wichtig.
Wer ist wofür verantwortlich bei der Planung?
Die Verantwortlichkeiten im Bauprozess sind klar verteilt:
- Bauleute: Muss Bedürfnisse definieren und finanzielle Mittel bereitstellen.
- Architekt/Planer: Ist für die Gesamtplanung verantwortlich, damit alle Systeme harmonisch integriert werden.
- Fachkräfte für Strom, Heizung, Sanitär: Übernehmen die detaillierte Ausführungsplanung und Installation in ihren jeweiligen Fachgebieten.
Wofür braucht es welche Profis?
Für spezielle Fachgebiete werden KonsulentInnen zur Planung herangezogen. In den meisten Fällen sind dies Konsulenten für die technische Ausrüstung eines Hauses, im speziellen für die
- Elektroplanung (E-Planung )
- Sanitärplanung (S-Planung) mit Trinkwasserversorgung und Entwässerungsanlagen
- Heizungsplanung (H-Planung) mit Planung der Gasversorgung, Einzelheizungen und Zentralheizungsanlagen und Lüftungs- und Klimatisierungsanlagen (L-Planung)
- Lichtplanung (als Teil der E-Planung)
- Blitzschutzanlagen-Planung (als Teil der E-Planung)
- TV, HiFi und Audio-Planung (als Teil der E-Planung) - Telekommunikationsplanung (als Teil der E-Planung)
- Regeltechnik
- alternative Energiesysteme planen (als Teil der E-Planung und HLS-Planung)
Auf Basis der Installationspläne wird eine Ausschreibung mit Leistungsverzeichnis (mit genauen Materialangeben, Maßen und Stückzahlen) erstellt. Diese Ausschreibung wird an ausgewählte, konzessionierte Unternehmen gesandt, welche die Preise für die ausgeschriebenen Positionen einsetzen. Dieses ausgepreiste Leistungsverzeichnisse wird dann vom Planer überprüft. Der Preisvergleich zwischen den Bietern ermöglicht dem Bauherrn die entsprechende Auswahl.
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