Raiffeisen barrierefrei

Der Wunsch nach Eigenständigkeit und langem Verweilen in den eigenen vier Wänden ist ein zentrales Anliegen der heutigen Zeit. Was fehlt sind Wohnungen, die den sich ändernden Anforderungen des Lebens gerecht werden

Gemäß dem Unternehmens-Motto „Developing the future.“ wurde in Abstimmung mit dem Roten Kreuz, dem Referat für Barrierefreies Wohnen der Stadtbaudirektion Graz und MAIN_Medienarbeit Integrativ das HUMAN-BASE© Modell entwickelt. Bei der Projektentwicklung hat Raiffeisen evolution bereits an Morgen gedacht, denn niemand ist vor körperlichen Einschränkungen gefeit: Ein Unfall oder eine Krankheit können unverhofft auch junge Menschen treffen.

Wien nimmt Vorreiterrolle ein

Stadtrat Dr. Michael Ludwig betont die Vorreiterrolle der Stadt Wien im anpassbaren Wohnbau: „Die Realisierung von barrierefr eien Wohnprojekten, die ganz besonders nach den individuellen – und sich auch verändernden – Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet sind, spielt im Wiener Wohnbau eine ganz zentrale Rolle. Und hier steigt vor allem im Bereich des Wohnungsangebotes für ältere Menschen sowie des Mehrgenerationenwohnens die Nachfrage. Besonders erfreut bin ich daher, dass mit Projekten, wie dem HUMAN-BASE© in der Trondheimgasse in Wien Donaustadt, deutlich zu sehen ist, dass – neben dem geförderten – auch im freifinanzierten Wohnbau dieser Entwicklung Rechnung getragen wird und innovative Angebote geschaffen werden."

Auch Norbert Scheed begrüßt das barrierefreie Wohnhaus: „Als Bezirksvorsteher freut es mich ganz besonders, dass das erste Wohnhaus, in dem das innovative HUMAN-BASE© Konzept umgesetzt wird, in Wien-Donaustadt entsteht. Damit wird bewusst ein Zeichen für barrierefreies Wohnen ü ber Generationen hinweg gesetzt und unser Bezirk übernimmt eine Vorreiterrolle.“

Die Wohnungen in der Trondheimgasse 2a bieten vieles, das für jedermann, egal ob Jung oder Alt, sehr praktisch ist. „Raiffeisen evolution möchte kein „Seniorenheim“ errichten, sondern ganz normale Wohnungen, die ohne fremde Hilfe und ohne Einschränkungen genutzt werden können. Im Zuge der Planung wurde deshalb besonderes Augenmerk auf Lebensqualität, Mobilität und Komfort gelegt“, so Kovacs beim feierlichen Spatenstich. Die 87 geplanten Wohnungen für Jung und Alt werden im Herbst 2010 bezugsfertig sein.

Besonderheiten der HUMAN-BASE© Trondheimgasse

Sämtliche Türen der Hauseingänge und Allgemeinräume lassen sich elektrisch öffnen. Klingel, Gegensprechanlage, Türöffner und Aufzug funktionieren nach dem sogenannten 2-Sinne Prinzip. Wird beispielsweise von der Wohnung aus die Eingangstür geöffnet, hört man vor der Tür das Summen des Türöffners, gleichzeitig zeigt ein Blinklicht die Entriegelung der Tür an.

Die vier Stiegenhäuser werden mit einem kontrastierenden Farbkonzept gestaltet. Dadurch kann man sich im Haus auch bei eingeschränkter Sehfähigkeit orientieren. Bei den Aufzügen ist das Bedientableau erhaben, damit man es ertasten kann. Zusätzlich gibt es eine Sprechansage. Alle Beschriftungen wie etwa Stockwerksausgaben sind groß, kontrastreich und somit gut sichtbar gestaltet.

Sicherheit ist oberstes Gebot. Rutschhemmende Bodenbeläge in den Allgemeinrä ;umen und Wohnungen sowie Bewegungsmelder zum Einschalten des Lichts sollen das Sicherheitsgefühl erhöhen. Innerhalb der Wohnungen gibt es keine Türschwellen.

Der Bewegungsradius vor und nach allen Eingangstüren sowie die Breite aller Verbindungsflure und Vorräume sind großzügig bemessen. Die Gangbreite beträgt mindestens 120 Zentimeter, am Gangende stehen mindestens 150 Zentimeter zur Verfügung, um beispielsweise mit einem Rollstuhl problemlos wenden zu können. Die Handläufe in den Stiegenhäusern sind links und rechts und immer doppelt, also auf 75 und 100 Zentimeter Höhe ausgeführt.

Barrierefreiheit wie nie zuvor

Sämtliche Sanitärräume in den Allgemeinräumen sind mit entsprechender Sitzhöhe und diversen Haltegriffen vollständig barrierefrei ausgestattet.

In den Wohnungen lässt sich ein barrierefreies WC jederzeit problemlos nachrüsten. Neben dem WC befindet sich immer ein Abstellraum oder ei n Badezimmer, dessen Trennwand sich leicht entfernen lässt, da in dieser Wand keine Installationen vorhanden sind. Somit erhält man einen Raum mit einem rollstuhlkompatiblen 150-Zentimeter Radius.

Das Konzept der HUMAN-BASE© sieht vor, bereits heute für den Fall der Fälle Vorkehrungen zu treffen. Viele Dinge, die in späteren Jahren vielleicht benötigt werden könnten, sind bereits verborgen vorhanden oder können bei Bedarf leicht nachgerüstet werden. In den Wänden der Nassräume beispielsweise befinden sich entsprechende Unterkonstruktionen, damit ohne viel Aufwand Haltegriffe laut ÖNORM montiert werden können. Das WC lässt sich bezüglich Sitzhöhe und -tiefe ebenfalls leicht ändern.


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Datum: 13.08.2009

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