Strabag profitiert von Präsenz in Russland

Die deutliche Zunahme im Segment Verkehrswegebau um 36 % steht einer Erhöhung im Hoch- und Ingenieurbau im einstelligen Bereich gegenüber, wodurch der Verkehrswegebau nun das größte Segment im Konzern darstellt.

Der Anstieg der Bauleistung im Hoch- und Ingenieurbau ist unter anderem auf die Ausweitung der Präsenz in Russland sowie auf Erhöhungen in Deutschland und der Slowakei zurückzuführen. Während im Jahr 2007 das Segment Verkehrswegebau stagnierte, zeigte es im Geschäftsjahr 2008 unter anderem auf Grund von Unternehmensakquisitionen deutliche Zuwächse in Deutschland, Tschechien, Polen und Skandinavien.

Projekte in Deutschland, Italien, Österreich und Ungarn ließen die Bauleistung im Segment Sondersparten & Konzessionen wachsen. Die Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa nahmen im Geschäftsjahr 2008 wie im Jahr zuvor einen Anteil von 31 % an der Konzernbauleistung ein.

Baukonzern im Aufwind
Der Auftragsbestand hatte im Jahr 2007 die Marke von € 10 Mrd. überschritten und wurde im Jahr 2008 weiter um 23 % auf € 13,3 Mrd. gesteigert. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich um 19 % und damit in geringerem Ausmaß als die Bauleistung und der Auftragsbestand. Die signifikante Zunahme im Segment Sondersparten & Konzessionen ist in einer Unternehmensakquisition in Deutschland begründet.

STRABAG SE hat sich im Geschäftsjahr 2008 bemüht, das Wachstum im Markt Russland voranzutreiben. Mit einer Erhöhung der Bauleistung in diesem Land um 84 % auf € 476 Mio. ist dies auch gelungen. Für das Geschäftsjahr 2009 stellt STRABAG in Russland jedoch kein weiteres Wachstum in Aussicht, sondern rechnet in diesem Land mit einer annähernd stabilen Bauleistung im Vergleich zu 2008.

2009 leichter Anstieg
Während die Wachstumsaussichten in Russland zurückgenommen werden, stellen mehrere erfolgreiche Projektakquisitionen im Verkehrswegebau in Polen und ein Auftragsbestand von € 1,2 Mrd. (Vorjahr: € 478 Mio.) eine deutliche Zunahme im Markt Polen in Aussicht. Hier betrug die Bauleistung im Jahr 2008 rund € 889 Mio. STRABAG SE geht nun davon aus, die Konzern-Bauleistung im Geschäftsjahr 2009 leicht erhöhen zu können. Die Investitionen (CAPEX) sollten 4 % des Umsatzes betragen, größere Akquisitionen sind vorerst nicht geplant.

Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2008 der STRABAG SE erfolgt am 30.4.2009. Zu diesem Zeitpunkt wird STRABAG SE auf die weiteren Aussichten des Geschäftsjahres 2009 eingehen.


Autor:

Datum: 10.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Der Innviertler Heizkesselhersteller Hargassner erweitert seine Firmenzentrale. Auf rund 6.000 Quadratmetern entstehen neben Büros ein neues Trainings- sowie ein Kundenzentrum. Investiert werden rund zehn Millionen Euro.

Es ist beschlossene Sache: Wie heute bekannt wurde, verkauft die Immofinanz ihr Moskau-Portfolio an die Fort Group. Diese stellt für die darin enthaltenen Einzelhandelsimmobilien 901 Millionen Euro bereit. Der Vertrag, ein Share Deal, ist bereits unterzeichnet.

Der Wärmedämmstoffproduzent hat diese Woche in seinem bereits dritten rumänischen EPS-Werk die Produktion hochgefahren. Markttechnisch soll damit der Westen des Landes erschlossen werden. Premiere: Erstmalig wurde ein bestehender Standort übernommen und adaptiert.

Eine starke internationale Nachfrage nach Bohrern und Fräsern der Salzburger Alpen-Maykestag bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 20187/2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent.

Wie der börsennotierte Konzern diese Woche bekanntgab, wird Wienerberger 98,3 Prozent des Hintermauerziegelproduzenten Brikston Constuction Solutions SA übernommen. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Kartellbehörde.

Immobilienexpertin Elke Auer hat ihr Firmenbaby „ela Real Estate Consulting“ aufgesperrt. Anbieten will sie ein breites Bündel aus Beratung, Mediation, Asset- und Investment Management.

Trio ab sofort unter seiner Regie: Seit Anfang Oktober leitet Peter Giffinger die Saint-Gobain-Unternehmensgruppe bestehend aus Rigips, Isover und jetzt auch Weber Terranova in Österreich.

Neben den Häuslbauern, für die eine neue "New Living"-Typenreihe (Bild) entwickelt wurde, lockt jetzt wieder das B2B-Geschäft. Zudem will der Fertighausbauer auch auf dem Wachstum versprechenden deutschen Markt stärker Fuß fassen.