Neues Heim: Vor der Unterschrift Energiezustand checken

Für viele Wohnungssuchende wird der Energieverbrauch im neuen Domizil aufgrund steigender Kosten immer ausschlaggebender. Wie Sie schnell und einfach prüfen, ob die neue Wohnung eine Energischleuder ist, erfahren Sie hier.

Energiefresser - ob versteckt oder offen - lassen die monatlichen Energie- und Stromkosten rasant nach oben schnellen. Sie sollten also bei der Wahl einer neuen Wohnung oder eines neuen Hauses nicht nur die Lage und Größe entscheiden lassen, sondern vor allem auch den zu erwartenden Energieverbrauch.

In fünf Schritten den Energiehaushalt gecheckt

Klären Sie am besten bereits beim ersten Gespräch mit MaklerIn, potentieller VermieterIn oder VerkäuferIn die folgenden Punkte ab. Nur so können Sie sich ein realistisches Bild darüber machen, was Ihr neues Heim in etwa "verbraucht".

1. Energieausweis lesen

Der Energieausweis enthält Angaben zur Energieeffizienz des Gebäudes und ermöglicht so Vergleiche mit anderen Gebäuden. Mit den energierelevanten Indikatoren (bis zu 4) im Label ist schon auf der ersten Seite des Energieausweises eine differenzierte, aber einfach verständliche Gesamtwertung der energietechnischen Eigenschaften von Gebäuden möglich. Abgebildet werden die spezifischen Kennwerte der neun Effizienzklassen von A++ (bester Wert) bis G (dem schlechtesten Wert). Seit 2009 ist der Energieausweis Pflicht und Sie können entsprechend darauf bestehen.

2. Zustand der Fenster und Türen

Wie alt sind Fenster und Türen, wie sehen sie aus? Schließen sie gut? Sind die Dichtungen in Ordnung? Sind die Scheiben aus Isolierglas oder sind die Fenster einfach verglast? Haben die Fenster einen Rollladen oder sonstigen Sonnenschutz? Alte, nur einfach verglaste oder undichte Fenster und Türen bringen im Winter einen hohen Energieverlust!

3. Welches Heizsystem ist vorhanden?

Womit wird geheizt? Fossile oder erneuerbare Energieträger? Wie alt ist das installierte Heizsystem? Wie ist der Zustand der Heizkörper? Lassen Sie sich leicht aufdrehen? Wo im Raum sind sie angebracht? Fragen Sie nach aktuellen Heizrechnungen.

4. Drehen Sie den Hahn auf

Wird über einen großen Boiler in oder außerhalb der Wohnung oder über einen Durchlauferhitzer erwärmt? Das warme Wasser sollte immer schnell aus der Leitung kommen. Falls nicht, sind wahrscheinlich die Rohre gar nicht oder nur schlecht isoliert und die Wärme geht auf dem Weg zum Wasserhahn verloren. Das wird auf Dauer richtig teuer.

5. Wo befindet sich die Wohnung?

Hat Ihre Traumwohnung eine ideale Lage im gesamten Haus, kann dies für niedrige Heizkosten im Winter sorgen. Vorteilhaft ist es, wenn die Wohnung an möglichst vielen Seiten von anderen Wohnungen umgeben und somit gut geschützt ist. Je weniger Außenwände, umso besser. Fragen Sie bei einer Dachgeschoßwohnung nach der Dämmung.


AutorIn:

Datum: 14.09.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben