Mit Wärmepumpe kühlen

Wärmepumpen können nicht nur Heizen, sondern auch Kühlen. Der Mehrpreis dafür hält sich in Grenzen. Aber Achtung: Bestehende Anlagen können nicht nachgerüstet werden!

Wärmepumpen ermöglichen nicht nur den Einsatz als Heizung und zur Warmwassererzeugung. Sole/Wasser-Wärmepumpen können im Sommer auch für die Kühlung des Hauses eingesetzt werden. Bereits fest integriert ist die Kühlfunktion in modernen Kompaktmaschinen, für die Sie in etwa 1.500 Euro mehr bezahlen müssen, als für Wärmepumpen ohne diese Technik. Bei der Aktivierung der Kühlfunktion im Sommer wird der Prozess der Wärmegewinnung kurzerhand umgedreht. Dem Wohnraum wird über die Fußbodenheizung die überschüssige Wärme entzogen und dann dem Erdreich zugeführt. Anstatt also wie im Heizbetrieb Wärme aus dem Erdreich aufzunehmen, wird die Wärme aus dem Wohnraum über den Kollektor ins Erdreich abgeleitet. Dies senkt nicht nur Energiekosten, sondern beschleunigt auch den Regenerationsprozess des Erdreichs für die nächste Heizsaison.

Die perfekte Alternative zur Klimaanlage

An heißen Sommertagen verbrauchen wir mehr Energie zum Kühlen, als an kalten Wintertagen zum Heizen. Wärmepumpen arbeiten dabei wesentlich effektiver als herkömmliche Klimaanlagen und verbrauchen weniger Strom. Über die Fußboden- bzw. Wandheizung wird die überschüssige Wärme im Haus aufgenommen und außen je nach System an Grundwasser, Erdreich oder die Umgebungsluft abgegeben.

Die Kühlung erfolgt zugfrei und ohne störende Geräusche, ein zusätzlicher Errichtungsaufwand wie bei Klimaanlagen fällt weg. Bei älteren Anlagen können spezielle Radiatoren eingesetzt werden, um auch über die Heizkörper einen entsprechenden Kühleffekt zu erhalten. Positiv sind nicht nur die günstigen Anschaffungskosten und die niedrigen Betriebskosten, sondern auch die Tatsache, dass bei Erdwärme durch den Kühlprozess der Erdspeicher früher regeneriert, die Wärme in der Erde gespeichert wird und dadurch mehr Wärme für den nächsten Winter zur Verfügung steht.

 

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Datum: 22.09.2016

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