Holz ist ein natürlicher, organischer Baustoff und mit dementsprechend höherer Sorgfalt zu behandeln, bei richtiger Behandlung jedoch ein ausgezeichnetes Baumaterial mit hervorragendem wohnbiologischem Wert.
Bei Sonneneinstrahlung dehnt sich Holz aus, Kälte lässt es schrumpfen. Folge: Der Fensterrahmen verzieht sich. Fugen klaffen, Lärm und Schmutz dringen ein, Wärme flieht ins Freie. Da ist Abdichten gefragt. Dafür gibt es zwar zahlreiche "Instant-Hilfsprodukte", besser ist es aber, gründlich und professionell vorzugehen.
Um die Fenster effektiv abzudichten, sollten Sie die Rahmen zunächst vom Schmutz befreien(1). Kleben Sie die Fugen mit Krepp ab, bevor Sie den Dichtstrang auftragen(2).
Beachten Sie, dass Dichtmasse und Baumaterial aufeinander abgestimmt sein sollten: Silikon-Kautschukmasse verträgt sich nicht so gut mit lasierten und lackierten Flächen, Naturstein oder Beton. Verwenden Sie dort eine überstreichbare Masse auf Acrylbasis.
Bringen Sie die Dichtung immer in derselben Ebene rundum an. Sonst entstehen Lücken. Wenn die Ritzen unterschiedlich weit klaffen, verwenden Sie eingespritzte Dichtmasse, die sich dem Spalt anpasst und ihn füllt.
Legen Sie jetzt Abdeckfolie auf. Schließen Sie das Fenster dann für rund zwei Tage (3). Danach setzen Sie längs der Kreppbänder zwei Trennschnitte und ziehen Folie und Krepp wieder ab (4).
Wird es draußen dann erstmals kälter und stürmisch, werden Sie sich vom Erfolg Ihrer Arbeit überzeugen können.